Amundi ETF: Renditen steigen
21.02.2026 - 20:32:45 | boerse-global.deDer Markt für Euro-Unternehmensanleihen gerät in Bewegung: Steigende Aufschläge bei Neuemissionen und dünnere Orderbücher signalisieren ein nachlassendes Momentum. Für Anleger im Amundi Euro Corporate SRI ETF markiert diese Entwicklung ein Spannungsfeld zwischen attraktiven Renditechancen und zunehmenden Kursrisiken durch ein hohes Emissionsvolumen. Können die aktuellen Renditevorteile die möglichen Kursverluste der Bestandsanleihen abfedern?
Nachfrage am Anleihenmarkt kühlt ab
Die Nachfrage nach neuen Investment-Grade-Anleihen in Euro hat sich zuletzt abgeschwächt. In dieser Woche waren Benchmark-Emissionen im Durchschnitt nur noch 2,85-fach überzeichnet. Zu Beginn des Jahres lag die Deckungsquote oft noch beim Drei- bis Vierfachen. Gleichzeitig weiteten sich die Risikoaufschläge (Spreads) um drei bis vier Basispunkte aus, da das Angebot am Markt spürbar zunahm.
Ein höheres Emissionsvolumen birgt grundsätzlich die Gefahr steigender Renditen, was für bestehende Anleihen im Portfolio Kursverluste bedeuten kann. Dennoch bleibt das Interesse an Unternehmenspapieren aufgrund des erreichten Renditeniveaus hoch, zumal die Bilanzen der Emittenten weitgehend solide erscheinen.
Strategie und Renditevorteil
Der Amundi Euro Corporate SRI ETF bildet den Bloomberg MSCI Euro Corporate ESG Sustainability SRI Index physisch ab. Dabei werden Emittenten aus kritischen Sektoren wie Rüstung, Tabak oder fossilen Brennstoffen konsequent ausgeschlossen. Mit einer Rendite von rund 3,2 Prozent bieten Euro-Unternehmensanleihen derzeit einen deutlichen Aufschlag gegenüber dem Einlagenzins der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent.
Dieses Zinsumfeld ist für sicherheitsorientierte Anleger attraktiv, führt jedoch bei Neuemissionen zu Anpassungen. Da neue Papiere bessere Konditionen bieten, müssen die Kurse älterer Anleihen mit niedrigeren Kupons nachgeben, um marktfähig zu bleiben. Mit einem verwalteten Vermögen von 664 Millionen Euro und einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,14 Prozent gehört der ETF zu den kosteneffizienten Optionen in diesem Segment.
Ausblick auf das Emissionsjahr
Für das laufende Jahr 2026 wird mit einem weiteren Anstieg der Neuemissionen gerechnet. Vor allem der hohe Finanzierungsbedarf für Investitionen in Künstliche Intelligenz dürfte für ein stetiges Angebot an hochwertigen Unternehmensanleihen sorgen. Dies bietet Anlegern zwar eine breitere Diversifikation, könnte aber bei einem dauerhaft hohen Angebot die Renditen weiter nach oben treiben.
Das makroökonomische Umfeld mit solidem Wachstum und sinkender Inflation stützt den Rentenmarkt grundsätzlich. Dennoch sollten Investoren die geopolitischen Unsicherheiten in Europa im Blick behalten. Da die Risikoaufschläge historisch niedrig sind, bleibt bei einer wirtschaftlichen Eintrübung nur wenig Spielraum für Kursstützungen.
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