Android-Sicherheitslücke bedroht über eine Milliarde Geräte
08.02.2026 - 15:56:12Google bestätigt massive Sicherheitslücke: Mehr als eine Milliarde Android-Smartphones erhalten keine Updates mehr und sind anfällig für Spionage-Angriffe. Das betrifft über 40 Prozent aller aktiven Geräte, die mit Android 12 oder älter laufen. Diese Geräte haben das Ende ihres Sicherheits-Supports erreicht und bilden ein globales Risiko.
Das Systemversagen der Android-Updates
Das Problem ist tief im Android-Ökosystem verwurzelt. Nur 57,9 Prozent aller Geräte nutzen Android 13 oder neuer – die Mindestvoraussetzung für aktuelle Sicherheits-Patches. Alle älteren Versionen fallen in eine Art „Sicherheits-Totzone“. Dort können neu entdeckte Schwachstellen im Betriebssystem nicht mehr geschlossen werden.
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Betroffen sind auch ehemalige Top-Modelle großer Hersteller. Samsungs beliebte Galaxy S21-Serie hat im Februar 2026 offiziell das Ende ihres Update-Supports erreicht. Millionen Nutzer, die diese Flaggschiffe vor wenigen Jahren kauften, sind jetzt schutzlos. Auch die Nachfolger S22 und S21 FE erhalten nur noch vierteljährliche Patches – ein gefährlich langes Zeitfenster für Angreifer.
Googles begrenzte Schutzmaßnahmen
Als Reaktion verweist Google auf seinen eingebauten Malware-Schutz Google Play Protect. Dieser scannt Apps auch auf Geräten bis Android 7. Doch Sicherheitsexperten warnen: Das ist kein Ersatz für systemweite Updates.
„Play Protect kann schädliche Apps erkennen, aber keine tiefen Systemlöcher stopfen“, erklärt ein Experte. Genau diese Kernel-Schwachstellen nutzen jedoch moderne Spionagekampagnen aus. Die Folge: Ein vier Jahre altes Top-Smartphone kann unsicherer sein als ein aktuelles Einsteigergerät. Berichte bestätigen, dass solche Angriffe bereits aktiv sind.
Warum das Android-Ökosystem versagt
Anders als Apple, das Hardware und Software bei iPhones kontrolliert, liefert Google Android an Dutzende Hersteller. Jeder muss Updates für seine Geräte anpassen – ein teurer und langsamer Prozess. Googles Initiative Project Mainline erlaubt zwar Updates über den Play Store, doch die Hauptverantwortung bleibt bei den Herstellern.
Das Ergebnis sind kurze, inkonsistente Support-Zeiträume. Während ein iPhone fünf Jahre Updates erhält, endet der Support bei Android-Geräten oft nach drei Jahren. Eine wachsende digitale Kluft entsteht: Nutzer funktionsfähiger Geräte werden im Stich gelassen.
Was Nutzer jetzt tun können
Die Bedrohungslage ist akut. Mobile Schadsoftware hat im letzten Jahr stark zugenommen, oft mit Fokus auf Finanzdaten. Googles Empfehlung ist eindeutig: Geräte upgraden, die nicht mindestens Android 13 ausführen können.
Wer nicht sofort wechseln kann, sollte extrem vorsichtig sein:
* Apps nur aus dem offiziellen Google Play Store installieren
* Verdächtige Links und Phishing-Versuche meiden
* Die Android-Version unter „Einstellungen > Über das Telefon“ prüfen
Das aktuelle Android-Sicherheits-Bulletin vom Februar 2026 bringt Patches – doch sie erreichen nur noch unterstützte Geräte. Für über eine Milliarde Smartphones bleibt das Sicherheitsrisiko real und allgegenwärtig.
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