Anthropics, KI-Scanner

Anthropics KI-Scanner erschüttert Cybersicherheitsbranche

24.02.2026 - 23:30:21 | boerse-global.de

Der KI-Sicherheitsspezialist Anthropic stellt einen kontextuellen Code-Scanner vor, der etablierte Anbieter herausfordert und zu deutlichen Kursverlusten an der Börse führt.

KI-Sicherheitsspezialist Anthropic stellt einen KI-gestützten Schwachstellen-Scanner vor – und löst einen Kurssturz bei etablierten Sicherheitsunternehmen aus. Das neue Tool Claude Code Security nutzt generative KI, um proaktiv Softwarefehler zu finden und Lösungen vorzuschlagen. Es markiert eine Zeitenwende in der Bedrohungserkennung.

Veröffentlicht: Dienstag, 24. Februar 2026

Die KI-Firma Anthropic hat mit einem neuen Dienst den Cybersicherheitsmarkt aufgerüttelt. Am 20. Februar stellte das Unternehmen Claude Code Security in einer eingeschränkten Forschungsvorschau vor. Das Tool, das in die bestehende Claude-Code-Plattform integriert ist, durchsucht Software-Code mit fortschrittlicher KI nach Sicherheitslücken. Anders als herkömmliche Scanner, die bekannte Bedrohungsmuster abgleichen, analysiert die KI den Code kontextuell. Dadurch kann sie komplexe und bisher unentdeckte Schwachstellen identifizieren. Die Ankündigung ließ die Aktienkurse mehrerer börsennotierter Cybersicherheitsunternehmen deutlich einbrechen, als Investoren das veränderte Wettbewerbsumfeld neu bewerteten.

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Vom Musterabgleich zur kontextuellen Analyse

Traditionelle Schwachstellen-Scanner, oft als Static Application Security Testing (SAST)-Tools bekannt, arbeiten seit langem nach einem einfachen Prinzip: Sie vergleichen Code mit einer Bibliothek bekannter Fehlermuster. Diese Methode ist bei gängigen Problemen effektiv, übersieht aber häufig subtilere oder komplexere Lücken – etwa in der Geschäftslogik oder bei Zugriffskontrollen.

Claude Code Security bricht radikal mit diesem Modell. Basierend auf Anthropics leistungsstarkem Claude Opus 4.6-Modell führt das Tool eine tiefgreifendere Analyse durch. Es verfolgt Datenflüsse und kartiert die Interaktionen verschiedener Softwarekomponenten. In internen Tests soll das System über 500 bisher unbekannte, kritische Schwachstellen in etablierten Open-Source-Codebasen identifiziert haben. Diese Fähigkeit ermöglicht es Entwicklungs- und Sicherheitsteams, Probleme zu finden, die konventionelle Methoden wahrscheinlich übersehen hätten.

Börsenschock und ein neues Wettbewerbsfeld

Die Markteinführung von Claude Code Security löste sofort Erschütterungen aus. Nach der Ankündigung am 20. Februar brachen die Aktienkurse mehrerer etablierter Sicherheitsanbieter deutlich ein. Besonders betroffen waren Unternehmen mit Fokus auf Code-Scanning und Schwachstellen-Management. Einige Firmen verzeichneten in den folgenden Handelstagen Kursverluste von bis zu 25 Prozent.

Die Reaktion der Märkte spiegelt eine wachsende Sorge der Investoren wider: Große KI-Plattformanbieter könnten hochentwickelte Sicherheitsfunktionen in ihre bestehenden Entwicklerprodukte integrieren. Dieser Trend hat das Potenzial, die Margen etablierter Anbieter unter Druck zu setzen und die Wertschöpfungskette der Cybersicherheit grundlegend zu verändern. Analysten zufolge sind die Segmente Statische Analyse und Anwendungssicherheit besonders anfällig für diese Disruption. Die Fähigkeit der KI, Code-Reviews zu automatisieren und zu verbessern, stellt hier eine direkte Herausforderung für bestehende Geschäftsmodelle dar.

Das Dual-Use-Dilemma: KI als Schwert und Schild

Anthropic hat die duale Nutzbarkeit der leistungsstarken KI hinter dem neuen Sicherheitstool offen anerkannt. Dieselbe Technologie, die Verteidigern hilft, Schwachstellen zu finden und zu beheben, könnte auch von Angreifern genutzt werden, um sie schneller als je zuvor aufzuspüren und auszunutzen.

Als Antwort auf diese Bedrohung positioniert das Unternehmen Claude Code Security als Werkzeug, das Verteidigern einen entscheidenden Vorteil verschaffen soll. Indem es diese fortschrittliche Fähigkeit in die Hände von Sicherheitsteams und Softwareentwicklern legt, will Anthropic die grundlegende Codesicherheit proaktiv gegen eine neue Kategorie KI-gestützter Angriffe verbessern. Dieser Schritt unterstreicht eine eskalierende Dynamik: KI wird sowohl für offensive als auch defensive Cyberoperationen zentral und löst ein neues Wettrüsten im digitalen Raum aus.

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Ausblick: KI wird zum Standard im Sicherheits-Lebenszyklus

Die Einführung von Claude Code Security ist ein deutliches Signal: KI-native Tools werden zu einer Standardkomponente im Softwareentwicklungslebenszyklus. Der Dienst ist derzeit nur für Enterprise- und Team-Kunden in einer limitierten Vorschau verfügbar. Seine Markteinführung steht jedoch für einen breiteren Branchentrend.

Etablierte Cybersicherheitsfirmen stehen nun unter Anpassungsdruck. Branchenanalysen deuten darauf hin, dass KI-Plattformen zwar das Code-Scanning disruptieren könnten, andere Sicherheitsdisziplinen aber vorerst eigenständig bleiben werden. Dazu zählen Bereiche, die auf riesige, Echtzeit-Daten angewiesen sind – wie Endpoint Detection, Identitätsmanagement und Laufzeitsicherheit. Der Weg für diese Anbieter könnte darin bestehen, leistungsstarke KI-Modelle wie die von Anthropic mit eigenen Telemetriedaten zu kombinieren, um fortschrittlichere, integrierte Sicherheitslösungen anzubieten. Mit der Reifung der Technologie wird der Fokus sich vom reinen Identifizieren von Schwachstellen hin zu einem ganzheitlichen, KI-gesteuerten Ansatz im Risikomanagement verlagern.

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