Applovin Aktie: Unter Druck
05.02.2026 - 20:36:30Künstliche Intelligenz sorgt gerade in der digitalen Werbewelt für Nervosität – und Applovin gerät dabei zwischen die Fronten. Zwar liefert das Unternehmen operativ weiterhin starke Zahlen, doch an der Börse zählt im Moment vor allem die Frage, ob KI die Spielregeln im Werbemarkt neu schreibt. Zusätzlich senden große Investoren widersprüchliche Signale, was die Schwankungen verstärkt.
KI-Sorgen treffen die Werbebranche
Der aktuelle Gegenwind kommt nicht aus dem operativen Geschäft, sondern aus dem Umfeld. Auslöser für neue Unsicherheit war unter anderem Alphabets Ankündigung hoher Investitionen in KI-Infrastruktur für 2026. Das schürt die Sorge, dass „klassische“ digitale Werbemodelle an Wirksamkeit verlieren könnten, wenn KI-getriebene Plattformen Budgets und Wertschöpfung umverteilen.
Applovin wurde in diesem Klima zusammen mit anderen Software- und Adtech-Titeln in einen breiteren Tech-Abverkauf hineingezogen. Der Kurs hat in den vergangenen 7 Tagen stark nachgegeben (–31,95%) – ein klares Zeichen, wie angespannt die Stimmung in dem Segment derzeit ist.
Operativ robust – aber der Markt wartet auf Q4
Fundamental lieferte Applovin zuletzt Argumente für die Bullen: Im dritten Quartal 2025 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 1,41 Mrd. USD, ein Plus von 68,2% gegenüber dem Vorjahr. Auch beim Gewinn pro Aktie lag Applovin über den Erwartungen: 2,45 USD nach einem Konsens von 2,34 USD.
Trotzdem wirkt der Markt vor den nächsten Zahlen vorsichtiger. Denn jetzt geht es weniger um das, was war – sondern darum, ob Applovin seine KI-Story (Axon 2.0) und die Expansion Richtung E-Commerce so umsetzen kann, dass sie die aktuellen KI-Disruptionsängste entkräftet. Kann das Unternehmen zeigen, dass KI für Applovin eher Rückenwind als Risiko ist?
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Geteilte Signale bei Großanlegern und Insidern
Zusätzlichen Zündstoff liefern die jüngsten Einblicke in das Verhalten großer Investoren: Einige reduzieren ihre Positionen, andere bauen deutlich aus. In SEC-Meldungen zeigte sich im dritten Quartal ein gemischtes Bild:
- Verkäufer: Envestnet Asset Management senkte den Bestand um 7,3% auf rund 470.289 Aktien; BI Asset Management reduzierte um 26,1%.
- Käufer: Jones Financial Companies erhöhte die Position um 58,5% auf 13.176 Aktien; auch Concurrent Investment und Mediolanum stockten auf.
- Institutionelle Quote: Rund 41,85% der ausstehenden Aktien liegen bei institutionellen Investoren.
Auch Insiderverkäufe aus Ende 2025 flossen in die Stimmung ein. Director Eduardo Vivas verkaufte im November 150.000 Aktien im Wert von rund 97,6 Mio. USD. CTO Vasily Shikin trennte sich zudem von Aktien im Wert von 14,8 Mio. USD – laut Quelle im Rahmen eines vorab festgelegten Rule-10b5-1-Plans (eingeführt im Dezember 2024).
Zum nächsten Lackmustest wird der 11. Februar 2026: Dann legt Applovin die Q4-Zahlen vor – und muss konkret zeigen, dass Axon 2.0 und die E-Commerce-Diversifizierung in einem KI-getriebenen Werbemarkt nicht nur eine Erzählung sind, sondern messbar tragen.
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