Antientzündliche Ernährung senkt Sterberisiko um 24 Prozent
24.02.2026 - 12:16:59 | boerse-global.deEine konsequent entzündungshemmende Ernährung kann das allgemeine Sterberisiko um bis zu 24 Prozent reduzieren. Das belegt eine groß angelegte Studie, die kürzlich im Fachjournal "Science Advances" veröffentlicht wurde. Gleichzeitig zeigt eine weitere Analyse, dass spezielle Diäten Entzündungsmarker bei Autoimmunerkrankungen deutlich senken.
Diese wissenschaftlichen Durchbrüche fallen genau in die Vorbereitungen des 63. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Dort diskutieren Experten Anfang März in Kassel unter dem Leitthema "Ernährung und Mikrobiom" die neuesten Erkenntnisse. Die aktuellen Daten unterstreichen: Unsere tägliche Nahrung ist mehr als Kalorien – sie steuert direkt unser Immunsystem.
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Studie mit über 100.000 Teilnehmern liefert klare Evidenz
Forscher werteten für die "Science Advances"-Studie die Daten von 103.649 Teilnehmern der UK Biobank aus. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 10,6 Jahren zeigte sich ein eindeutiger Trend. Personen mit der entzündungshemmendsten Ernährung hatten ein deutlich geringeres Sterberisiko.
Besonders eine spezielle Diät zur Diabetesprävention schnitt gut ab. Sie reduzierte die Todesfälle um 24 Prozent im Vergleich zur Gruppe mit den ungünstigsten Essgewohnheiten. Eine hohe Zufuhr von Ballaststoffen zeigte starke Schutzeffekte. Der regelmäßige Konsum von zuckerhaltigen Getränken erhöhte das Risiko dagegen drastisch.
Mediterrane Kost hilft bei Multipler Sklerose
Parallel liefert eine Metaanalyse in "Multiple Sclerosis and Related Disorders" wichtige Erkenntnisse für die Praxis. Die Auswertung von 13 klinischen Studien bei Multipler Sklerose ergab: Modifizierte mediterrane und antientzündliche Diäten senken den Entzündungsmarker CRP messbar ab.
Die Dauer der Ernährungsumstellung spielt eine entscheidende Rolle. Die stärksten Effekte zeigten sich in Studien, die sechs Monate oder länger andauerten. Experten sehen darin einen klaren Beleg für den langfristigen Nutzen der Ernährungsintervention.
So wirkt die Ernährung im Darm
Die Mechanismen hinter diesen Effekten sind komplex und eng mit der Darmflora verknüpft. Eine antientzündliche Ernährung zielt darauf ab, oxidativem Stress entgegenzuwirken und Entzündungsbotenstoffe zu drosseln. Im Zentrum stehen frisches Gemüse, Beeren, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte.
Diese Lebensmittel sind reich an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien. Ballaststoffe aus pflanzlichen Quellen stärken die Darmbarriere. Darmbakterien fermentieren sie zu kurzkettigen Fettsäuren, die die Darmschleimhaut nähren. Das verhindert, dass schädliche Stoffe in den Blutkreislauf gelangen.
Gleichzeitig fordert das Konzept den Verzicht auf entzündungsfördernde Komponenten. Dazu zählen hochverarbeitete Lebensmittel, zugesetzter Zucker und ein Übermaß an gesättigten Fettsäuren. Die Reduktion dieser Bestandteile verhindert Blutzuckerspitzen, die chronische Entzündungen befeuern.
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Neue Studien untersuchen Ernährung als Therapie
Die Tragweite dieser Ernährungsstrategie zeigt sich in neuen klinischen Studien. So wurde kürzlich das Protokoll für eine Untersuchung bei akuter Pankreatitis veröffentlicht. Einen Tag später kündigte ein australisches Forschungsinstitut eine große Doppelblindstudie an.
Diese innovative Untersuchung soll prüfen, ob eine streng antientzündliche Ernährung die Wirksamkeit eines Standardmedikaments bei Colitis ulcerosa verstärken kann. Branchenbeobachter werten diese Studien als klaren Beleg: Die Ernährungstherapie tritt aus ihrer komplementären Nische heraus und wird zur Säule der evidenzbasierten Medizin.
Personalisierte Ernährung als Zukunftskonzept
Der trend in der Forschung bewegt sich weg von pauschalen Diätplänen. Stattdessen setzen Wissenschaftler auf hochgradig personalisierte Konzepte. Diese sollen genetische Voraussetzungen, Stoffwechselparameter und die individuelle Darmflora jedes Patienten berücksichtigen.
Auf dem bevorstehenden DGE-Kongress werden Experten debattieren, wie ein gesundes Mikrobiom durch gezielte Lebensmittelauswahl moduliert werden kann. Der Einsatz fortschrittlicher Analysetechnologien soll schon in naher Zukunft präzise Daten liefern. Sie zeigen, wie Nahrungsbestandteile, Darmbakterien und der Arzneimittelstoffwechsel interagieren.
Für Patienten bedeutet diese Entwicklung eine vielversprechende Perspektive. Durch alltägliche, wissenschaftlich fundierte Entscheidungen können sie aktiv auf chronische Entzündungen Einfluss nehmen. Das Ziel: die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu sichern.
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