Angriff auf das Allzeithoch – oder droht jetzt die brutale DAX-Korrektur?
02.02.2026 - 01:02:59Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX zeigt sich aktuell extrem nervös: mal dominieren bullische Ausbruchsversuche, dann wieder knallharte Rückschläge, wenn Gewinnmitnahmen reinknallen oder Makro-Daten enttäuschen. Wir sehen kein sauberes Trendfeuerwerk, sondern eher einen zähen Kampf an einer dicken psychologischen Zone. Die Price Action wirkt wie ein Tauziehen: Bullen versuchen die Rallye am Laufen zu halten, Bären lauern auf den großen Fehltritt, um einen heftigeren Rücksetzer zu erzwingen.
Der Markt wirkt reif: nicht nach blindem FOMO-Hype, aber nach einer Phase, in der viele institutionelle Anleger bereits lange investiert sind und jetzt überlegen, ob sie Risiko rausnehmen. Für aktive Trader bedeutet das: Volatilität, Fehlausbrüche, schnelle Richtungswechsel – perfekt für alle, die das Parkett lieben, aber gefährlich für alle, die ohne Plan einfach nur „halten und hoffen“ spielen.
Die Story: Was treibt den DAX aktuell wirklich? Wenn man die Headlines aus dem Europa-Segment von CNBC durchgeht, zeichnen sich mehrere dicke Treiber ab:
1. EZB & Christine Lagarde – Zinswende oder langer Zins-Hochsommer?
Die Europäische Zentralbank bleibt der zentrale Taktgeber. Die jüngsten Aussagen aus Frankfurt drehen sich immer noch um den Twin-Peak aus Inflation und Wachstumsschwäche. Die Inflation in der Eurozone ist zwar klar von den Höchstständen heruntergekommen, aber sie klebt noch zu hoch, um die EZB völlig zu entspannen. Gleichzeitig signalisieren die Konjunkturdaten aus Deutschland und Europa eher Müdigkeit als Aufschwung.
Die Börse preist bereits ein, dass weitere Zinssenkungen kommen könnten – aber nicht im Turbo-Tempo. Genau dieses Spannungsfeld sorgt für diese nervöse Marktstruktur: Jede neue Inflationszahl, jede Äußerung von Lagarde kann zur nächsten Welle an Kauf- oder Verkaufsorders im DAX führen. Die Story: Zinsen bleiben nicht ewig hoch, aber der Weg nach unten könnte holprig und von Daten abhängig sein.
2. Deutsche Industrie: Autos, Maschinenbau, Chemie – Comeback oder Dauerbaustelle?
Die Schlagzeilen zu deutschen Autoherstellern und der klassischen Industrie sind gemischt. Auf der einen Seite spielt China als Absatzmarkt und Wettbewerber eine riesige Rolle. Elektrifizierung, Preiskampf, geopolitische Unsicherheit – das alles drückt auf die Margen-Fantasie. Auf der anderen Seite versuchen sich die großen Player mit Kostensenkungsprogrammen, Fokussierung auf Premium-Segmente und Software-Partnerschaften neu aufzustellen.
Parallel dazu leidet die Chemie überproportional unter Energiepreisen und globaler Nachfrageflaute. Das zieht indirekt am DAX, weil der Index eben nicht nur Tech-Glanz, sondern auch klassische Zykliker enthält. Jede schwache Konjunkturprognose, jeder Hinweis auf geringere Industrieproduktion nährt die Bären, die auf eine ausgedehntere Korrektur im Leitindex wetten.
3. Tech- und Software-Schwergewichte als Stabilitätsanker
Auf der positiven Seite stehen die großen Software- und Industriekonzerne mit hoher globaler Aufstellung. Die Berichterstattung hebt immer wieder hervor, dass solide Earnings aus dem Technologie- und Digitalisierungsbereich den europäischen Markt stützen. Das Narrativ: Während Old Economy schwächelt, liefert die Digital- und Automatisierungsstory Cashflows und Wachstum – ein wichtiges Gegengewicht zu Konjunktursorgen.
4. Rezessionsangst vs. „Soft Landing“
Europa und speziell Deutschland hängen in einem Zwischenmodus: Offene Rezession? Oder nur ein zäher, seitwärts schleppender „Soft Landing“, in dem Wachstum minimal, aber positiv bleibt? Kapitalströme reagieren empfindlich auf diese Narrative. Kommt ein Datensatz schwach rein – etwa Industrieaufträge, Einkaufsmanagerindizes oder Geschäftsklima – steigen die Stimmen, die von einer Dauerflaute sprechen. Sind die Daten dagegen nur „okay“, zündet an den Börsen sofort wieder die Hoffnung, dass die Talsohle bereits durchschritten ist.
Unterm Strich führt das zu einem DAX, der nicht klar im Crash-Modus ist, aber sich auch nicht in einer ungebremsten Bullenrallye befindet. Der Markt testet eher Grenzen: Wie viel Optimismus lässt sich noch einpreisen, ohne dass die Realität die Party sprengt?
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: Aktuelle DAX Analyse auf YouTube
TikTok: Markttrend: Trending Clips zu DAX40 auf TikTok
Insta: Stimmung: Börsen-Posts mit #dax40 auf Instagram
Auf Social Media sieht man deutlich: Viele Creator feiern jede grüne Tageskerze als nächste große Rallye, aber zwischen den Zeilen liest man Nervosität. Die Kommentare sind voll von Fragen wie „Jetzt noch einsteigen?“ oder „Zeit, Gewinne mitzunehmen?“. Das ist klassischer Spätzyklus-Vibe: Alle sind irgendwie drin, aber keiner weiß, ob man noch nachladen oder schon absichern sollte.
- Wichtige Zonen: Charttechnisch stehen wir im Bereich einer massiven Widerstandszone, die schon mehrfach getestet wurde. Darüber wäre ein Ausbruch mit Trendfortsetzung denkbar, darunter droht ein Rücklauf in eine breite Unterstützungszone, in der bereits mehrfach heftig gekauft wurde. Diese Range ist der Kampfplatz von kurzfristigen Tradern und mittelfristigen Investoren.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt? Aktuell: leicht bullischer Bias, aber brüchig. Jede schlechte Nachricht kann das Pendel schnell in Richtung Risikoaversion umschlagen lassen. Die Bullen sitzen zwar noch im Fahrersitz, aber die Handbremse – in Form von Gewinnmitnahmen und Makrosorgen – ist deutlich angezogen.
Technische Szenarien – wie spielst du den DAX jetzt?
Szenario 1: Der Ausbruch
Wenn die Bullen genug Munition haben, könnte der DAX über den aktuellen Widerstandsbereich hinausziehen. Treiber wären bessere Unternehmenszahlen, freundlichere Aussagen der EZB oder ein merklicher Rückgang der Inflationsraten. In diesem Fall würden viele Short-Positionen eingedeckt, was zusätzlichen Kaufdruck erzeugt. Trader würden versuchen, auf Pullbacks in Richtung der alten Widerstandszone – die dann zur Unterstützung wird – „den Dip zu kaufen“.
Szenario 2: Die schmerzhafte Korrektur
Bricht dagegen Vertrauen weg – etwa nach schwachen Konjunkturdaten, geopolitischen Eskalationen oder einer härteren EZB-Tonlage – könnte eine deutlichere Abwärtsbewegung einsetzen. Viele, die zuletzt prozyklisch eingestiegen sind, würden dann zu Not-Verkäufern. Das kann Abwärtsbewegungen beschleunigen. In dieser Variante sehen wir eine Phase, in der Bären das Kommando übernehmen und Stop-Loss-Wellen den Markt nach unten spülen. Für Mutige ist das die Chance, tiefer unten selektiv Qualitätswerte einzusammeln. Aber: ohne Plan wird so eine Phase schnell zum Depot-Schredder.
Szenario 3: Zähe Seitwärtsphase
Mindestens genauso realistisch: Der DAX hängt in einer breiten Range fest, pendelt zwischen Unterstützung und Widerstand und frustriert alle, die den großen Move suchen. Swing-Trader leben diese Phasen – Buy the Dip unten, Take Profit oben. Langfristige Investoren sehen solche Abschnitte als Zeitfenster, um Positionen nach und nach zu justieren, Dividendentitel aufzubauen oder Risiken zu diversifizieren.
Für wen ist das jetzt eine Chance – und für wen ein Risiko?
Trader: Volatile Phasen sind dein Spielfeld. Aber du brauchst klare Setups, Stopps und einen Plan, wie du mit Fehlausbrüchen umgehst. Der DAX ist derzeit ein Paradies für Intraday-Strategien, Breakout-Versuche an markanten Marken und Rebound-Trades an Unterstützungszonen – solange du dein Risiko knallhart begrenzt.
Investoren: Für langfristige Anleger ist es weniger wichtig, ob der Index kurzfristig ein paar Prozent rauf oder runter läuft. Wichtiger ist, ob die makroökonomische Story – langsam sinkende Zinsen, kontrollierbare Inflation, kein Kollaps der deutschen Industrie – intakt bleibt. Wer eine mehrjährige Perspektive hat, nutzt Rücksetzer in Qualitätswerte eher zum Nachkaufen als zum Panikverkauf.
Fazit: Der DAX steht an einem Punkt, an dem sich Risiko und Chance brutal nah gegenüberstehen. Auf der einen Seite hast du: müde Konjunktur, strukturelle Probleme in Deutschland, geopolitische Unsicherheit. Auf der anderen Seite: solide Gewinne bei den großen Konzernen, vorsichtiges Umdenken der EZB in Richtung geldpolitischer Entspannung und ein globales Umfeld, in dem Europa wieder stärker in den Fokus großer Investoren rückt.
Ob wir den großen Ausbruch nach oben oder einen spürbaren Rücksetzer sehen, wird davon abhängen, welche Story in den nächsten Wochen dominiert: „Europa schafft das Soft Landing“ oder „Deutschland bleibt die Wachstumsbremse der Eurozone“. Für dich heißt das: Nicht blind dem Hype folgen, sondern Szenarien planen, Risikomanagement ernst nehmen und klar definieren, ob du Trader oder Investor bist.
Eines ist sicher: Die Zeiten von langweiligem Buy-and-Forget im DAX sind erstmal vorbei. Das Parkett in Frankfurt ist wieder ein echter Kampfplatz – und wer vorbereitet ist, kann genau aus dieser Unsicherheit seine Chance machen.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
@ ad-hoc-news.de
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