Arbeitsmarkt 2026: Sicherheit schlägt Jobwechsel
11.02.2026 - 09:53:12Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt, doch Fachkräfte bleiben in ihren Jobs. Die Ära der großen Fluktuation ist vorbei – Sicherheit ist das neue Statussymbol.
Aktuelle Daten zeigen ein paradoxes Bild: Während die Arbeitslosenzahlen zu Jahresbeginn klettern, halten fest angestellte Fachkräfte an ihren Verträgen fest. Experten sprechen von der „Great Hesitation“ – dem großen Zögern. Die Experimentierfreude der Post-Pandemie-Jahre weicht einem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis.
Das Ende der „Great Resignation“
Recruiter spüren den Wandel deutlich. Das Abwerben von Talenten wird aufwendiger und teurer. „Wer einen sicheren Job hat, gibt diesen angesichts der Wirtschaftsdaten nicht leichtfertig auf“, bestätigt ein Branchenbeobachter.
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Gehaltssprünge und New-Work-Benefits, die früher lockten, verlieren an Zugkraft. Stattdessen dominiert die Angst vor der Unsicherheit. Viele Beschäftigte sind zwar latent unzufrieden, wagen den Schritt zur Kündigung aber seltener.
Ernüchternde Zahlen zum Auftakt
Die harten Fakten untermauern die Vorsicht. Laut AMS waren Ende Jänner knapp 380.000 Personen arbeitslos gemeldet. Inklusive Schulungsteilnehmern nähert sich die Zahl der 460.000.
Besonders alarmierend:
* Die Register-Arbeitslosenquote kletterte auf 8,8 Prozent.
* Die Langzeitarbeitslosigkeit nimmt zu.
* Bei Personen über 50 stieg die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich stark.
Wirtschaftsforscher hatten diese Entwicklung prognostiziert. Das erwartete Wachstum von rund einem Prozent reicht nicht aus, um den Markt nachhaltig zu entlasten.
Das Mismatch-Paradoxon
Trotz steigender Arbeitslosenzahlen klagen Unternehmen weiter über akuten Fachkräftemangel. Dieses „Mismatch“-Phänomen verschärft sich.
Die offenen Stellen passen oft nicht zu den Qualifikationen der Searchenden. Besonders in spezialisierten IT- und Handwerksberufen bleibt die Personaldecke dünn. Gleichzeitig fällt es Geringqualifizierten immer schwerer, Fuß zu fassen. Unternehmen agieren bei Neueinstellungen extrem risikoscheu.
Qualifizierung als politische Antwort
Politik und AMS setzen 2026 massiv auf Umschulung. Das Budget für aktive Arbeitsmarktpolitik wurde umgeschichtet, um Ausbildungen in Mangelberufen zu fördern. Das Ziel: „unbesetzbare“ Stellen durch Qualifizierung besetzbar machen.
Auch ältere Arbeitnehmer rücken in den Fokus. Sozialpartner fordern verstärkte Anreize für Unternehmen, erfahrene Mitarbeiter länger zu halten oder einzustellen.
Was bleibt für 2026?
Für den weiteren Jahresverlauf geben sich Experten vorsichtig optimistisch. Eine leichte Belebung in der zweiten Jahreshälfte scheint möglich – vorausgesetzt, die Inflation bleibt niedrig und Investitionen ziehen an.
Bis dahin herrscht der „Wartemodus“. Flexibilität und Weiterbildung sind die härtesten Währungen für Jobsuchende. Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, könnte den Anschluss verlieren.
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