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Aprilia RS 660 im Check: Lohnt sich der Mittelklasse-Supersportler 2026 noch?

17.02.2026 - 08:58:06

Die Aprilia RS 660 wird seit Jahren als Geheimtipp unter sportlichen Mittelklasse-Bikes gehandelt. Doch wie schlägt sie sich 2026 im Vergleich zu R7, Ninja & Co. – und ist sie für deutsche Fahrer noch ein smarter Kauf?

Leichter Supersportler, volle Elektronik und alltagstaugliche Leistung: Die Aprilia RS 660 gilt seit ihrem Start als eine der spannendsten Alternativen zu klassischen 600er-Supersportlern. Wenn du ein sportliches Bike für Landstraße, Trackdays und gelegentlichen Alltagseinsatz suchst, ist sie in Deutschland aktuell eines der interessantesten Gesamtpakete.

Statt dich mit überzüchteten 1000ern zu stressen, setzt die RS 660 auf ein vergleichsweise entspanntes Leistungsniveau, kombiniert mit Highend-Elektronik aus der V4-Welt. Unterm Strich bekommst du ein Bike, das sowohl Einsteiger mit Erfahrung (A2-Aufstieg) als auch Umsteiger von Naked-Bikes abholt – ohne dich finanziell oder fahrerisch zu überfordern.

Was Nutzer jetzt wissen müssen: Die RS 660 ist kein neues Modell mehr, aber durch Preisaktionen, ausgereifte Technik und klare Positionierung als „realer“ Supersport-Allrounder ist sie 2026 für den deutschen Markt spannender denn je.

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Analyse: Das steckt hinter dem Hype

Die Aprilia RS 660 wird von vielen Testern als „die vernünftige Supersportler-Wahl“ bezeichnet. Sie verzichtet auf die brachiale Spitzenleistung einer 1000er, liefert aber ein extrem agiles Fahrwerk, umfangreiche Assistenzsysteme und einen Motor, der auf der Landstraße deutlich öfter im nutzbaren Bereich arbeitet.

In aktuellen deutschsprachigen Tests (u. a. von Motorrad Online und 1000PS, Stand Anfang 2026) wird die RS 660 weiterhin für ihre Kombination aus Handling, Elektronik und Alltagstauglichkeit gelobt. Kritisch sehen einige Tester den Preis im Vergleich zu Yamaha R7 oder Kawasaki Ninja 650 – allerdings fällt dabei immer wieder auf, dass die Aprilia deutlich mehr Technik und Performance an Bord hat.

Key-Specs der Aprilia RS 660 im Überblick

Merkmal Aprilia RS 660*
Motor Reihen-Zweizylinder, Euro-5, flüssigkeitsgekühlt
Hubraum ca. 659 cm³
Leistung rund 100 PS (je nach Marktversion), A2-taugliche Drosselvarianten verfügbar
Drehmoment knapp 67 Nm (Herstellerangabe, marktabhängig)
Gewicht fahrfertig etwa 183 kg (mit allen Betriebsstoffen)
Sitzhöhe ca. 820 mm
Elektronik Ride-by-Wire, Fahrmodi, Traktionskontrolle, Kurven-ABS, Wheelie-Control, optional Quickshifter (je nach Ausstattung)
Display Vollfarb-TFT, Konnektivitätsfunktionen je nach Ausstattung
Einsatzbereich Sportliche Landstraße, Trackdays, kurze Pendelstrecken
Homologation Für den EU-Markt inkl. Deutschland erhältlich (Euro-5-konform)

*Alle Werte dienen als Orientierung und können je nach Baujahr, Ausstattungslinie und Marktversion leicht variieren. Verbindliche Angaben liefert der Hersteller bzw. der deutsche Händler.

Warum die RS 660 für den deutschen Markt relevant bleibt

Die deutsche Führerscheinrealität spielt der RS 660 in die Karten: Viele Fahrer steigen nach A2 (48 PS) nicht direkt auf eine 200-PS-Rakete um, sondern suchen etwas Sportliches, das im Alltag nicht völlig überdimensioniert ist. Genau hier positioniert sich die Aprilia.

Die Maschine ist über das Händlernetz von Piaggio/Aprilia in Deutschland regulär erhältlich, inklusive A2-konfigurierter Versionen – ein wichtiges Argument für junge Fahrer. In aktuellen deutschen Foren und YouTube-Kommentaren wird sie häufig als Alternative genannt, wenn man von Bikes wie Yamaha MT-07, R7 oder Honda CBR650R „etwas Besonderes“ will.

Deutschland-spezifisch interessant: In mehreren Regionen berichten Händler 2025/2026 von Rabattaktionen auf Restbestände einzelner Baujahre, um Platz für neue Modelljahrgänge zu schaffen. Dadurch wird das Preis-Leistungs-Verhältnis für deutsche Käufer spürbar attraktiver, besonders im Vergleich zu japanischen Mitbewerbern, die preislich angezogen haben.

Fahrgefühl: Zwischen Supersport und Alltag

In Testberichten aus dem deutschsprachigen Raum wird die RS 660 immer wieder für ihr leichtes, vertrauenerweckendes Handling gelobt. Der schmale Zweizylinder erlaubt eine kompakte Bauweise, die sich beim Einlenken und schnellen Wechselkurven bemerkbar macht.

Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht so radikal wie bei reinen Rennstrecken-Bikes. Mehrere Tester betonen, dass man mit der RS 660 durchaus auch längere Tagestouren fahren kann, ohne sich komplett zu verkrampfen. Trotzdem bleibt sie klar auf der sportlichen Seite – wer primär bequem pendeln will, ist mit der Tuono 660 oder einem Naked-Bike aus dem Piaggio-Konzern vermutlich besser bedient.

Der Motor liefert im mittleren Drehzahlbereich ordentlich Punch, ohne untenrum tot zu sein. Auf der Landstraße bedeutet das: Du musst nicht permanent im Begrenzer hängen, um Spaß zu haben. Auf der Autobahn ist die Höchstleistung ausreichend, aber die RS 660 bleibt ein Bike, das sich am wohlsten in kurvigen Regionen wie Eifel, Schwarzwald oder Alpen fühlt.

Elektronik: Superbike-Features in der Mittelklasse

Ein entscheidender USP gegenüber vielen japanischen Konkurrenten ist die umfangreiche Elektronik. Je nach Ausstattung bekommst du:

  • mehrstufige Traktionskontrolle
  • Kurven-ABS (Cornering ABS)
  • anpassbare Fahrmodi (Straße, Regen, Track etc.)
  • Wheelie-Control
  • optional Quickshifter/Blipper für kupplungslose Gangwechsel

Gerade für weniger erfahrene deutsche Fahrer, die neu in die Supersport-Welt einsteigen, geben diese Helfer ein Sicherheitsplus – ohne den Fahrspaß komplett zu kastrieren. In aktuellen Tests wird wiederholt positiv hervorgehoben, wie feinfühlig die Systeme arbeiten.

Verbrauch, Unterhalt und Alltag

Realistische Verbrauchswerte aus deutschen Tests bewegen sich zwar modell- und fahrstilabhängig, sind aber in der Regel deutlich niedriger als bei 1000er-Superbikes. Für Pendler mit sportlichem Anspruch bleibt die RS 660 trotzdem eher ein Spaß- als ein Vernunftfahrzeug, aber sie ruiniert kein Haushaltsbudget.

Beim Thema Unterhalt solltest du in Deutschland neben Versicherung und Steuer auch Werkstattdichte und Ersatzteilpreise im Blick behalten. Hier haben Yamaha, Honda oder Kawasaki ganz klar die Nase vorn, was die Anzahl der Vertragshändler angeht. Allerdings hat Piaggio das Aprilia-Händlernetz in den letzten Jahren in Deutschland ausgebaut, und Erfahrungsberichte zeigen, dass Service-Termine in den meisten Regionen gut planbar sind.

Wichtig: Einige Langzeitnutzer berichten in Foren von kleineren Elektronik- und Software-Themen (z. B. sporadische Fehlermeldungen, Sensorthemen). Diese scheinen aber eher Einzelfälle bzw. frühe Baujahre zu betreffen und wurden laut Werkstatt-Rückmeldungen meist über Updates oder Garantieleistungen gelöst. Vor dem Kauf lohnt der Blick in aktuelle deutsche Foren und Facebook-Gruppen zur RS 660, um sich ein Bild vom jeweiligen Modelljahr zu machen.

Preis & Konkurrenz im deutschen Umfeld

Konkrete, tagesaktuelle Preise variieren in Deutschland je nach Händler, Region und laufenden Aktionen. In Listenpreisen liegt die Aprilia RS 660 meist oberhalb einfacher Mittelklasse-Sportler wie Yamaha R7 oder Kawasaki Ninja 650, aber unterhalb vollwertiger Supersportler mit Vierzylindern.

Der Preisunterschied zu den günstigeren Japanern lässt sich in vielen Tests durch mehr Elektronik, hochwertigere Federelemente und ein deutlich sportlicheres Gesamtpaket rechtfertigen. Händler in Deutschland bieten immer wieder Tageszulassungen oder Vorführer mit deutlichem Nachlass an – wer flexibel ist, kann hier ein starkes Gesamtpaket bekommen.

Spannend ist der Vergleich mit Gebrauchten: In deutschen Online-Börsen sind gebrauchte RS-660-Modelle inzwischen etabliert, teilweise mit interessanten Preisen gegenüber Neufahrzeugen. Wer bereit ist, ein gepflegtes Exemplar mit nachvollziehbarer Historie zu suchen, kann hier die Wertigkeit des Bikes sichern, ohne den vollen Neupreis zu zahlen.

Das sagen die Experten (Fazit)

Fasst man die aktuellen Stimmen aus deutschen Fachmagazinen, YouTube-Reviews und Community-Kommentaren zusammen, ergibt sich ein ziemlich klares Bild: Die Aprilia RS 660 ist eines der spannendsten Sportbikes für den realen Straßenalltag.

Pluspunkte, die immer wieder genannt werden:

  • Agiles, leichtfüßiges Fahrwerk, das sowohl auf Landstraßen als auch bei Trackdays überzeugt.
  • Starker Zweizylinder mit gut nutzbarem Drehmoment, ohne dich zu überfordern.
  • Umfangreiche Elektronik auf Superbike-Niveau, die in dieser Mittelklasse nicht selbstverständlich ist.
  • Eigenständiges Design, das sich klar von der Masse der Japaner abhebt.
  • A2-Potenzial: Für Aufsteiger interessant, die nach der Drossel ein „echtes“ Sportbike behalten wollen.

Kritikpunkte, die du kennen solltest:

  • Im direkten Vergleich zu Yamaha R7 oder Ninja 650 höherer Einstiegspreis, vor allem ohne Rabatte.
  • Händler- und Servicenetz in Deutschland weniger dicht als bei den großen Japanern – je nach Region wichtig.
  • Vereinzelte Berichte über Elektronik-Kleinigkeiten bei frühen Baujahren, die aber häufig per Update/Garantie behoben wurden.

Wenn du in Deutschland nach einem sportlichen, aber alltagstauglichen Supersportler suchst und Wert auf moderne Elektronik, Charakter und Design legst, ist die Aprilia RS 660 weiterhin ein extrem interessantes Bike. Bist du bereit, dich ein wenig intensiver mit Händlerwahl, Probefahrt und eventuell auch Gebrauchtmarkt zu befassen, bekommst du ein Motorrad, das abseits des Mainstreams unterwegs ist – und auf Landstraßen wie auch auf der Rennstrecke ein sehr breites Grinsband hinterlässt.

Wer maximalen Wiederverkaufswert, simple Händlerdichte und absolute Vernunft priorisiert, ist mit einer japanischen Alternative besser beraten. Wer aber Emotion, Technik und Leichtfüßigkeit sucht, sollte die Aprilia RS 660 2026 definitiv noch auf der Shortlist haben.

@ ad-hoc-news.de

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