Aktien New York: Solide Jobdaten keine nachhaltige Stütze
11.02.2026 - 20:06:01Die Beschäftigtenzahl stieg in den Vereinigten Staaten im Januar deutlich stärker als erwartet. Allerdings wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten deutlich nach unten revidiert.
Der Dow Jones Industrial US2605661048 rutschte zeitweise wieder unter die runde Marke von 50.000 Punkten. Gut zwei Stunden vor dem Börsenende gab der US-Leitindex um 0,24 Prozent auf 50.182 Punkte nach. Am Vortag hatte er noch seinen Rekord auf über 50.500 Zähler weiter nach oben geschraubt, die Gewinne aber nicht halten können.
Der von Tech-Schwergewichten dominierte Nasdaq 100 US6311011026 gewann am Mittwoch 0,29 Prozent auf 25.201 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verbuchte ein Plus von 0,07 Prozent auf 6.947 Zähler.
Ob die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinssenkungen in den USA nach den Jobdaten nun sinkt, darüber sind sich Marktbeobachter nicht ganz einig. Für einige Ökonomen gibt der starke Jobbericht keinen Anlass für schnelle geldpolitische Lockerungen. Die Ökonomen der niederländischen ING Bank halten indes weitere Zinssenkungen für möglich. Die deutlich nach unten revidierte Zahl der beiden Vormonate zeige, dass - außerhalb des Freizeit- und privaten Gesundheits- sowie des öffentlichen Sektors - die Wirtschaft eigentlich beständig Jobs verloren habe, so die Experten.
Die Aktien von Shopify CA82509L1076 verloren fast 10 Prozent. Der Dienstleister für den Online-Handel hatte im vierten Quartal mehr umgesetzt als erwartet. Zudem winken den Anteilseignern Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe. Der bereinigte Gewinn verfehlte aber die Prognosen der Analysten.
Die Aktien von Unity Software US91332U1016 brachen um 27 Prozent ein. Schwache Prognosen des Software-Entwicklers für das erste Quartal schürten Ängste vor einer zunehmenden Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz.
Die Anteile des Spielzeugriesen Mattel US5770811025 sackten nach einem schlechter als erwartet ausgefallenen US-Weihnachtsgeschäft um fast ein Viertel ab.
Für die Aktien von Robinhood Markets US7707001027 ging es um über 10 Prozent in den Keller. Der scharfe Kursverfall von Bitcoin und anderen Kryptowährungen verhagelte dem Broker im vierten Quartal das Geschäft.
Gilead Sciences US3755581036 gewannen über 6 Prozent. Das Biotech-Unternehmen übertraf mit Umsatz und Gewinn für das vierte Quartal die Erwartungen.
Ölindustrie-Dienstleister wie Baker Hughes US05722G1004, Halliburton US4062161017 und SLB AN8068571086 verbuchten Gewinne von teils mehr als 3 Prozent. Die US-Regierung vergab Lizenzen für Venezuela.
@ dpa.de
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