Anthropic, US-Regierung

Anthropic: US-Regierung bricht Beziehungen ab

02.03.2026 - 08:27:27 | boerse-global.de

Die US-Regierung hat alle Verträge mit KI-Entwickler Anthropic gekündigt und das Unternehmen als Sicherheitsrisiko eingestuft. Der Konflikt um ethische Leitlinien belastet den geplanten Börsengang des Start-ups.

Der KI-Entwickler Anthropic steht vor einer Zerreißprobe mit der US-Regierung. Nach einem Streit über ethische Leitlinien hat das Pentagon sämtliche Verträge gekündigt und das Unternehmen als Sicherheitsrisiko eingestuft. Kann sich das Start-up gegen den Druck aus Washington behaupten, während es gleichzeitig einen massiven Börsengang vorbereitet?

Präsident Donald Trump wies am Freitag alle Bundesbehörden an, die Nutzung der KI-Software Claude sofort einzustellen. Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete Anthropic zudem als „Risiko für die nationale Sicherheit“ innerhalb der Lieferkette. Hintergrund ist offenbar ein Zerwürfnis über die militärische Nutzung: CEO Dario Amodei weigerte sich, Schutzvorkehrungen gegen den Einsatz der KI in der Massenüberwachung oder in autonomen Waffensystemen aufzuheben. Ein entsprechendes Ultimatum des Pentagons ließ das Unternehmen verstreichen.

Berichte über Militäreinsatz im Iran

Trotz des offiziellen Bruchs gibt es Anzeichen für eine widersprüchliche Praxis. Berichten zufolge setzte das US-Militär Claude bereits am Samstag bei Luftschlägen im Iran ein – nur wenige Stunden nach dem offiziellen Verbot durch das Weiße Haus. Anthropic selbst betonte am Freitag erneut seine ethischen Prinzipien. Amodei erklärte, man könne Forderungen nach einer Aufhebung der Sicherheitsvorkehrungen nicht „guten Gewissens“ nachkommen.

Rekordbewertung vor geplantem IPO

Finanziell steht das Unternehmen trotz des politischen Gegenwinds auf einem soliden Fundament. Erst Mitte Februar schloss Anthropic eine Finanzierungsrunde über 30 Milliarden US-Dollar ab, was die Bewertung auf 380 Milliarden US-Dollar steigerte. Zu den Geldgebern gehören Schwergewichte wie GIC, Coatue und D.E. Shaw. Das Kapital soll primär in die Forschung und den Ausbau der Infrastruktur fließen.

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Das Wachstum ist bemerkenswert: Die jährliche Umsatz-Run-Rate hat die Marke von 14 Milliarden US-Dollar überschritten, wobei sich der Umsatz in den letzten drei Jahren jeweils verzehnfachte. Besonders das Geschäft mit Großkunden, die jährlich mehr als 100.000 US-Dollar für Claude-Lösungen ausgeben, wuchs im vergangenen Jahr um das Siebenfache.

Der Konflikt mit der Regierung markiert einen Wendepunkt für die geplante Börsennotierung im Jahr 2026. Während Konkurrenten wie OpenAI, Google und xAI laut Berichten weitreichende Zugeständnisse an das Militär gemacht haben, setzt Anthropic auf eine strikte ethische Differenzierung. Die rechtlichen Vorbereitungen für das IPO laufen bereits; der Erfolg am Kapitalmarkt wird nun maßgeblich davon abhängen, ob das Unternehmen den Verlust der Regierungsaufträge durch privates Wachstum kompensieren kann.

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