Apple HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue HomePod 2 als Smartspeaker wirklich?
08.02.2026 - 22:43:30Wenn der Apple HomePod 2 zum ersten Mal loslegt, wirkt der Raum plötzlich größer, als er eigentlich ist. Stimmen stehen klar im Raum, Bässe rollen körperlich, ohne zu dröhnen – genau dieser Moment entscheidet, ob der HomePod 2 mehr ist als nur ein weiterer Smartspeaker im Apple-Kosmos.
Optisch bleibt Apple beim vertrauten Stoffzylinder, akustisch hat sich unter dem Mesh aber einiges getan. Die Frage ist: Lohnt sich der Wechsel vom ersten Apple HomePod – oder vielleicht sogar von einem Echo oder Sonos – wirklich?
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Im Inneren des Apple HomePod 2 arbeitet ein kräftiger High-Excursion-Woofer, der für den tiefen, physisch spürbaren Bass zuständig ist. Dazu kommen fünf Hochtöner in einem 360-Grad-Array – weniger als beim ersten HomePod, der noch auf sieben Tweeter setzte, dafür aber effizienter angesteuert. Gesteuert wird das Ganze vom S7-Chip, bekannt aus der Apple Watch, der hier allerdings die Klangarchitektur in Echtzeit analysiert und an den Raum anpasst.
Das Ergebnis: Der HomePod 2 klingt im Alltag souverän kontrolliert. Der Bass drückt überraschend präzise, gerade bei elektronischer Musik und modernen Pop-Produktionen. Wer vom alten Apple HomePod kommt, merkt: Der neue Smartspeaker wirkt minimal weniger „hell“ im Hochton, dafür ausgewogener – weniger Showeffekt, mehr Langzeittauglichkeit. Höhen bleiben luftig genug, Sibilanten werden aber etwas sanfter behandelt, was lange Hörsessions angenehmer macht.
Spannend wird es, wenn der Apple HomePod 2 seine Spatial-Audio-Fähigkeiten ausspielt. Mit Dolby-Atmos-Tracks über Apple Music stellt der Smartspeaker Stimmen sauber in die Mitte, Instrumente staffeln sich erstaunlich plastisch nach hinten und zur Seite. Im Solo-Betrieb ist das eher eine weite, kugelförmige Bühne, die den Raum akustisch aufbläst.
Richtig eindrucksvoll wird es im Stereo-Paar: Zwei HomePod 2 vor dem Fernseher können – in Kombination mit einem Apple TV 4K – ein echtes 3D-Audio-Setup simulieren. Ein dedizierter AV-Receiver ersetzt das noch nicht, aber als minimalistische, wohnzimmertaugliche Lösung spielt dieses Setup deutlich über typischen Soundbars der Mittelklasse. Explosionen haben Volumen, Dialoge bleiben verständlich, Soundeffekte lösen sich sauber vom Gerät.
Als Smartspeaker ist der Apple HomePod 2 konsequent im Apple-Universum verankert. Siri reagiert hörbar schneller als bei der ersten Generation, versteht in normaler Lautstärke auch Befehle bei laufender Musik erstaunlich zuverlässig. „Endlich versteht Siri auch in der Küche, was ich will“ – dieser Satz fällt schnell, wenn Timer, Intercom-Nachrichten oder HomeKit-Szenen im Alltag übernommen werden.
Wichtig: Der HomePod 2 unterstützt Matter und Thread. Das macht ihn zu einem leistungsfähigen Smart-Home-Hub für kompatible Geräte, auch jenseits klassischer HomeKit-Komponenten. Smarte Lampen, Steckdosen oder Sensoren lassen sich über die Home-App steuern, egal ob sie von Nanoleaf, Eve oder anderen Herstellern stammen, solange sie Matter sprechen. In der Praxis heißt das: weniger App-Chaos, mehr zentrale Steuerung – sofern man konsequent auf den Apple-Weg setzt.
Gegenüber dem ersten Apple HomePod fügt der Apple HomePod 2 ein paar pragmatische Extras hinzu: Ein integrierter Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor erlaubt Automationen wie „Heizung absenken, wenn es wärmer als 22 Grad wird“ oder „Luftbefeuchter einschalten, wenn die Luft unter 40 % fällt“. Das klingt nach Detail, ist aber im Smart-Home-Alltag enorm praktisch, weil man sich zusätzliche Sensoren sparen kann.
Ebenfalls sinnvoll: Die Erkennung von Rauch- und Kohlenmonoxid-Alarmen. Klingelt irgendwo ein kompatibler Melder, kann der HomePod 2 das Signal erkennen und eine Benachrichtigung aufs iPhone schicken. Es ersetzt keinen zertifizierten Rauchmelder, ist aber ein Sicherheitsnetz, das es beim alten Apple HomePod so nicht gab.
Im Vergleich zu Alternativen wie Amazons Echo Studio oder einem Sonos One positioniert sich der Apple HomePod 2 klar als Premium-Lösung für iPhone-Nutzer. Klanglich spielt er mit seinem kraftvollen Woofer und der ausgeklügelten Raumkorrektur mindestens auf Augenhöhe mit diesen Konkurrenten, teils darüber – besonders, wenn man Wert auf saubere Mitten und stabile Stimmabbildung legt. Der Echo Studio wirkt im Bass gelegentlich lauter, aber weniger kontrolliert; Sonos überzeugt mit Multiroom-Flexibilität, kommt aber ohne die tiefe Siri- und Apple-Home-Integration.
Der Haken: Wer außerhalb des Apple-Kosmos unterwegs ist, hat wenig Freude. Kein Bluetooth-Streaming im klassischen Sinn, kein Spotify Connect, kein Android-Support – der HomePod 2 mag Apple Music, AirPlay 2 und iOS. Punkt. Genau hier entscheidet sich, ob der Smartspeaker genial oder frustrierend ist. Für Apple-User ist die nahtlose Bedienung per iPhone, iPad oder Mac ein Segen, für alle anderen eine harte Wand.
Im Alltag gefällt, wie unauffällig der Apple HomePod 2 funktioniert. Ein iPhone in die Nähe halten, schon übernimmt der Smartspeaker die Wiedergabe nahtlos per Handoff. Multiroom über mehrere Apple HomePod oder andere AirPlay-2-Lautsprecher funktioniert stabil, Szenen und Automationen lassen sich intuitiv in der Home-App bauen. Der Smartspeaker wird damit weniger zum Gadget, mehr zur akustischen Infrastruktur in der Wohnung.
Perfekt ist er dennoch nicht. Audiophile, die gerne an Klangkurven schrauben, werden eine manuelle EQ-Funktion schmerzlich vermissen; Apple vertraut voll auf die eigene DSP-Magie. Wer seine Tracks exakt nach Geschmack tunen will, fühlt sich bevormundet. Außerdem bleibt der Preis deutlich über typischen Mainstream-Smartspeakern – der HomePod 2 ist ein Luxus-Baustein für ein ohnehin nicht günstiges Apple-Ökosystem.
Unterm Strich ist der Apple HomePod 2 genau das Produkt, das Apple-Fans erwartet haben: ein Smartspeaker, der klanglich ernst zu nehmen ist, visuell wohnzimmertauglich bleibt und sich tief in das Apple-Universum einnistet. Für Nutzer, die bereits iPhone, Apple TV und Apple Music verwenden, ist der Smartspeaker fast schon der logische nächste Schritt – vor allem als Stereo-Paar unter dem Fernseher.
Für alle, die Plattform-Freiheit, Spotify Connect oder Android-Kompatibilität wollen, ist der HomePod 2 dagegen schwer zu empfehlen. Wer sich aber bewusst im Apple-Kosmos bewegt und Wert auf satten, kontrollierten Sound mit cleveren Smart-Home-Fähigkeiten legt, bekommt hier einen der spannendsten Apple Smartspeaker seiner Klasse.


