Audfly, Thunderobot

Audfly und Thunderobot starten Kopfhörer-Revolution auf der CES

13.01.2026 - 10:43:12

Auf der CES 2026 vorgestellte Focusound-Technologie integriert privaten, richtungsgebundenen 3D-Sound in Monitore und Laptops und könnte den Markt für Audio-Peripherie verändern.

Ein neuer Monitor erzeugt privaten 3D-Sound direkt aus dem Bildschirm – und macht Kopfhörer überflüssig. Die Audio-Innovatoren von Audfly und der Gaming-Hardware-Riese Thunderobot haben auf der CES 2026 in Las Vegas eine Weltneuheit präsentiert. Ihr gemeinsamer Coup: der erste Gaming-Monitor und das erste Laptop mit integrierter Richtaudio-Technologie. Diese Hardware verspricht ein immersives Klangerlebnis ohne Kopfhörer und könnte den Markt für Gaming- und Profi-Audio grundlegend verändern.

Die Technik hinter dem „Naked-Ear“-Sound

Kern der Entwicklung ist Audflys proprietäre Focusound Screen®-Technologie. Anders als normale Lautsprecher strahlt sie den Schall nicht in alle Richtungen ab. Stattdessen ist eine transparente Audiofolie direkt in das Display integriert. Sie bündelt den Schall wie einen Lichtstrahl präzise auf die Position des Nutzers. Die Umgebung bleibt dabei nahezu lautlos.

Das System kombiniert den richtungsgebundenen Bildschirm-Sound mit dynamischer Basskompensation und HRTF-Daten (Head-Related Transfer Function). Das Ergebnis ist ein räumlicher 3D-Sound, der an High-End-Kopfhörer heranreicht – aber ohne deren Gewicht und die akustische Isolation auskommt. Die Technologie löst ein altes Dilemma im Gaming: den Konflikt zwischen immersivem Sound und dem Tragekomfort bei langen Sessions.

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Thunderobot bringt den Sound ins Massengaming

Die Partnerschaft mit Thunderobot markiert den ersten Massenmarkteinsatz. Die neue Produktlinie umfasst einen High-End-Gaming-Monitor und ein Gaming-Laptop mit dem Focusound-System. Live-Demos zeigten die Fähigkeit, einen „privaten Klangraum“ zu schaffen. Nutzer vor dem Bildschirm hörten Dialoge und Umgebungsgeräusche kristallklar, während Personen nur wenige Schritte entfernt fast nichts mitbekamen.

Für Esport-Teams bietet dies taktische Vorteile. Die präzise „Hören-und-Lokalisieren“-Funktion erlaubt es, Gegnerbewegungen allein am Sound zu orten – ohne dabei, wie bei Noise-Cancelling-Kopfhörern, vom Team abgeschottet zu sein. Die Integration verhindert zudem störende Rückkopplungen zwischen Lautsprechern und Mikrofon, ein typisches Problem bei offenen Setup.

Vom Gaming-Bereich in die Business-Welt

Audfly demonstrierte auf der Messe auch die breitere kommerzielle Tauglichkeit. Mit dem M90 präsentierte das Unternehmen den „weltweit ersten AI-PC mit integrierter Focusound-Screen-Technologie“. Die Lösung für hybride Arbeitswelten ermöglicht Video-Calls und die Interaktion mit KI-Sprachassistenten ohne Headset – und ohne dass Kollegen in der Nähe mithören können.

Die Technologie findet bereits breite Unterstützung in der Industrie. Audfly zeigte Prototypen, die gemeinsam mit Partnern wie Lenovo, BOE und HKC entwickelt wurden. Dies deutet darauf hin, dass Richtaudio zum Standard für nächste Generationen von Displays in Banken, Einzelhandel und Unternehmen werden könnte. Die Möglichkeit, separate Audio-Zonen zu schaffen, erlaubt mehreren Nutzern, nebeneinander zu arbeiten, ohne sich akustisch zu stören.

Marktanalyse: Das Ende der Peripherie-Geräte?

Der integrierte Richtaudio-Sound signalisiert eine strategische Wende in der Unterhaltungselektronik. Bislang verdiente die Industrie kräftig an Peripherie-Geräten wie Headsets, Soundbars und externen Lautsprechern, um den mangelhaften Sound von Displays aufzubessern. Bieten Hersteller wie Thunderobot nun hochwertigen, privaten Sound direkt im Bildschirm, könnte die Nachfrage nach Zubehör sinken.

Analysten sehen hier den Trend zu „unsichtbarer Technik“ bestätigt: Hardware wird unauffälliger, ohne an Leistung einzubüßen. Da die Audiofolie transparent ist, bleiben Bildqualität, Farbgenauigkeit und Bildwiederholrate uneingeschränkt erhalten – ein entscheidender Faktor für anspruchsvolle Gamer.

Ausblick: Massenproduktion steht bevor

Audfly bestätigte nach Ende der CES am 9. Januar, dass die Technologie „marktreif“ ist. Die Massenproduktion und der Handelstart der Geräte könnten noch in diesem Jahr folgen. Junwei Mao, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung bei Audfly, betonte, dass Audio-Privatsphäre und personalisierte Sound-Zonen von Luxus zu Notwendigkeiten geworden seien.

Die Roadmap für 2026 sieht eine rasche Expansion der Technologie in andere smarte Endgeräte vor, darunter digitale Werbetafeln und öffentliche Kiosks, wo Lärmbelästigung ein großes Problem darstellt. Setzen sich diese integrierten Lösungen durch, dürfte sich der Standard für ein „vollständiges“ Multimedia-Display verschieben. Der Druck auf die Konkurrenz, ähnliche privacy-fokussierte Audio-Fähigkeiten in ihren 2027er-Lineups anzubieten, wächst damit erheblich.

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