Android-Trojaner, Arsink

Android-Trojaner Arsink spioniert Zehntausende Geräte aus

11.02.2026 - 03:23:12

Der Android-Schädling Arsink tarnt sich als Premium-Apps und ermöglicht Angreifern vollen Zugriff auf infizierte Smartphones. Sicherheitsexperten warnen vor der Verbreitung über externe Quellen.

Eine hochentwickelte Android-Malware namens Arsink hat bereits Zehntausende Smartphones in über 140 Ländern infiziert. Der Schädling tarnt sich als Premium-Version beliebter Apps und verschafft Angreifern vollen Zugriff. Entdeckt wurde die großangelegte Spionagekampagne von den Sicherheitsspezialisten von Zimperium.

So arbeitet der raffinierte Spionage-Trojaner

Arsink ist ein Remote Access Trojaner (RAT) und damit ein umfassendes Spionagewerkzeug. Nach der Installation kann er eine Vielzahl sensibler Daten abgreifen und an seine Betreiber senden:
* SMS-Nachrichten, Kontaktlisten und Anrufprotokolle
* Echtzeit-Standortdaten
* Gespeicherte Fotos und Dateien

Besonders alarmierend: Angreifer können das infizierte Gerät aus der Ferne steuern. Sie können Anrufe tätigen, Dateien löschen oder sogar den gesamten Speicher leeren. Zur Tarnung nutzt Arsink legitime Dienste wie Google Firebase und Google Drive für die Kommunikation und versteckt sein App-Symbol komplett.

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Die Falle: Mod-Apps außerhalb des Play Stores

Die Malware verbreitet sich fast ausschließlich außerhalb des offiziellen Google Play Stores. Die Betreiber setzen auf Social-Engineering-Taktiken in Messengern wie Telegram oder auf Filehosting-Diensten.

Dort locken sie Nutzer mit angeblichen „Pro“- oder „Mod“-Versionen von über 50 populären Apps in die Falle – darunter WhatsApp, Instagram, TikTok und YouTube. Das Versprechen: kostenlose Premium-Funktionen. Die manipulierten Installationsdateien (APKs) fordern nach der Installation extrem weitreichende Berechtigungen, oft unter Missbrauch der Android-Bedienungshilfen.

Google betont, dass bekannte Arsink-Varianten nicht über den Play Store verteilt werden. Der integrierte Schutz Play Protect könne schädliche Apps auch aus externen Quellen blockieren.

So schützen Sie Ihr Smartphone

Der wirksamste Schutz ist einfach: Laden Sie Apps ausschließlich aus dem offiziellen Google Play Store herunter. Vermeiden Sie „Sideloading“ aus unbekannten Quellen. Prüfen Sie bei jeder Installation kritisch die angeforderten Berechtigungen – Zugriffe auf Bedienungshilfen oder Geräteadministrator-Rechte sind massive Warnsignale.

Weitere essentielle Maßnahmen:
* Halten Sie Ihr Android-Betriebssystem und alle Apps stets aktuell.
* Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für wichtige Konten.
* Überprüfen Sie regelmäßig Ihre installierten Apps und deinstallieren Sie unbekannte oder verdächtige Anwendungen.

Immer raffinierter: Die Zukunft mobiler Bedrohungen

Die Arsink-Kampagne zeigt einen beunruhigenden Trend: Mobile Malware wird immer ausgefeilter und tarnt sich in legitimer Cloud-Infrastruktur. Sicherheitsexperten haben bereits über 1.200 einzigartige Varianten von Arsink identifiziert – ein Zeichen für schnelle Anpassungsfähigkeit.

Das Problem wird durch Millionen von Android-Geräten mit veralteten, nicht mehr gepatchten Betriebssystemen verschärft. Die Bedrohung betrifft nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen, deren Mitarbeiter private Geräte nutzen.

Die Betreiber werden ihre Taktiken weiter verfeinern. Für Nutzer bleibt Wachsamkeit der beste Schutz.

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