Android-Malware Keenadu infiziert tausende Neugeräte ab Werk
17.02.2026 - 17:49:12Sicherheitsforscher warnen vor einer neuen Android-Backdoor namens Keenadu. Die Schadsoftware war auf tausenden Smartphones und Tablets bereits ab Werk installiert. Sie gibt Angreifern die volle Kontrolle über die betroffenen Geräte.
Die Experten von Kaspersky identifizierten die Malware als voll funktionsfähige Hintertür. Über 13.000 infizierte Geräte wurden bis heute bestätigt. Nutzer weltweit sind betroffen, auch in Deutschland.
Eine unsichtbare Gefahr in der Firmware
Bei Keenadu handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Schadsoftware. In schweren Fällen ist sie tief in der Geräte-Firmware verankert. Für den Durchschnittsnutzer ist eine Entfernung damit praktisch unmöglich.
Die Backdoor kann jede App auf dem Gerät infizieren, neue Programme installieren und diesen weitreichende Berechtigungen erteilen. Angreifer erhalten so potenziell Zugriff auf alles:
* Private Fotos und Nachrichten
* Bankzugangsdaten
* Echtzeit-Standortinformationen
Die Malware ähnelt in ihrer Komplexität der berüchtigten Triada-Schadsoftware. Verbreitet wird sie über kompromittierte Firmware, modifizierte System-Apps und sogar über den offiziellen Google Play Store.
Ein auffälliges Detail: Keenadu bleibt inaktiv, wenn Sprache oder Zeitzone des Geräts auf China eingestellt sind. Dies könnte ein Hinweis auf den Ursprung der Angreifer sein.
Das Risiko lauert in der Lieferkette
Der Fall zeigt ein wachsendes Sicherheitsproblem: die Kompromittierung in der Lieferkette. Die Manipulation findet oft nicht beim Markenhersteller statt, sondern bei Zwischenhändlern oder Drittanbietern.
Besonders bei günstigen oder unbekannten Smartphone-Marken ist das Risiko hoch. Geräte werden manipuliert, bevor sie den Kunden erreichen. Das deutsche BSI hat bereits mehrfach vor solcher vorinstallierter Schadsoftware gewarnt.
In der Vergangenheit formten ähnliche Malware wie „BadBox“ riesige Botnetze für kriminelle Aktivitäten. Das vermeintliche Schnäppchen kann Nutzer teuer zu stehen kommen.
So schützen Sie sich vor infizierten Neugeräten
Derzeit konzentrieren sich die Keenadu-Betreiber wohl auf Werbebetrug. Das Schadpotenzial ist jedoch weit größer und reicht von Finanzbetrug bis zum kompletten Identitätsdiebstahl.
Experten raten Verbrauchern zu diesen Schutzmaßnahmen:
* Kaufen Sie bei vertrauenswürdigen Quellen: Greifen Sie zu etablierten Marken und seriösen Händlern.
* Seien Sie skeptisch bei Billigangeboten: Unbekannte Marken mit extrem niedrigen Preisen bergen ein höheres Risiko.
* Nutzen Sie Sicherheitssoftware: Eine renommierte Antiviren-App für Mobilgeräte kann Bedrohungen erkennen.
* Achten Sie auf Warnzeichen: Plötzlich hoher Akku- oder Datenverbrauch, unerklärliche Pop-ups oder unbekannte Apps sind Alarmsignale.
* Halten Sie Ihr System aktuell: Installieren Sie regelmäßig Updates für das Betriebssystem und alle Apps.
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Die Entdeckung von Keenadu unterstreicht die Professionalisierung der mobilen Cyberkriminalität. Das Wettrüsten zwischen Angreifern und Sicherheitsexperten geht weiter. Für Verbraucher wird eine wachsende digitale Wachsamkeit immer wichtiger.
@ boerse-global.de
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