Arbeitsschutz, PSA

Arbeitsschutz 2026: PSA wird smart und nachhaltig

27.02.2026 - 07:40:35 | boerse-global.de

Intelligente Schutzausrüstung, strengere PFAS-Regeln und modernisierte Vorschriften prägen die Zukunft der Arbeitssicherheit. Die DGUV Vorschrift 2 bringt mehr Flexibilität für Betriebe.

Arbeitsschutz 2026: PSA wird smart und nachhaltig - Foto: über boerse-global.de
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Die Schutzausrüstung am Arbeitsplatz wird digital, nachhaltig und muss sich neuen Regeln anpassen.

Diese Woche zeigte ein digitales Event der Plattform „Arbeitsschutz Aktuell“ die Zukunft der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Im Fokus standen intelligente, vernetzte Systeme und neue Materialien. Gleichzeitig verschärfen aktuelle Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu Risikostoffen wie PFAS die Anforderungen. Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund der seit Jahresbeginn geltenden, novellierten DGUV Vorschrift 2 statt, die die betriebliche Sicherheitsbetreuung modernisiert.

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Smart PPE: Schutzausrüstung denkt mit

Die Zeit der passiven PSA ist vorbei. Der Trend geht klar zu „Smart PPE“. Helme, Handschuhe oder Schutzanzüge werden mit Sensoren ausgestattet. Sie überwachen dann Vitaldaten, warnen vor Gasen oder senden bei einem Sturz automatisch einen Notruf. Die Vernetzung dieser Komponenten ermöglicht ein datengestütztes Risikomanagement. Unternehmen können so Gefahrenherde früher identifizieren und präventiv handeln. Analysten sprechen von einem Paradigmenwechsel: von reaktiver Unfallvermeidung zu proaktivem Sicherheitsmanagement.

Materialien im Fokus: Schutz, Komfort und PFAS

Neben der Digitalisierung rücken die Materialeigenschaften in den Vordergrund. Sie müssen maximalen Schutz bieten und zugleich leicht und komfortabel sein, um von den Mitarbeitenden akzeptiert zu werden. Zunehmend wichtig wird auch die Nachhaltigkeit. Hersteller forschen an recycelbaren oder biobasierten Alternativen.

Parallel dazu verschärft sich der regulatorische Druck auf bestimmte Chemikalien. Die BAuA veröffentlichte diese Woche eine neue FAQ-Liste zum Umgang mit PFAS-haltigen Feuerlöschschäumen. Solche Leitlinien zwingen Hersteller und Anwender, ihre Lieferketten und Materialien genau zu prüfen. Die Frage lautet: Wie lassen sich hohe Sicherheitsstandards mit immer strengeren Umweltvorgaben vereinbaren?

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Neue Regeln: DGUV Vorschrift 2 entlastet Betriebe

Die technischen Innovationen treffen auf ein modernisiertes regulatorisches Umfeld. Die novellierte DGUV Vorschrift 2 ist seit Januar für weitere Berufsgenossenschaften wie die BG RCI und BGN in Kraft. Sie bringt mehr Flexibilität und Praxisnähe.

Zu den wichtigsten Änderungen zählt die Möglichkeit, Teile der sicherheitstechnischen Betreuung digital durchzuführen – ein Vorteil für Unternehmen mit mehreren Standorten. Zudem wurde die Schwelle für vereinfachte Betreuungsmodelle von 10 auf 20 Beschäftigte angehoben, was viele Kleinbetriebe entlastet. Der Kreis der Personen, die sich zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) qualifizieren können, wurde erweitert. Künftig haben auch Akademiker aus Naturwissenschaften oder Psychologie Zugang. Dies fördert einen ganzheitlicheren Ansatz, der psychische Belastungen stärker berücksichtigt.

Integriertes Sicherheitskonzept als Ziel

Die Entwicklungen zeigen: Technische Schutzausrüstung wird zum integralen Bestandteil eines betrieblichen Sicherheitsökosystems. Für Unternehmen wird die Auswahl und Einführung von Lösungen zur strategischen Aufgabe, die IT, Personalwesen und Management gleichermaßen betrifft.

Die große Fachmesse „Arbeitsschutz Aktuell“ im Oktober in Stuttgart wird diese Trends weiter vertiefen. Der künftige Erfolg im Arbeitsschutz hängt davon ab, wie gut es gelingt, technologische Möglichkeiten, regulatorische Vorgaben und Mitarbeiterbedürfnisse in einem kohärenten Konzept zu vereinen.

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