Anthropic, Mega-Börsengang

Anthropic steuert auf Mega-Börsengang 2026 zu

22.02.2026 - 10:51:12 | boerse-global.de

KI-Unternehmen Anthropic bereitet sich mit massiver Finanzierung und neuen Unternehmens-Tools auf einen der größten Tech-Börsengänge der Geschichte vor. Die Markterwartungen sind nach einer Finanzierungsrunde im Wert von 30 Milliarden Euro und der Einführung eines neuen Sicherheitstools deutlich gestiegen.

Die Gerüchteküche brodelt: Zwischen dem 19. und 22. Februar haben mehrere Finanzplattformen offizielle Börsengang-Tracker für Anthropic aktiviert. Dies deutet auf einen wachsenden Konsens hin, dass das Unternehmen die Börsenreife anstrebt. Konkret hat Anthropic bereits die renommierte Anwaltskanzlei Wilson Sonsini mit den komplexen regulatorischen Vorbereitungen beauftragt.

Noch liegt kein offizieller Registrierungsantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC vor. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens spricht jedoch klar für einen Börsengang 2026. Besonders interessant: In Prognosemärkten wird spekuliert, ob Anthropic seinen großen Rivalen OpenAI im Rennen an die Börse schlagen kann. Ein starkes Argument für Investoren ist die klare Prognose, dass das Unternehmen bis 2028 die Gewinnschwelle erreichen will – ein wichtiges Signal in einer Branche, die für ihren hohen Kapitalverbrauch bekannt ist.

Neue Waffe im Enterprise-Geschäft: Claude Code Security

Ein zentraler Baustein für einen erfolgreichen Börsengang sind stabile Unternehmenseinnahmen. Hier setzte Anthropic am 21. Februar einen wichtigen Akzent: Für Enterprise- und Team-Kunden startete eine Forschungsvorschau von Claude Code Security.

Dieses Tool durchsucht Software-Code automatisch nach Sicherheitslücken und schlägt gezielte Patches vor. Es soll Unternehmen einen Vorteil im Kampf gegen KI-gestützte Cyberangriffe verschaffen. Der Clou: Das System analysiert nicht nur statisch, sondern versteht Zusammenhänge und Datenflüsse, um komplexe Schwachstellen zu finden, die herkömmliche Tools übersehen.

Für Analysten ist klar: Die Integration solcher Cybersicherheits-Features macht die Claude-Plattform für Großkunden noch attraktiver. Dies stützt die robusten Umsatzprognosen, die für einen Börsengang unerlässlich sind.

Finanzielle Fundament: 380 Milliarden Euro Bewertung

Das aktuelle Momentum speist sich aus einer beispiellosen Kapitalsammlung. Erst am 12. Februar schloss Anthropic eine Series-G-Runde über 30 Milliarden Euro ab. Die Bewertung des Unternehmens stieg damit auf rund 380 Milliarden Euro. Angeführt wurde die Runde vom singapurischen Staatsfonds GIC und Coatue Management, beteiligt waren auch Tech-Giganten wie Microsoft und Nvidia.

Der geschätzte jährliche Umsatz (Annualized Revenue Run Rate) liegt bereits bei etwa 14 Milliarden Euro. Getrieben wird dies durch die Claude Code Assistant und andere Unternehmenslösungen. Über 500 Kunden geben jährlich mehr als eine Million Euro für Anthropic-Dienste aus, darunter acht der zehn umsatzstärksten US-Unternehmen. Bis Ende 2026 könnte der Umsatz auf 26 Milliarden Euro anwachsen.

Trotz der immensen Kosten für Recheninfrastruktur und Talentakquise arbeitet das Unternehmen daran, seinen Kapitalverbrauch im nächsten Jahr auf etwa ein Drittel des Umsatzes zu senken. Der massive Finanzpolster erlaubt es, die Rechenzentren aggressiv auszubauen, ohne vor einem möglichen Börsengang in Liquiditätsprobleme zu geraten.

Branchenwende: Vom KI-Labor zum Börsenriesen

Die Entwicklung bei Anthropic markiert einen Wendepunkt für die gesamte KI-Branche. Aus experimentellen Startups werden gereifte, börsennotierte Unternehmen. Ein Börsengang von Anthropic wäre ein wegweisendes Liquiditätsereignis und würde den ersten echten Börsenmaßstab für fortschrittliche KI-Entwickler schaffen.

Besonders spannend ist dies vor dem Hintergrund, dass der Konkurrent OpenAI laut Berichten eine Finanzierungsrunde von 100 Milliarden Euro bei einer Bewertung von 830 Milliarden Euro zusammenstellt. Anthropic setzt hingegen auf ein differenziertes Wertversprechen: Der Fokus auf KI-Sicherheit, Alignment und sichere Unternehmensimplementierung spricht institutionelle Investoren an.

In einer sich ständig weiterentwickelnden regulatorischen Landschaft könnte sich Anthropics Gründungsprinzip der Sicherheit als sein größter Trumpf im Übergang an die öffentlichen Märkte erweisen.

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Besonders spannend ist dies vor dem Hintergrund, dass der Konkurrent OpenAI laut Berichten eine Finanzierungsrunde von 100 Milliarden Euro bei einer Bewertung von 830 Milliarden Euro zusammenstellt. Anthropic setzt hingegen auf ein differenziertes Wertversprechen: Der Fokus auf KI-Sicherheit, Alignment und sichere Unternehmensimplementierung spricht institutionelle Investoren an.

Ausblick: Wann kommt der große Schritt?

Die Finanzmärkte erwarten, dass Anthropic seine Unternehmensstruktur weiter verfeinert und sein Produktportfolio ausbaut. Bleiben die makroökonomischen Rahmenbedingungen günstig, könnte der offizielle Börsengangsantrag (S-1) in der zweiten Hälfte 2026 erfolgen.

Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen sein rasantes Umsatzwachstum beibehalten und gleichzeitig einen disziplinierten Weg zur Profitabilität aufzeigen kann. In einer sich ständig weiterentwickelnden regulatorischen Landschaft könnte sich Anthropics Gründungsprinzip der Sicherheit als sein größter Trumpf im Übergang an die öffentlichen Märkte erweisen.

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