Angriff auf das Allzeithoch – Mega-Chance im DAX oder gefährliche Bullenfalle?
02.02.2026 - 11:33:27Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX zeigt sich aktuell extrem heiß gelaufen: eine kräftige Aufwärtsbewegung, die sich wie eine grüne Rallye quer durch den Chart zieht. Statt klarer Panik sieht man auf dem Parkett eher FOMO – die Angst, die nächste große Chance zu verpassen. Gleichzeitig flackert im Hintergrund immer wieder Nervosität auf: Jeder kleine Rücksetzer wird genau beäugt, ob er nur ein gesunder Dip zum Nachkaufen ist oder der Beginn eines heftigeren Absturzes. Der Index bewegt sich in der Nähe einer entscheidenden Zone, wo sich in der Vergangenheit häufig Trendwechsel angebahnt haben. Genau hier entscheidet sich, ob wir einen sauberen Ausbruch nach oben sehen – oder ob es zur klassischen Bullenfalle mit anschließenden Gewinnmitnahmen kommt.
Die Story: Was treibt diese Bewegung? Der Kern liegt – wie so oft in Europa – bei der Europäischen Zentralbank und Christine Lagarde. Nach Monaten aggressiver Zinserhöhungen hat sich die Debatte verschoben: Weg von „Wie stark wird noch erhöht?“ hin zu „Wann kommen die ersten Zinssenkungen?“. Die Märkte preisen bereits die Aussicht ein, dass die EZB in den kommenden Quartalen sukzessive lockerer wird. Das gibt besonders Zins-sensiblen Sektoren wie Tech, Growth und Immobilien einen kräftigen Rückenwind. Gleichzeitig bleibt die Kehrseite: Die Konjunkturdaten aus Deutschland sind alles andere als glamourös. Industrieproduktion schwach, Auftragseingänge bröckelig, Stimmungsindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex zeigen eher eine fragile Lage. Kurz gesagt: Die Realwirtschaft wirkt angeschlagen, während der Aktienmarkt Stärke demonstriert – ein klassisches Spannungsfeld zwischen Makrodaten und Börsen-Hype.
Auf der Nachrichten-Seite spielen mehrere Themen zusammen, die man auf dem Schirm haben muss:
- EZB und Zinsen: Jede Äußerung aus dem EZB-Rat wird auf die Goldwaage gelegt. Formulierungen rund um Inflation, Lohnentwicklung und Wachstum können die Erwartungshaltung in Sekunden drehen – von „baldige Zinssenkung“ zu „länger höher“. Diese Unsicherheit sorgt für hektische Ausschläge im DAX.
- Deutsche Autoindustrie: Die großen Player – von Premium-Anbietern bis zu Massenherstellern – stehen massiv unter Druck durch Elektroauto-Konkurrenz aus China und den USA. Gleichzeitig winken Chancen, wenn Zoll- oder Förderthemen neu gespielt werden. Für den DAX bedeutet das: Volatilität in einem Kernsektor, der traditionell stark gewichtet ist.
- Tech- und Softwarewerte: Der europäische Markt schaut stark auf große deutsche Technologiewerte und Software-Champions. Positive Ausblicke im Bereich Cloud, KI und Digitalisierung werden aktuell überproportional gefeiert. Schlechte Zahlen hingegen können sofort eine spürbare Korrektur im Index auslösen.
- Inflation & Energie: Die Teuerungsrate hat sich im Vergleich zu den Höchstständen zwar beruhigt, liegt aber immer noch über dem EZB-Ziel. Energiepreise bleiben ein Joker: Jede neue Schlagzeile zu Gaslieferungen, geopolitischen Spannungen oder Förderkürzungen kann die Stimmung drehen – besonders in klassischen Industrie- und Chemiewerten.
- Rezessionsangst vs. Soft Landing: Die große Meta-Story: Schafft Europa ein „Soft Landing“ oder rutschen wir in eine spürbare Rezession? Der Markt spielt derzeit eher die Soft-Landing-Story – aber jeder enttäuschende Makrodatensatz kann das Narrativ brüchig werden lassen.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: YouTube DAX Analyse
TikTok: Markttrend: TikTok Hashtag #dax40
Insta: Stimmung: Instagram #dax40
Wenn du durch diese Feeds scrollst, siehst du ein klares Muster: Viele Creator feiern den Bullenmarkt-Vibe, zeigen Charts mit dynamischem Aufwärtstrend und sprechen von „Deutschland ist zurück auf dem Radar der internationalen Investoren“. Gleichzeitig wirst du aber auch immer wieder mahnende Stimmen finden, die auf überhitzte Bewertungen, rückläufige Gewinnerwartungen in einzelnen Branchen und geopolitische Risiken hinweisen. Diese Diskrepanz zwischen Social-Hype und nüchterner Makroanalyse ist genau der Sweet Spot, an dem Trader Chancen finden – wenn sie emotionslos bleiben.
- Key Levels: Charttechnisch stehen mehrere wichtige Zonen im Fokus. Nach unten gibt es Unterstützungsbereiche, an denen zuletzt immer wieder Käufer in den Markt gesprungen sind und Dips aggressiv eingesammelt haben. Diese Levels sind für kurzfristige Trader potenzielle Einstiegspunkte, solange sie halten. Nach oben lauern Widerstände im Bereich des bisherigen Allzeithochs sowie knapp darüber, wo viele Stop-Orders und potenzielle Gewinnmitnahmen liegen. Ein sauberer Ausbruch über diese Widerstandszone mit hohem Volumen wäre ein starkes Signal für einen weiteren Bullenlauf. Scheitert der Index jedoch mehrfach an dieser Marke, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Korrekturwelle.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt?
Das Sentiment ist aktuell klar bullisch – aber nicht sorglos. Institutionelle Investoren wirken eher vorsichtig optimistisch, viele sind investiert, aber nicht voll durchgeladen. Retail-Anleger hingegen tendieren stärker zur „Dip kaufen“-Mentalität: Jeder Rücksetzer wird gerne als Einstiegschance gesehen. Das riecht nach mittelfristigem Aufwärtstrend, aber auch nach kurzfristiger Crash-Gefahr, wenn eine negative Überraschung kommt und zu viele Positionen eng gehebelt sind.
Technische Szenarien – dein Trading-Playbook:
- Szenario 1: Bullisher Ausbruch
Der DAX stabilisiert sich oberhalb der letzten Konsolidierungszone und drückt langsam, aber konsequent nach oben. Nachrichten von der EZB bleiben „marktfreundlich“ – also eher dovish formuliert, ohne neue Zinsschreckszenarien. In diesem Fall dominieren Bullen, Breakout-Trader springen auf, und Trendfolger halten Positionen, solange höhere Tiefs und höhere Hochs intakt bleiben. Für Swing-Trader ist das das Setup, um prozyklisch mitzuziehen – aber mit klaren Stops unterhalb der letzten markanten Unterstützungen. - Szenario 2: Bullenfalle am Hoch
Der Index testet die Widerstandszone rund um das bisherige Rekordniveau, scheitert aber mehrfach. Jede neue Annäherung wird von Gewinnmitnahmen ausgenutzt. Dazu reichen ein negativer Konjunkturindikator, ein schwacher Ausblick eines DAX-Schwergewichts oder eine überraschend harte EZB-Rede. In diesem Fall siehst du im Chart Fehlausbrüche, lange obere Dochte und steigendes Volumen bei Rücksetzern. Dann gewinnen die Bären kurzfristig Oberwasser – perfekte Spielwiese für erfahrene Short-Trader und jene, die ihre Long-Positionen zumindest teilweise absichern wollen. - Szenario 3: Seitwärts-Schieberei mit Fake-Moves
Weder Bullen noch Bären haben die volle Kontrolle. Der DAX pendelt über Tage oder Wochen in einer Range. Oben wird abgeladen, unten gesammelt. Nachrichten sind gemischt, ohne klaren Gamechanger. Für Daytrader eröffnet das Chancen im Range-Trading: an Widerständen verkaufen, an Unterstützungen kaufen. Für langfristige Investoren ist das die typische Phase, in der man Qualitätswerte selektiv aufbaut, ohne FOMO, aber mit Plan.
Risiko-Management – der entscheidende Unterschied: Egal, welches Szenario du persönlich favorisiert: Ohne Risiko-Management wird aus Chance sehr schnell Schaden. Gerade in Phasen, in denen Social Media voll ist mit euphorischen Posts über neue Hochs, ist es verführerisch, zu groß und zu spät einzusteigen. Setze klare Stop-Loss-Marken, definiere im Voraus, wie viel deines Kapitals du pro Trade riskierst, und akzeptiere, dass du auch mal falsch liegst. Profis überleben nicht, weil sie jede Bewegung perfekt timen, sondern weil Verluste klein, Gewinne groß gehalten werden.
Fazit: Wir stehen im DAX an einem neuralgischen Punkt: Die Stimmung ist optimistisch, die Bullen haben die Oberhand, und viele sprechen offen vom Angriff auf neue Rekordregionen. Gleichzeitig sind die Fundamentaldaten in Deutschland und der Eurozone nicht frei von Risiken: schwächere Industrie, fragile Exportnachfrage, geopolitische Unsicherheiten und eine Notenbank, die jederzeit den Ton verschärfen kann, wenn die Inflation wieder anzieht. Für dich als Trader oder Investor bedeutet das: Die Opportunität ist real – aber sie kommt mit einem klaren Preisschild namens Volatilität.
Wer blind dem Hype hinterherläuft, läuft Gefahr, in eine Bullenfalle zu geraten, wenn plötzlich Gewinnmitnahmen einsetzen. Wer dagegen nüchtern auf Charttechnik, Makrodaten und Sentiment schaut, kann genau diese Schwankungen nutzen: Dips in starken Trends zum Einstieg, Übertreibungen zum Ausstieg oder Short-Hedge. Der DAX bleibt das Spielfeld der großen Player – aber mit dem richtigen Wissen, Plan und Disziplin kannst du dir deinen Teil vom Kuchen holen, statt nur zuzusehen.
Unterm Strich: Wir sind in einer Phase, in der sowohl ein weiterer Bullenmarkt-Run als auch eine knackige Korrektur plausible Szenarien sind. Der Unterschied, ob du daraus Risiko oder Chance machst, liegt nicht im DAX selbst, sondern in deinem Setup, deiner Vorbereitung und deinem Umgang mit Emotionen. Frankfurt liefert die Moves – du entscheidest, ob du sie professionell spielst.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


