Android-Trojaner Oblivion umgeht Schutz von Android 15 und 16
26.02.2026 - 07:09:15 | boerse-global.deEine neue Android-Malware namens "Oblivion" umgeht zentrale Sicherheitsfunktionen der aktuellen Betriebssysteme. Der Trojaner verschafft Angreifern tiefen Zugriff auf infizierte Smartphones und markiert eine neue Eskalationsstufe im Kampf gegen Cyberkriminelle.
Die Schadsoftware wird bereits ab 300 US-Dollar monatlich im Darknet vermarktet. Sie sammelt sensible Daten für finanzielle Angriffe und verankert sich ohne Nutzerinteraktion im System. Das macht die Erkennung und Entfernung extrem schwierig.
Da Trojaner wie „Oblivion“ sensible Daten beim Online-Banking und in Apps wie WhatsApp abgreifen, ist ein proaktiver Schutz Ihres Android-Geräts unverzichtbar. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie Sie Ihr Smartphone effektiv absichern. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
Wie "Oblivion" Ihr Smartphone kapert
Der Trojaner nutzt raffinierte Täuschung: Nutzer erhalten gefälschte, aber täuschend echte Systembenachrichtigungen. Diese fordern ein vermeintlich notwendiges Update auf – das jedoch nicht aus offiziellen Kanälen stammt.
Nach der Installation erteilt sich die Malware selbstständig die Kontrolle über den Android Accessibility Service. Diese Schnittstelle sollte eigentlich Menschen mit Einschränkungen helfen. Stattdessen liest "Oblivion" nun Eingaben mit, greift Passwörter ab und schützt sich vor der Deinstallation.
Besonders alarmierend: Die Methode umgeht laut Entwicklern die verschärften Sicherheitsvorkehrungen von Android 15 und 16.
Verdacht auf Infektion? Diese Warnsignale sollten Sie kennen
Moderne Malware will unentdeckt bleiben. Doch oft verrät sie sich durch typische Symptome. Achten Sie auf diese Anzeichen:
- Plötzlich leerer Akku: Hintergrundaktivitäten der Schadsoftware fressen Energie.
- Das Gerät wird langsam: Unerklärliche Leistungseinbrüche oder Abstürze sind ein Warnsignal.
- Unbekannte Apps tauchen auf: Haben Sie Programme nicht selbst installiert, ist Vorsicht geboten.
- Werbung außer Kontrolle: Eine Flut von Pop-ups, besonders außerhalb des Browsers, deutet auf Schadsoftware hin.
- Datenvolumen schwindet: Erhöhter Verbrauch kann bedeuten, dass Ihre Daten heimlich verschickt werden.
Herkömmliche Sicherheits-Updates allein reichen oft nicht aus, um raffinierte Schadsoftware abzuwehren, die sich tief im System verankert. Erfahren Sie in diesem Gratis-Sicherheitspaket, welche fünf Maßnahmen Experten empfehlen, um Sicherheitslücken dauerhaft zu schließen. Kostenlosen Android-Leitfaden jetzt anfordern
So entfernen Sie die Schadsoftware von Ihrem Gerät
Bei Verdacht auf eine Infektion müssen Sie schnell handeln. Gehen Sie Schritt für Schritt vor:
- Starten Sie im abgesicherten Modus neu. Hier laufen nur System-Apps, nachträglich installierte Programme sind deaktiviert. Das stoppt die Malware.
- Prüfen Sie die Geräteadministratoren. Unter
Einstellungen > Sicherheitfinden Sie diese Liste. Entziehen Sie allen verdächtigen Apps die Administratorrechte. - Deinstallieren Sie unbekannte Anwendungen. Gehen Sie in den Einstellungen zur App-Liste und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen oder brauchen.
- Scannen Sie mit einer Sicherheits-App. Laden Sie eine seriöse Antiviren-Lösung aus dem Play Store und führen Sie einen vollständigen Scan durch.
- Zurücksetzen als letzte Option. Hilft nichts mehr, bleibt nur der Hard Reset auf Werkseinstellungen. Achtung: Sichern Sie vorher unbedingt Ihre wichtigen Daten wie Fotos und Kontakte.
Der Trend geht zu schlauerer Malware
"Oblivion" ist kein Einzelfall. Kürzlich tauchte mit "PromptSpy" eine Android-Malware auf, die Googles KI Gemini als Steuerelement nutzt. Sie fragt die KI, wie sie sich im System einnisten kann – und wird so extrem anpassungsfähig.
Cyberkriminelle entwickeln ihre Methoden ständig weiter. Für Nutzer bedeutet das: Updates von Google und den Herstellern sofort installieren. Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen laden. Und immer kritisch prüfen, welche Berechtigungen eine Anwendung wirklich braucht.
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