Atemtraining lindert Arthrose-Schmerzen
20.01.2026 - 22:40:12Gezielte Atemübungen können chronische Gelenkschmerzen bei Arthrose reduzieren. Aktuelle Forschungserkenntnisse belegen, dass bewusste Atmung die Schmerzwahrnehmung positiv beeinflusst. Die Methode bietet eine nebenwirkungsarme Ergänzung zu klassischen Therapien.
So wirkt Atmen gegen den Schmerz
Der Schlüssel liegt im parasympathischen Nervensystem, unserem „Ruhe- und Erholungsnetzwerk“. Tiefe, langsame Atemzüge – besonders die Zwerchfellatmung – stimulieren den Vagusnerv. Das bremst die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol.
Chronisch erhöhte Cortisolspiegel fördern Entzündungen, die bei Arthrose eine zentrale Rolle spielen. Durch die Atemübung sinken Puls und Muskelspannung. Der Körper kommt zur Ruhe, was die Schmerzintensität verringern kann.
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Einfache Übung für den Alltag
Die Zwerchfellatmung ist einfach zu erlernen und erfordert keine Hilfsmittel. So geht’s:
- Position: Bequem hinsetzen oder hinlegen. Eine Hand auf den Bauch, die andere auf die Brust legen.
- Einatmen: Langsam durch die Nase einatmen. Der Bauch sollte sich spürbar heben, die Brust kaum bewegen.
- Ausatmen: Sanft und vollständig durch den Mund ausatmen. Die Ausatmung sollte länger dauern als die Einatmung.
Schon 5 bis 10 Minuten mehrmals täglich können spürbare Effekte bringen. Eine beliebte Variante ist die 4-6-Atemtechnik: vier Sekunden ein, sechs Sekunden aus.
Teil eines ganzheitlichen Plans
Experten sehen Atemtraining nicht als Wundermittel, sondern als wirksamen Baustein. Die größten Erfolge verspricht die Kombination aus:
- Bewusster Atmung zur Stressreduktion
- Gezielter Bewegung für die Gelenke
- Entzündungshemmender Ernährung
- Medikamentöser Therapie nach Bedarf
Die Übungen helfen, den Teufelskreis aus Schmerz, Anspannung und neuem Schmerz zu durchbrechen. Studien deuten auch auf positive Effekte bei begleitenden Schlafstörungen und Ängsten hin.
Die Zukunft des Schmerzmanagements?
Die wissenschaftliche Anerkennung der Methode wächst. Könnten strukturierte Atemprogramme bald Standard in der Arthrose-Behandlung sein? Digitale Gesundheits-Apps und Wearables könnten das Training künftig noch einfacher in den Alltag integrieren.
Für Betroffene ist es eine ermutigende Botschaft: Ein Teil der Linderung liegt in der eigenen Hand – und im eigenen Atem.


