Archrock Aktie: Zahlen enttäuschen
25.02.2026 - 01:21:35 | boerse-global.deArchrock hat heute seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die sorgen für gemischte Gefühle. Beim Gewinn je Aktie überraschte der Kompressionsdienstleister mit 0,67 Dollar positiv, was satte 0,28 Dollar über den Analystenschätzungen von 0,39 Dollar liegt. Doch beim Umsatz verfehlte das Unternehmen knapp die Erwartungen: 377,07 Millionen Dollar standen 377,7 Millionen Dollar gegenüber, die der Markt erwartet hatte.
Die Zahlen zeigen auch eine sequenzielle Abschwächung. Im dritten Quartal hatte Archrock noch 0,40 Dollar je Aktie verdient und 382,4 Millionen Dollar umgesetzt. Der Rückgang dürfte teilweise saisonalen Mustern geschuldet sein, wirft aber Fragen zur Geschäftsdynamik auf.
Akquisition im Fokus
Im Mai 2025 hatte Archrock die Natural Gas Compression Systems für rund 357 Millionen Dollar übernommen. Die Transaktion sollte die Kundenbasis erweitern und die Position im wichtigen Permian Basin stärken. Der aktuelle Quartalsbericht liefert nun den ersten vollständigen Einblick, wie sich die zugekauften Anlagen entwickeln.
Das Marktumfeld bleibt grundsätzlich robust: Die Lieferzeiten für neue Kompressionseinheiten liegen bei etwa 60 Wochen – getrieben durch Genehmigungen für LNG-Exportterminals und den Strombedarf von Rechenzentren. Die US-Erdgasproduktion soll 2026 neue Rekordwerte erreichen, besonders im Permian Basin, Haynesville und den Appalachen.
Hohe Bewertung, gedämpfte Erwartungen
Die Aktie notiert bei 33,74 Dollar und hat damit in den vergangenen zwölf Monaten um 27,82 Prozent zugelegt. Auf Sicht von drei Monaten steht sogar ein Plus von 37,51 Prozent zu Buche. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 21,9 – eine ambitionierte Bewertung, die wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Archrock?
Alle acht Analysten, die Archrock beobachten, empfehlen die Aktie zum Kauf. Allerdings liegt das durchschnittliche Kursziel bei 32,22 Dollar und damit unter dem aktuellen Niveau. JPMorgan hob sein Ziel Ende Januar von 31 auf 34 Dollar an und bekräftigte die Kaufempfehlung. In den vergangenen 60 Tagen wurden die Gewinnschätzungen um 0,92 Prozent nach unten korrigiert.
Parallel zur Zahlenvorlage wurden auch personelle Weichenstellungen bekannt: Die Geschäftsführung erhält für 2026 höhere Gehälter. CEO Bradley Childers bekommt künftig 990.000 Dollar Grundgehalt statt bisher 950.000 Dollar. Finanzvorstand Douglas Aron steigt von 610.000 auf 640.000 Dollar auf.
Zudem hat das Unternehmen seine Quartalsdividende um fünf Prozent auf 0,22 Dollar je Aktie angehoben – im Jahresvergleich ein Plus von 16 Prozent. Finanziert wird dies unter anderem durch eine frische Anleihe: Archrock platzierte Senior Notes über 800 Millionen Dollar mit einem Kupon von 6,00 Prozent und Laufzeit bis 2034. Der Erlös fließt in die Rückzahlung bestehender Kreditlinien.
Archrock-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Archrock-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Archrock-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Archrock-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Archrock: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Für. Immer. Kostenlos.

