Arbeitsschutz 2026: Klimawandel und Psyche im Fokus
15.02.2026 - 22:00:12 | boerse-global.deDie deutsche Arbeitswelt muss sich neuen Risiken stellen. Der traditionelle Arbeitsschutz weitet sich auf Klimafolgen und psychische Gesundheit aus – bei gleichzeitig verschärften Kontrollen.
Berlin. Hitze, UV-Strahlung und Extremwetter als Gefahr für Beschäftigte? Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ruft Betriebe zur Teilnahme an einer Feldstudie auf. Ziel ist es, die konkreten Auswirkungen des Klimawandels auf den Arbeitsalltag zu erforschen. Damit erkennt die Behörde langfristige Umweltveränderungen offiziell als neues Risikofeld an. Die Ergebnisse sollen in praxisnahe Schutzmaßnahmen und möglicherweise neue Verordnungen münden.
Verschärfte Kontrollen und neue Betreuungsmodelle
Parallel zu neuen Risiken erhöht sich der gesetzliche Druck auf Unternehmen. Seit Anfang 2026 gilt eine Mindestbesichtigungsquote: Die Landesbehörden müssen jährlich mindestens fünf Prozent aller Betriebe kontrollieren. Besonders im Visier stehen Branchen mit hohem Gefährdungspotenzial.
Gleichzeitig reformiert die neue DGUV Vorschrift 2 die betriebliche Betreuung. Eine zentrale Neuerung: Künftig können auch Arbeitspsychologen oder Ergonomie-Experten die Rolle der Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) übernehmen. Das soll frisches Know-how in die Betriebe bringen. Die Reform schafft zudem mehr Rechtssicherheit für digitale Beratungen – ein wichtiger Schritt für Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen.
Psychische Gesundheit wird zum Wettbewerbsfaktor
Neben physischen Gefahren rückt die Psyche der Mitarbeiter immer stärker in den Fokus. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber bereits, psychische Belastungen wie Dauerstress oder ständige Erreichbarkeit zu bewerten und gegenzusteuern. Initiativen wie die „Offensive Psychische Gesundheit“ des Bundesarbeitsministeriums sollen das Thema enttabuisieren.
Fachverbände fordern nun eine Novelle des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG), um psychologische Kompetenz gesetzlich fest zu verankern. In Zeiten des Fachkräftemangels wird der Schutz der mentalen Gesundheit zunehmend zum Standortvorteil im Wettbewerb um Talente.
Vom Störfall-Management zur strategischen Aufgabe
Die Entwicklungen markieren einen Paradigmenwechsel. Arbeitssicherheit ist keine reine Compliance-Pflicht mehr, sondern wird zum strategischen Managementthema. Die lückenlose Gefährdungsbeurteilung wird zum zentralen Instrument, um rechtssicher zu agieren und die Belegschaft ganzheitlich zu schützen.
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Die Öffnung für neue Berufsgruppen in der Betreuung bietet die Chance, interdisziplinär auf die komplexen Herausforderungen zu reagieren. Für Unternehmen bleibt die kontinuierliche Anpassung ihrer Arbeitsschutzstrategie eine zentrale Aufgabe – nicht nur für die Rechtssicherheit, sondern auch für die Attraktivität als Arbeitgeber.
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