Apple HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue HomePod 2 als smarter Premium-Speaker?
07.02.2026 - 20:49:12Wenn der Apple HomePod 2 den Raum füllt, wirkt Musik fast körperlich: Stimmen stehen klar im Raum, Bässe schieben federnd statt plump zu wummern. Der HomePod 2 will nicht nur besser klingen als sein Vorgänger, er will zur klangstarken Schaltzentrale im Apple-Heim werden. Die Frage ist: Reicht das Update, um vom guten Smartspeaker zum unverzichtbaren Audio-Hub zu werden?
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Optisch bleibt Apple beim bekannten Konzept: Zylindrisches Design mit akustisch transparentem Mesh, oben ein beleuchtetes Touchfeld, das bei Siri-Anfragen aufflammt. Der Apple HomePod wirkt bewusst unaufgeregt – eher wie ein ruhiges Möbelstück als ein technisches Statement. Genau das lässt ihn in Wohnzimmern, Küchen oder Schlafzimmern sehr selbstverständlich wirken.
Im Inneren hat sich allerdings deutlich mehr getan. Herzstück des HomePod 2 ist der S7-Chip, der schon in der Apple Watch steckte. Er steuert eine akustische Architektur aus einem High-Excursion-Woofer und einem Ring aus fünf Hochtönern mit eigenen Verstärkern. Im Vergleich zum ersten Apple HomePod, der sieben Tweeter an Bord hatte, ist das Array schlanker, aber smarter angesteuert.
Der Bass-Woofer im HomePod 2 arbeitet mit einem besonders großen Hub. Das sorgt für spürbaren Tiefbass, ohne dass der Speaker zum dröhnenden Subwoofer mutiert. Gerade bei elektronischer Musik oder Filmsoundtracks fällt auf: Der Bass drückt überraschend präzise, bleibt kontrolliert und verliert auch bei höheren Lautstärken kaum an Kontur. Wer vom kleinen Smart-Speaker eines anderen Herstellers kommt, merkt sofort, dass der Apple HomePod eine andere Liga ist.
Die fünf Hochtöner sind im unteren Bereich des Gehäuses ringförmig angeordnet und feuern nach außen. In Kombination mit Raumerkennung über integrierte Mikrofone und die Rechenpower des S7 entsteht ein sehr räumlicher Klangteppich. Der HomePod 2 analysiert laufend den Raum – reflektierende Flächen, Wände, Position auf dem Sideboard – und passt die Abstrahlung dynamisch an. Das passiert automatisch, ohne App-Gefrickel.
Spannend wird es mit 3D Audio und Dolby Atmos. In Verbindung mit Apple Music, Apple TV 4K oder passenden Inhalten entfaltet der Apple Smartspeaker eine fast schon kinoreife Bühne. Stimmen lösen sich sauber vom Gehäuse, Effekte scheinen über den Kopf hinweg oder seitlich am Hörplatz vorbeizuziehen. Mit einem einzigen HomePod 2 ist das bereits beeindruckend, mit einem Stereo-Paar wächst die Illusion deutlich. Zwei smarte Lautsprecher werden so zu einem ernstzunehmenden TV-Soundsystem – gerade in kleineren bis mittelgroßen Räumen.
Im direkten Vergleich mit dem ersten HomePod wirkt der HomePod 2 klarer abgestimmt. Wo der Vorgänger manchmal etwas voluminös im Oberbass klang, spielt das neue Modell straffer und definierter. Höhen wirken luftiger, Details in sanften Passagen – etwa Jazz-Becken oder leise Rauminformationen in Live-Aufnahmen – kommen besser durch. Audiophile finden hier keinen Studiomonitor, aber einen sehr ausgewogenen, musikalischen Smartspeaker, der deutlich mehr kann als „nur nebenbei dudeln“.
Gegenüber vielen anderen Smartspeakern wirkt der HomePod 2 vor allem bei leisen und mittleren Lautstärken erwachsener. Er muss nicht laut aufdrehen, um Details hörbar zu machen. In dieser Disziplin zieht so mancher Konkurrent von Amazon oder Google den Kürzeren, die in der unteren Preisklasse stärker auf Effektsound als auf Feindynamik setzen.
Der HomePod 2 ist aber nicht nur Lautsprecher, sondern konsequent Apple-Smarthub. Als Steuerzentrale für HomeKit und Matter-fähige Geräte kann er das komplette Smart Home orchestrieren: Lichter, Heizung, Rollos, Kameras – alles lässt sich über Sprache oder Automationen kontrollieren. Dank Matter-Unterstützung öffnet sich der Apple HomePod weiter in Richtung herstellerübergreifende Smart-Home-Welt, was ihn zukunftssicherer macht als so manchen reinen HomeKit-Hub.
Siri bleibt die Stimme des Systems. Der Sprachassistent reagiert auf den HomePod 2 spürbar schneller und verlässlicher als früher – das Mikrofon-Array versteht auch aus einem anderen Raum oder bei laufender Musik erstaunlich gut. „Endlich versteht Siri mich, wenn im Hintergrund Musik läuft“ ist ein Satz, den man im Alltag häufiger denkt, als man erwartet. Dennoch: Im Vergleich zu Alexa ist Siri bei Smart-Home-Skills und Drittanbieter-Integrationen weiterhin etwas eingeschränkter. Wer stark auf komplexe Routinen mit unzähligen Diensten setzt, muss im Apple-Ökosystem manchmal um die Ecke denken.
Die Stärken im Alltag liegen klar bei Musik, HomeKit und nahtloser Integration in Apple-Produkte. Ein iPhone in die Nähe halten, per U1-Chip Handoff nutzen und die Playlist springt vom Handy auf den HomePod 2 – dieser Übergang fühlt sich irritierend selbstverständlich an. Apple TV 4K erkannt, HomePod 2 als Standard-TV-Lautsprecher gewählt, fertig. AirPlay 2 sorgt zudem dafür, dass mehrere HomePods, Apple TV und kompatible Boxen zu einem Multiroom-System verschmelzen.
Im Verbund aus zwei HomePod 2 vor einem Fernseher entsteht ein sehr stimmiges Setup. Dialoge werden klar zentriert, Effekte weiten sich nach außen – fast wie eine unsichtbare Soundbar mit echten Stereokanälen. Gegenüber dem ersten Apple HomePod ist die Sprachverständlichkeit noch einmal verbessert. Wer oft Serien und Filme über Apple TV schaut, bekommt hier eine elegante, kabellose Lösung ohne zusätzlichen AV-Receiver.
Natürlich hat der HomePod 2 auch seine Grenzen und Eigenheiten. Der Klang ist auf Musikdienste und Inhalte ausgelegt, die mit der Apple-Welt harmonieren – Apple Music ist klar erster Bürger. Andere Dienste funktionieren über AirPlay einwandfrei, wirken aber nicht so tief integriert. Klassische HiFi-Features wie analoge Eingänge oder frei konfigurierbare EQ-Kurven fehlen, was Puristen einschränken kann. Apple verfolgt konsequent die Idee: Auspacken, einrichten, vergessen – ohne Schraubenzieher und ohne Klangmenüs.
Preislich positioniert sich der HomePod 2 im oberen Segment der Smartspeaker. Verglichen mit günstigeren Modellen von Amazon oder Google ist er klar teurer, nähert sich aber eher hochwertigen WLAN-Lautsprechern und kompakten HiFi-Systemen an. Wer bereits tief im Apple-Universum steckt, bekommt dafür eine selten enge Verzahnung von Klang, Smart Home und Bedienkomfort.
Spannend ist auch der Blick auf Alternativen: Ein einzelner hochwertiger Bluetooth-Lautsprecher mag mobil flexibler sein, erreicht in der Regel aber nicht die Raumfülle und Smart-Home-Tiefe des HomePod 2. Eine dedizierte Soundbar mit Subwoofer kann bei Filmaction noch mehr Druck liefern, fügt sich optisch und systemisch aber nicht so nahtlos ein, wenn iPhone, iPad, Mac und Apple TV im Alltag ständig im Einsatz sind.
Unterm Strich ist der HomePod 2 besonders dann sinnvoll, wenn du bereits iPhone, vielleicht ein iPad oder Mac und idealerweise ein Apple TV nutzt – also im Apple-Ökosystem zu Hause bist. Dann arbeitet der Apple Smartspeaker fast friktionsfrei: Musik starten per Siri, Timer in der Küche, Licht im Wohnzimmer dimmen, Türsensoren checken, TV-Sound verbessern – alles bündelt sich in einem unauffälligen Zylinder, der akustisch weit größer wirkt als er aussieht.
Wer dagegen komplett außerhalb der Apple-Welt unterwegs ist, viele Google- oder Alexa-Geräte besitzt oder primär auf Spotify mit tiefen Sprachintegrationen setzt, sollte genauer abwägen. Der HomePod 2 kann vieles davon via AirPlay abbilden, spielt seine Stärken aber ganz klar in der Apple-Welt aus.
Für Apple-Nutzer, die Wert auf Klangqualität, saubere 3D-Audio-Wiedergabe und ein ruhiges, unaufgeregtes Design legen, ist der HomePod 2 ein konsequentes Upgrade – sowohl vom ersten HomePod als auch von kleineren Apple-Lautsprechern. Er klingt reifer, ist smarter vernetzt und fungiert als solide Basis für ein modernes, Matter-fähiges Smart Home.


