Aretha Franklin 2026: Warum die Queen of Soul wieder überall ist
11.02.2026 - 11:47:56Aretha Franklin ist seit 2018 nicht mehr da – und trotzdem fühlt es sich 2026 so an, als würde die Queen of Soul gerade ein Comeback feiern. Auf TikTok gehen ihre Hooks viral, auf Spotify tauchen neue Best-of-Playlisten auf, und selbst Deutschrap-Samples greifen immer öfter auf ihre Klassiker zurück. Wenn du Musik liebst, kommst du an Aretha Franklin gerade wieder kaum vorbei.
Offizielle Seite von Aretha Franklin: Releases, Projekte & Legacy
Was steckt hinter diesem neuen Hype um eine Legende, die längst Musikgeschichte geschrieben hat? Zwischen Jubiläen, Biopics, Dokus und neu entdeckten Live-Mitschnitten entstehen gerade echte Gänsehaut-Momente – auch für eine Generation, die 1967 nur aus Geschichtsbüchern kennt.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Auch wenn Aretha Franklin selbst keine neuen Songs mehr aufnehmen kann, dreht sich das Rad um ihre Musik weiter – und zwar schnell. In den letzten Wochen gab es mehrere News, die den Namen Aretha Franklin wieder ganz nach oben in die Feeds gespült haben. Musikmedien berichten über neue Deluxe-Ausgaben ihrer Klassiker, Streamingdienste pushen kuratierte Soul-Serien mit ihr im Zentrum, und Doku-Formate werden zum Dauerbrenner.
Ein wichtiger Faktor: Jubiläen. Viele ihrer Schlüsselmomente haben runde Geburtstage. Die Single “Respect” bleibt der wichtigste Song ihrer Karriere. Jedes größere Jubiläum dieses Hits triggert neue Artikel, Re-Analysen und Playlisten. Kulturredaktionen erklären, wie der Song zur Hymne der Bürgerrechtsbewegung und zur feministischen Kampfansage wurde. Das lockt nicht nur ältere Soul-Fans, sondern auch eine jüngere Crowd, die in der Hook vor allem eins hört: Attitude.
Dazu kommt der anhaltende Effekt von Biopics und Dokus. Der Kinofilm “Respect” mit Jennifer Hudson und die Serie “Genius: Aretha” haben bereits vor einigen Jahren dafür gesorgt, dass ihre Story neu erzählt wurde. 2026 laufen diese Produktionen weiterhin im Streaming. Jede neue Lizenzierung auf einer Plattform sorgt für frischen Hype. Du kennst das: Ein Film trendet – und plötzlich explodieren die alten Songs Shazam- und Spotify-mäßig.
Spannend für deutsche Fans: Viele Feuilletons in Deutschland nehmen Aretha gerade wieder als Referenz für aktuelle Diskurse rund um Female Empowerment, Black Lives Matter und die politische Kraft von Pop. In Interviews erzählen deutsche Musikerinnen und Musiker ganz selbstverständlich, dass sie mit “(You Make Me Feel Like) A Natural Woman” oder “Think” aufgewachsen sind – selbst wenn sie Jahrgang 1995+ sind. Dass diese Songs auf Playlists zwischen SZA, H.E.R., Jazmine Sullivan oder Loyle Carner auftauchen, zeigt, wie zeitlos ihre Hooks und Harmonien funktionieren.
Labelseitig tauchen außerdem immer wieder Meldungen zu Remasters, hochwertigen Vinyl-Reissues und sogenannten Expanded Editions auf. Auch wenn du physische Tonträger vielleicht nicht mehr sammelst: Solche Kampagnen schieben die Streams massiv an. Oft gibt es dann unveröffentlichte Live-Versionen, alternative Takes oder Duett-Fassungen mit anderen Legenden, die über Jahre im Archiv lagen. Musikjournalisten zitieren in ihren Berichten Insider aus dem Umfeld des Estates, die andeuten, dass noch mehr Material schlummert, als bisher veröffentlicht wurde. Für Hardcore-Fans und Sample-Nerds ist das eine Goldmine.
Außerdem fluten Creator auf TikTok und Instagram Reels gerade Clips mit Aretha-Vocals. Ob als Lip-Sync, Tanz-Challenge zu “Respect” oder emotionales POV-Storytelling mit “Ain’t No Way” im Hintergrund: Die Algorithmen lieben den Mix aus Oldschool-Soul und moderner Ästhetik. Viele Gen-Z-User landen bei Aretha über genau diesen Weg ein erstes Mal – und bleiben hängen, weil die Stimme einfach alles wegbläst, was gerade im Feed läuft.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Auch wenn Aretha Franklin selbst nicht mehr auftreten kann, leben ihre Shows durch Tribute-Konzerte, Orchesterprojekte und Hologramm-Experimente weiter. In Europa und auch in Deutschland werden 2026 mehrere Aretha Franklin Tribute Nights und Symphonic Soul-Shows angekündigt, bei denen lokale und internationale Sängerinnen die größten Hits live interpretieren – häufig zusammen mit großen Orchestern oder Allstar-Bands.
Typisch für solche Abende ist eine Setlist, die die bekanntesten Hits mit ein paar Deep Cuts verbindet. Ein Beispiel für eine reale, von Fans dokumentierte Aretha-Setlist aus ihren letzten aktiven Tourjahren – und genau daran orientieren sich viele Tribute-Projekte:
- “(Your Love Keeps Lifting Me) Higher and Higher” – oft als energiegeladener Opener
- “I Say a Little Prayer”
- “Think”
- “Chain of Fools”
- “Angel” oder “Ain’t No Way” als erste Gänsehaut-Balladen
- “Don’t Play That Song”
- “Bridge Over Troubled Water” – häufig in einer dramatischen, gospeligen Version
- “Natural Woman”
- “Freeway of Love” – für den Funk-Moment
- “Rolling in the Deep (The Aretha Version)” – ihr legendäres Adele-Cover
- “Respect” – fast immer als Zugabe
Aktuelle Tribute-Shows in Europa nutzen diese Dramaturgie und passen sie an: Mal rücken sie das Gospel-Erbe in den Mittelpunkt, mal die Funk-Phase der 80er mit “Who’s Zoomin’ Who” und “Sisters Are Doin’ It for Themselves”, mal die jazzigeren Frühwerke. Im Unterschied zu vielen aktuellen Popkonzerten stehen nicht Visuals oder Choreos im Fokus, sondern Stimme, Band und Dynamik. Gerade das begeistert viele junge Fans, die von überinszenierten Stadionshows etwas ermüdet sind.
Die Atmosphäre bei Aretha-Tribute-Abenden ist oft eine Mischung aus Konzert, Gottesdienst und Family-Party. Wenn “Respect” einsetzt, singen wirklich alle mit – egal ob Boomers, Millennials oder Gen Z. Die Hooks sind so ikonisch, dass du sie kennst, selbst wenn du nie bewusst ein Aretha-Album angemacht hast. Balladen wie “Ain’t No Way” oder “Do Right Woman, Do Right Man” liefern die intensiven, stillen Momente: Lichter im Publikum, geschlossene Augen, Leute, die leise mitsummen.
Viele Veranstalter in Deutschland setzen bei diesen Shows auf eine Mischung aus lokalen Soul-Stimmen und internationalen Gästen. So wird die Musik von Aretha Franklin nicht als Museumsstück präsentiert, sondern als lebende Tradition. Du hörst, wie ihre Songstrukturen und Harmonien in modernen R&B oder Neo-Soul übersetzbar sind. Wenn eine junge Sängerin zwischendurch erzählt, dass sie ohne Aretha wohl nie selbst Musik gemacht hätte, wird klar, wie groß diese künstlerische Kette ist.
Für dich als Fan bedeutet das: Wenn du 2026 eine Aretha-Night in deiner Nähe mitnimmst, kannst du mit einem Set rechnen, das alle Essentials abdeckt. “Respect”, “Think”, “Natural Woman”, “Chain of Fools”, “I Say a Little Prayer” – die Klassiker fehlen quasi nie. Dazu kommen je nach Konzept Überraschungen: mal ein Duett mit einem Deutschrap-Act, der live über einen Aretha-Groove rappt, mal ein reines Gospel-Segment mit Chor, das ihre Wurzeln in der Kirche von Detroit feiert. Das Publikum reagiert oft derart euphorisch, dass sich mehrere Zugaben ergeben.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Auf Reddit, TikTok und in Fan-Foren kursieren 2026 einige Theorien und Diskussionen rund um Aretha Franklin – und sie zeigen, wie lebendig ihr Mythos geblieben ist. Ein großes Thema: unveröffentlichte Aufnahmen. User spekulieren, dass im Archiv ihres Estates noch komplette Live-Mitschnitte aus den 70ern und 80ern liegen, etwa aus Europa-Tourneen, die nur ausschnittweise bekannt sind. Immer wieder tauchen Bootleg-Ausschnitte und TV-Mitschnitte auf YouTube oder in Shorts auf, die andeuten, wie roh und intensiv diese Shows waren.
Ein wiederkehrender Thread in amerikanischen und deutschen Subreddits fragt: „Kommt irgendwann eine komplette Aretha-Live-Box?“ Die Theorie: Labels und Rechteinhaber halten Material bewusst zurück, um in Abständen neue Box-Sets und Deluxe-Editionen veröffentlichen zu können. Viele Fans vergleichen das mit den strukturierten Katalog-Kampagnen bei Prince oder David Bowie. Ob das stimmt, lässt sich von außen schwer checken, aber Brancheninsider deuten immer wieder an, dass bei großen Soul- und Jazz-Ikonen oft nur ein Bruchteil des Materials offiziell erschienen ist.
Auf TikTok dreht sich die Diskussion eher um Vibes und Deutungen. Ein Trend: Creator legen dramatische Beziehungsszenarien über Songs wie “Ain’t No Way” oder “Do Right Woman, Do Right Man” und diskutieren in den Kommentaren, wie krass diese Lyrics heute noch treffen. Viele User sind überrascht, wie direkt Aretha über toxische Beziehungen, Selbstwert und Grenzen singt – Jahrzehnte bevor Begriffe wie „Red Flags“ oder „Gaslighting“ überhaupt im Mainstream angekommen waren. Die These: Würden diese Texte heute erscheinen, würden sie als hypermoderner R&B gelten.
Ein zweiter viraler Diskurs dreht sich um das Thema Samples. Musik-Nerds analysieren, welche Rap- und R&B-Tracks der letzten Jahre heimlich auf Aretha zurückgehen – ob über direkte Samples oder über harmonische Anleihen. In Kommentarspalten wird gestritten, ob bestimmte Producer ihre Quellen ausreichend respektieren oder zu sehr glätten. Einige Fans wünschen sich explizit, dass deutschsprachige Artists mutiger mit Aretha-Samples umgehen und nicht nur die offensichtlichen Hooks verwenden, sondern auch dunklere, bluesige Passagen oder Gospel-Outros.
Auch Ticketpreise für Tribute-Shows lösen Diskussionen aus. Gerade wenn große Orchester-Touren durch Europa laufen, können Tickets in den vorderen Kategorien schnell dreistellig werden. In deutschen Communities liest man dann Sätze wie: „Ich liebe Aretha, aber das ist mir für eine Tribute-Show zu heftig.“ Andere argumentieren, dass 40 bis 60 Musiker:innen, Chor, Solistinnen und aufwendige Produktion eben ihren Preis haben. Viele Fans einigen sich in den Kommentaren darauf, eher kleinere Club-Abende mit lokalen Soul-Bands zu supporten, die Aretha-Sets spielen – weniger Glamour, aber mehr Nähe.
Immer wieder taucht außerdem die Idee eines vollumfänglichen Hologramm-Projekts, ähnlich wie bei ABBA, auf. Tech- und Musikfans diskutieren, ob so etwas bei Aretha überhaupt funktionieren würde oder ob ihre Präsenz zu stark an die echte, körperliche Performance gebunden ist. Viele Fans lehnen die Idee klar ab, weil Aretha Franklin für sie Synonym für Authentizität und Emotion ist – und sehen in Hologramm-Shows eher ein kaltes Produkt. Andere wären neugierig, solange Originalaudio verwendet und das Projekt mit Respekt umgesetzt würde.
Spannend ist auch, wie heftig über Rankings gestritten wird. In Threads zu den „besten Voices of all time“ landet Aretha Franklin fast immer in den Top 3, oft auf Platz 1. Fans vergleichen sie mit Whitney Houston, Mariah Carey, Beyonce? oder Jazmine Sullivan und analysieren Stimmumfang, Technik, Emotion, Gospel-Wurzeln. Ein beliebtes Fan-Argument: Niemand verbindet so mühelos Kirchenfeeling, Blues-Schwere und Pop-Hooks wie Aretha.
Alle Daten auf einen Blick
Auch ohne aktuelle Tourdaten von Aretha selbst gibt es jede Menge harte Fakten, die dir einen schnellen Überblick über ihre Karriere geben.
| Jahr | Ereignis / Release | Details |
|---|---|---|
| 1967 | Album “I Never Loved a Man the Way I Love You” | Durchbruch-Album mit “Respect”, Aufnahme in Muscle Shoals und New York |
| 1968 | Album “Lady Soul” | Enthält Klassiker wie “Chain of Fools” und “(You Make Me Feel Like) A Natural Woman” |
| 1972 | Live-Album “Amazing Grace” | Aufnahme in einer Kirche in Los Angeles, gilt als eines der wichtigsten Gospel-Alben aller Zeiten |
| 1985 | Album “Who’s Zoomin’ Who?” | 80er-Comeback mit “Freeway of Love” und “Sisters Are Doin’ It for Themselves” |
| 1987 | Erste Frau in der Rock and Roll Hall of Fame | Historische Aufnahme, die Aretha offiziell als Ikone der Popgeschichte zementiert |
| 1994 | Grammy Lifetime Achievement Award | Auszeichnung für das Lebenswerk durch die Recording Academy |
| 2009 | Performance bei der Amtseinführung von Barack Obama | Legendärer Auftritt mit “My Country, ’Tis of Thee”, weltweit im TV übertragen |
| 2014 | Virale Performance von “(You Make Me Feel Like) A Natural Woman” | Aretha bewegt Carole King und Barack Obama zu Tränen, der Clip geht Jahre später immer wieder viral |
| 2018 | Tod von Aretha Franklin | Weltweite Trauer, Hommagen von Stars aus allen Genres, massive Streaming-Peaks |
| 2020–2026 | Biopics, Dokus, Reissues | Film “Respect”, Serie “Genius: Aretha”, diverse Remasters und Deluxe-Editionen halten ihr Erbe im Gespräch |
Häufige Fragen zu Aretha Franklin
Um den aktuellen Hype einzuordnen und Hintergründe zu checken, haben wir die wichtigsten Fragen rund um Aretha Franklin für dich gesammelt.
Wer war Aretha Franklin überhaupt – und warum nennen sie alle die Queen of Soul?
Aretha Franklin war eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Pianistin, geboren 1942 in Memphis und aufgewachsen in Detroit. Sie startete früh in der Kirche ihres Vaters als Gospel-Sängerin. In den 60ern wechselte sie zu Atlantic Records und fand dort ihren Sound: eine explosive Mischung aus Soul, Gospel, R&B und Pop. Mit Songs wie “Respect”, “Think”, “Chain of Fools” oder “I Say a Little Prayer” definierte sie, wie Soulgesang im Mainstream klingen kann.
Der Titel „Queen of Soul“ kommt nicht von ihr selbst, sondern von Medien, DJs und Fans, die ihre Dominanz im Genre anerkennen. Ihre Stimme war nicht nur technisch stark, sondern extrem emotional. Sie konnte flüstern, schreien, predigen, improvisieren und trotzdem immer melodisch bleiben. Dazu kam ihre Rolle abseits der Bühne: Sie unterstützte die Bürgerrechtsbewegung, spielte auf Benefiz-Konzerten und nutzte ihre Reichweite, um politische Anliegen zu pushen. Das macht sie bis heute zu einer Figur, die weit über Musik hinausreicht.
Welche Songs von Aretha Franklin solltest du 2026 unbedingt kennen?
Wenn du neu einsteigst, sind diese Tracks ein perfekter Start:
- “Respect” – die ultimative Selbstbehauptungs-Hymne, mit der alles explodierte
- “(You Make Me Feel Like) A Natural Woman” – emotionale Ballade, unzählige Male gecovert
- “Think” – uptempo, funky, mit klarer Message: „Freedom“
- “Chain of Fools” – bluesig, dreckig, mit ikonischem Gitarrenriff
- “I Say a Little Prayer” – sanfter, aber mit unfassbarer Vocal-Präzision
- “Ain’t No Way” – für alle, die Vocal-Runs und Herzschmerz lieben
- “Freeway of Love” – 80er-Vibe, perfekt für Playlists zwischen Funk und Pop
- “Think (The Blues Brothers Version)” – für alle, die sie über den Film entdecken
Für einen schnellen Überblick bieten sich die gängigen „Best Of“-Compilations in den Streamingdiensten an. Wenn du eher auf zusammenhängende Alben stehst, sind “I Never Loved a Man the Way I Love You” und “Lady Soul” Pflichtprogramm.
Warum geht Aretha Franklin 2026 auf TikTok und in Memes wieder so durch die Decke?
Zum einen, weil ihre Songs extrem zitierfähig sind. Lines wie „R-E-S-P-E-C-T“ oder „Freedom!“ funktionieren sofort als Sound für kurze Clips, egal ob Comedy, Activism-Content oder Beziehungs-Drama. Creator nutzen Aretha-Tracks, um ihren Videos mehr Gewicht zu geben. Viele Trends starten damit, dass ein kleiner Ausschnitt aus einem Live-Mitschnitt oder einer Studioaufnahme als Sound hochgeladen wird – und dann hängen sich hunderte Videos daran.
Zum anderen passt ihre Energie erstaunlich gut in den aktuellen Zeitgeist. Selbstbestimmung, Empowerment, das Einfordern von Respekt – all das steckt in ihren großen Hits. Wenn Gen-Z-User in Kommentaren schreiben, dass Aretha schon alles gesagt hat, bevor es den Begriff „Selfcare“ gab, ist das nicht übertrieben. Ihre Musik liefert Templates für Gefühle, die heute immer noch genauso präsent sind.
Wird es neue Musik von Aretha Franklin geben – unveröffentlichte Songs oder Hologramm-Touren?
Neue Studioalben im klassischen Sinn wird es obviously nicht geben, aber völlig ausgeschlossen ist neues Material nicht. In Archiven können Demos, alternative Takes, Live-Mitschnitte oder Kollaborationen liegen, die nie offiziell erschienen sind. Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder posthum veröffentlichte Songs oder erweiterte Editionen mit Bonus-Tracks. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Labels solche Schätze eher dosiert veröffentlichen, um das Interesse langfristig zu halten.
Bei Hologramm-Shows ist die Lage komplizierter. Für ein Projekt dieser Größe braucht es die Zustimmung des Estates und der Rechteinhaber. Bisher gibt es eher vereinzelte 3D-/Visual-Projekte, aber keine große Dauerinstallation wie bei ABBA. Viele Fans sind skeptisch, ob so etwas überhaupt zur Persönlichkeit von Aretha passen würde. Realistischer erscheint, dass Orchestertouren, Tribute-Bands und thematische Festivals weiter zunehmen – also Formate, in denen echte Menschen live performen, aber ihre Musik im Zentrum steht.
Was bedeutet Aretha Franklin konkret für deutsche Musikfans und Artists?
Auch wenn Aretha ihre Karriere in den USA aufgebaut hat, ist ihr Einfluss in Deutschland klar spürbar. Viele deutsche Soul- und Pop-Sängerinnen – von den 90ern bis heute – nennen sie als direktes Vorbild. Man hört ihre Spuren in Gospel-lastigen Chören, in bestimmten Melodieführungen und in der Art, wie Sängerinnen zwischen Brust- und Kopfstimme wechseln. Selbst Deutschpop-Balladen, die scheinbar weit weg von Soul sind, nutzen manchmal Harmoniefolgen und Bridge-Strukturen, die stark an 60er-Jahre-Soul erinnern.
Für Fans ist Aretha außerdem ein Einstiegstor in die Geschichte schwarzer Musik in den USA. Wer von ihr aus weitergräbt, landet schnell bei Otis Redding, Marvin Gaye, Nina Simone, Sam Cooke, D’Angelo, Lauryn Hill oder H.E.R. – und bekommt ein Gefühl dafür, wie eng Musik, Politik und Identität dort verzahnt sind. In deutschen Kontexten taucht Aretha häufig bei Musikworkshops, Chorprojekten oder Uniseminar-Playlists auf, weil ihre Songs so viele Aspekte bündeln: Technik, Emotion, Groove, Text, gesellschaftliche Bedeutung.
Welche Alben von Aretha Franklin lohnen sich als Deep Dive – über die Hits hinaus?
Wenn du über die Standard-Playlist hinausgehen willst, sind diese Alben ein guter Einstieg:
- “Spirit in the Dark” (1970) – weniger bekannt als die großen Klassiker, aber extrem intensiv, mit starkem Gospel-Einschlag und tiefem Groove.
- “Amazing Grace” (1972) – kein „normales“ Studioalbum, sondern eine dokumentierte Gospel-Session. Für viele Fans ihr stärkstes Werk überhaupt.
- “Young, Gifted and Black” (1972) – thematisch sehr politisch, musikalisch zwischen Soul, Funk und Balladen, ein Schlüsselwerk für das schwarze Selbstbewusstsein der 70er.
- “Aretha” (1980) – zeigt den Übergang in einen moderneren Sound, inklusive Disco- und Funk-Elementen.
- “So Damn Happy” (2003) – späteres Werk mit ruhigerem, reflektiertem Ton, zeigt, wie sie im neuen Jahrtausend klang.
Diese Alben zeigen, dass Aretha Franklin nicht nur ein Greatest-Hits-Phänomen ist, sondern eine Künstlerin mit Entwicklung, Brüchen, Experimenten und unterschiedlichen Phasen. Wer sich wirklich mit ihr beschäftigen will, sollte nicht bei „Respect“ stehenbleiben, sondern diese Projekte komplett hören – am besten mit guten Kopfhörern und etwas Zeit.
Wie kannst du 2026 am besten in Arethas Welt eintauchen?
Praktisch: Starte mit einem Liveclip, nicht mit einem Studio-Track. Suche dir einen Mitschnitt von “Natural Woman” oder “Ain’t No Way” aus den 70ern oder 80ern. Da siehst du, wie sie phrasiert, spontan variiert, das Publikum führt. Danach nimm dir ein komplettes Album wie “I Never Loved a Man the Way I Love You” oder “Lady Soul” vor und hör es ohne Skip. Du merkst dann schnell, wie krass die Dramaturgie ist, mit welcher Selbstverständlichkeit ein Song den nächsten trägt.
Wenn du Bock auf Nerd-Level hast, lies parallel Lyrics mit und checke Hintergrundinfos zu einzelnen Songs: Wer hat sie geschrieben? In welchem Studio wurden sie aufgenommen? Welche Musiker:innen waren an den Sessions beteiligt? Viele Musikerblogs und Musikmagazine liefern detaillierte Track-by-Track-Analysen. So wird aus einem „alten Song“ plötzlich ein zeitloses Kunstwerk, das du viel bewusster wahrnimmst.
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