DAX40, DaxIndex

Angriff auf neue DAX-Höhen oder brutale Bullenfalle?

28.01.2026 - 02:13:26

Der DAX wirkt, als würde er kurz vor dem nächsten großen Move stehen – doch die Frage ist: sind wir am Beginn einer neuen Europa-Rallye oder nur in der letzten euphorischen Phase vor einem saftigen Rücksetzer? EZB, Inflation, Tech-Schwergewichte und Rezessionssorgen ziehen an den Fäden.

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Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell extrem spannend: keine panische Kapitulation, aber auch keine hemmungslose Party – eher eine nervöse, schwankende Marktphase, in der sich Bullen und Bären auf Augenhöhe duellieren. Mal dominieren vorsichtige Gewinnmitnahmen, dann wieder setzt eine impulsive grüne Rallye ein, die nach mehr aussieht, aber schnell wieder ausgebremst wird. Kurz gesagt: Der Index wirkt, als würde er ein neues Kapitel schreiben wollen, hängt aber noch zwischen Aufbruchsstimmung und Crash-Angst fest.

Charttechnisch wirkt der Markt, als würde er eine entscheidende Zone immer wieder testen: oben lauert ein massiver Widerstandsbereich, der mehrmals angetippt wurde, aber bislang nicht wirklich mit Überzeugung nach oben gesprengt werden konnte. Unten stützt eine breite Unterstützungszone, die bisher jeden tieferen Absturz verhindert hat. Dazwischen: ein typischer Seitwärtskampf, bei dem Daytrader die Swings lieben – Investoren dagegen langsam nervös auf den nächsten klaren Ausbruch warten.

Die Story: Was treibt dieses Hin und Her? Drei große Treiber: EZB, Konjunktur in Deutschland und die Earnings-Season der DAX-Schwergewichte.

1. EZB & Christine Lagarde – Zinswende light oder weiter Bremse?
Auf der Makro-Seite dominiert ganz klar die Frage: Wie aggressiv wird die EZB in den nächsten Monaten bei möglichen Zinssenkungen vorgehen? Die Inflation im Euroraum ist deutlich von ihren Spitzen zurückgekommen, liegt aber immer noch nicht sauber im Zielkorridor. CNBC Europe berichtet immer wieder über die Zwickmühle: Auf der einen Seite schwächelt die Industrie – Deutschland steht im Dauer-Schlagzeilenmodus mit Begriffen wie „Wachstumsschwäche“, „Standortkrise“ und „Rezessionsgefahr“. Auf der anderen Seite will die EZB nicht zu früh locker lassen, um keine neue Inflationswelle loszutreten.

Die Folge: Der Markt preist zwar weitere geldpolitische Entspannung ein, aber ohne klare Sicherheit. Jeder Kommentar von Christine Lagarde kann den Ton am Parkett drehen – von vorsichtig optimistisch zu schlagartig risk-off. Für den DAX heißt das: Zinsfantasie wirkt grundsätzlich wie ein Rückenwind, aber jeder Zweifel daran sorgt sofort für hektische Umschichtungen aus zyklischen Werten in defensivere Titel.

2. Deutsche Wirtschaft – zwischen Rezessionsangst und Stabilisierung
Konjunkturseitig bleibt Deutschland der Problemfall Europas. Schwache Auftragseingänge in der Industrie, zähe Investitionsbereitschaft und immer wieder Meldungen zu schwächelnden Exporten belasten die Stimmung. Gerade der so wichtige Automobilsektor steht unter Druck: Elektrowende, Preiskampf mit chinesischen Herstellern, hohe Kosten – alles Themen, die in den News immer wieder auftauchen und die großen Autowerte im DAX phasenweise ausbremsen.

Gleichzeitig gibt es aber Lichtblicke: Der Dienstleistungssektor hält sich stabiler als viele erwartet hatten, die Energiepreise sind nicht mehr auf Panikniveau, und einige Frühindikatoren deuten eher auf eine zähe Bodenbildung als auf einen freien Fall hin. Der Markt versucht, diese Mischlage zu preisen: Kein klarer Bärenmarkt, aber auch noch weit entfernt von einem ungebremsten Bullenrausch. Genau dieses Spannungsfeld erklärt, warum der DAX gerade eher schwankend als explosiv unterwegs ist.

3. Earnings-Season – SAP, Siemens & Co. im Fokus
Auf Unternehmensebene sind vor allem die großen Tech- und Industrie-Schwergewichte im Fokus. SAP steht wieder einmal im Rampenlicht: Cloud-Umsätze, Margen und Ausblick auf die nächsten Quartale bestimmen, ob die Tech-Bullen mutig den Dip kaufen oder ob wir eine Phase mit breiteren Gewinnmitnahmen sehen. Siemens, Siemens Energy, Infineon und die Chemiewerte liefern ebenfalls wichtige Signale: Wie robust sind Margen und Auftragsbücher wirklich in einem Umfeld, das von Unsicherheit, höheren Finanzierungskosten und geopolitischen Risiken geprägt ist?

CNBC Europe zeichnet das Bild eines Marktes, in dem gute Zahlen zwar belohnt werden, aber keine bedingungslose Kaufpanik mehr auslösen. Enttäuschungen dagegen werden gnadenlos abgestraft – ein klarer Hinweis, dass wir uns in einer selektiven Phase befinden: Stock-Picking schlägt blinden Indexkauf. Für den DAX bedeutet das: Einzelwerte können Tage mit klar bullischem oder bärischem Charakter auslösen, ohne dass der Gesamttrend sauber definiert ist.

Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/results?search_query=DAX+Analyse
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/

Auf YouTube dominieren aktuell Titel wie „DAX vor entscheidendem Bruch?“ oder „Letzte Chance, den Dip zu kaufen?“. Viele Creator sprechen von einem Markt, der zwar nicht völlig überhitzt ist, aber durchaus anfällig für eine schärfere Korrektur, falls die EZB-Kommunikation oder neue Konjunkturdaten enttäuschen. Auf TikTok dagegen sind eher schnelle Clips zu sehen, in denen die grüne Rallye-Phasen gefeiert werden – viel Fokus auf kurzfristiges Trading, weniger auf Makro. Auf Instagram spürt man gemischte Stimmung: Einige Accounts feiern immer noch den Bullenmarkt-Charakter der letzten Jahre, andere warnen explizit vor einer möglichen Bullenfalle, wenn die globale Konjunktur weiter abbremst.

  • Key Levels: Charttechnisch sprechen Trader im Moment eher von „wichtigen Zonen“ als von klaren Durchmarschmarken. Oben sieht man eine breite Widerstandszone, die schon mehrfach getestet wurde, aber noch nicht nachhaltig überwunden ist. Unten liegt eine Unterstützungszone, deren Bruch ein deutlich bärisches Signal wäre. Solange der DAX zwischen diesen Bereichen pendelt, bleiben Swing-Trades interessant, während langfristige Positionsaufbauer eher abwarten.
  • Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt? Die ehrliche Antwort: Es ist ein Patt mit leichtem Vorteil für die Bullen – solange keine neuen Schocks kommen. Die Bären schaffen es immer wieder, scharfe Rücksetzer zu erzwingen, aber sie bekommen bislang keinen durchgezogenen Crash. Die Bullen dagegen kaufen konsequent Dips, sind aber nicht bereit, blind jedem Ausbruch hinterher zu jagen. Es fühlt sich an wie ein fortgeschrittener Bullenmarkt mit wachsender Skepsis.

Technische Szenarien – wie könnte es weitergehen?
Szenario 1: Bullischer Ausbruch
Die EZB signalisiert eine planbare, moderate Zinsentspannung, ohne Panik vor einer neuen Inflationswelle. Gleichzeitig überraschen einige DAX-Schwergewichte positiv bei Umsatz und Marge. In diesem Setting könnte der DAX aus seiner seitwärts geprägten Phase nach oben ausbrechen. Bullen würden jede kleine Korrektur sofort zum Dipkauf nutzen, Short-Positionen würden gequetscht, und die Rallye könnte sich dynamisch fortsetzen. In diesem Szenario würden kurzfristige Widerstände eher zur Durchgangsstation als zur unüberwindbaren Mauer.

Szenario 2: Brutale Bullenfalle
Genau so möglich: Der Markt läuft scheinbar stabil seitwärts bis leicht aufwärts, die Stimmung wird zunehmend sorgloser, und dann kommen ein schwächerer Konjunkturdatensatz oder eine härtere EZB-Rhetorik. Plötzlich kippt das Narrativ von „weiche Landung“ zu „doch noch Rezessionsgefahr“. In diesem Moment könnte eine Welle von Gewinnmitnahmen einsetzen, die den DAX aus seiner Komfortzone nach unten schleudert. Wenn dabei die wichtige Unterstützungszone bricht, würden viele Stopps ausgelöst, und aus einem normalen Rücksetzer könnte ein heftiger Absturz werden. Klassische Bullenfalle: Die letzten Käufer steigen oben ein, die Profis steigen leise aus.

Szenario 3: Zähe Seitwärtsphase
Das wohl langweiligste, aber nicht unrealistische Szenario: Die EZB bleibt vorsichtig, Konjunkturdaten sind gemischt, Unternehmen liefern insgesamt solide, aber nicht spektakuläre Zahlen. Ergebnis: Der DAX bewegt sich über Wochen in einer breiten Range, ohne klaren Trend. Für Daytrader ein Paradies aus Intraday-Schwüngen, für Trendfolger der pure Frust. In so einem Umfeld gewinnen selektive Strategien an Bedeutung: Wer konsequent auf starke Einzelwerte setzt und schwache meidet, kann den Index deutlich schlagen.

Fazit: Der DAX steht an einem entscheidenden Punkt seiner Story: Wir sehen keinen panischen Crash-Modus, aber auch keinen naive Euphorierausch mehr. Stattdessen dominiert ein reifer, anspruchsvoller Markt, in dem Makrodaten, EZB-Kommunikation und Unternehmenszahlen permanent neu eingepreist werden. Die große Frage ist nicht, ob der Index in den nächsten Wochen ein paar Prozent rauf oder runter geht – sondern ob wir vor einer neuen, nachhaltigen Aufwärtsphase im europäischen Aktienmarkt stehen oder vor der Entlarvung einer späten Bullenfalle.

Für Anleger heißt das:

  • Keine blinde All-in-Mentalität, sondern klare Strategien mit definiertem Risiko.
  • Dips können Chancen sein – aber nur, wenn du weißt, warum du kaufst und wo dein Exit liegt.
  • Makro im Blick behalten: EZB, Inflationsdaten, deutsche und europäische Konjunktursignale.
  • Stock-Picking statt Index-Scheuklappen: Qualität, Cashflows und Geschäftsmodelle prüfen.

Der DAX ist aktuell ein Markt für Trader und Investoren mit Plan – nicht für Zocker auf Glücksbasis. Wer das Spiel versteht, kann gerade in dieser scheinbar unentschlossenen Phase die besten Setups finden. Ob daraus ein Angriff auf neue Höhen oder die Entstehung einer Bullenfalle wird, entscheidet sich nicht in einem Tag – aber jeden Tag ein kleines Stück mehr.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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