AMTSO, Android-Sicherheitstests

AMTSO startet neue Android-Sicherheitstests für 2026

25.02.2026 - 13:19:19 | boerse-global.de

Angesichts steigender Malware-Zahlen bewerten neue AMTSO-Tests kostenlose Antiviren-Apps. Google Play Protect schneidet in Vergleichstests am schlechtesten ab.

Die Anti-Malware Testing Standards Organization (AMTSO) hat heute ihre offizielle Testreihe für Android-Sicherheitsanwendungen veröffentlicht. Angesichts eines Anstiegs von Android-Malware um 30 Prozent im vergangenen Jahr fragen sich Millionen Nutzer: Wie sichere ich mein Smartphone effektiv? Kostenlose Antivirus-Apps rücken dabei stark in den Fokus.

Sie versprechen einen robusten Basisschutz vor Viren, Spyware und Phishing – ohne jährliche Abonnementkosten. Doch halten sie, was sie versprechen? Die neuen AMTSO-Standards bilden die Grundlage für unabhängige Prüflabore wie AV-TEST, um genau das zu bewerten.

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Warum mobiler Schutz heute unverzichtbar ist

Die Bedrohungslage für Android-Nutzer hat sich deutlich verschärft. Cyberkriminelle verlagern ihre Taktiken auf komplexe Schadsoftware und Social-Engineering-Angriffe. Ein aktuelles Beispiel ist der Remote-Access-Trojaner Arsink, der sich als regulärer Cloud-Datenverkehr tarnt.

Mitte Februar musste Google zudem eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2026-0106) in einer zentralen Systemkomponente schließen. Über diese "Elevation of Privilege"-Schwachstelle hätten Apps weitreichende Systemrechte erlangen können. Solche Vorfälle zeigen: Selbst tiefgreifende Systemkomponenten sind nicht fehlerfrei.

Gleichzeitig werden gefälschte Sicherheits-Apps, die nach der Installation umfangreiche Datenzugriffe fordern, vermehrt über soziale Netzwerke verbreitet. Diese dynamische Lage macht deutlich: Nutzer dürfen sich nicht allein auf gelegentliche Systemupdates verlassen.

Google Play Protect im Test: Reicht der Basisschutz?

Jedes zertifizierte Android-Smartphone bringt Google Play Protect mit. Der integrierte Scanner überprüft Apps vor dem Download und sucht das Gerät nach Schadsoftware ab. Braucht es da überhaupt eine zusätzliche App?

Die jüngsten unabhängigen Tests liefern eine klare Antwort. In einem umfassenden Dauertest von AV-TEST aus dem Januar, der den Zeitraum Juli bis Dezember 2025 abdeckte, schnitt Play Protect im Vergleich zu zehn externen Sicherheits-Apps am schlechtesten ab. Die Anwendungen mussten sich gegen fast 18.000 neue und bekannte Schadprogramme beweisen.

Fünf der elf getesteten Lösungen erreichten eine fehlerfreie Erkennungsrate und die volle Punktzahl. Play Protect landete auf dem letzten Platz. Branchenbeobachter sehen den integrierten Schutz als solide Basis gegen bekannte Bedrohungen aus dem offiziellen Store. Bei raffinierten Phishing-Angriffen, Zero-Day-Exploits oder per Sideloading installierten Apps stößt er jedoch oft an seine Grenzen.

Diese kostenlosen Antivirus-Apps führen 2026

Wer sein Android-Gerät ohne Investition schützen möchte, findet im Play Store etablierte Alternativen. Ihr Geschäftsmodell basiert meist auf Freemium: Der Virenschutz ist gratis, Zusatzfunktionen kosten Geld.

Avast Mobile Security und AVG Antivirus Free gehören zu den bekanntesten Lösungen. Beide Apps bieten KI-gestützte Scan-Engines, die Malware in Echtzeit erkennen. Sie prüfen WLAN-Netzwerke auf Schwachstellen und identifizieren unsichere Links. In Labortests erreichen sie regelmäßig maximale Erkennungsraten.

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Bitdefender Antivirus Free setzt auf Schlichtheit. Die App bietet einen einfachen Scanner, der das Gerät per Knopfdruck analysiert. Da der Abgleich mit einer Cloud-Datenbank erfolgt, bleibt die App schlank und bremst auch ältere Smartphones nicht aus.

Als ergänzende Zweitmeinung eignet sich Malwarebytes. Die kostenlose Version ist spezialisiert auf die Bereinigung bereits infizierter Systeme von Viren und Adware. Einen kontinuierlichen Echtzeitschutz bietet sie in der Gratis-Variante jedoch nicht.

Gratis vs. Premium: Das sind die Unterschiede

Die kostenlosen Versionen nutzen zwar oft den gleichen Kern-Scanner wie ihre Premium-Pendants, bei den Zusatzfunktionen gibt es aber deutliche Abstriche. Für den reinen Schutz vor Schadsoftware reichen die Gratis-Apps meist aus. Die ganzheitliche Absicherung der digitalen Identität erfordert oft ein Upgrade.

Ein wesentlicher Unterschied zeigt sich bei integrierten VPNs. Premium-Lösungen bieten oft unbegrenztes Datenvolumen. Die VPN-Funktionen in kostenlosen Antivirus-Apps sind stark limitiert – häufig auf nur 150 bis 200 Megabyte pro Tag.

Zudem fehlen in den kostenfreien Versionen häufig erweiterte Anti-Diebstahl-Funktionen. Premium-Programme ermöglichen die Fernortung, -sperrung und Datenlöschung verlorener Geräte. Auch KI-gesteuerte Filter für SMS-Phishing und die Überwachung des Darkwebs auf geleakte Passwörter sind meist hinter einer Paywall verborgen.

Wachsamkeit bleibt der wichtigste Faktor

Mit der heute gestarteten AMTSO-Testserie wird sich zeigen, wie schnell die Anbieter auf die neuesten Bedrohungen reagieren. Marktbeobachter erwarten, dass Künstliche Intelligenz auf beiden Seiten das bestimmende Thema bleibt. Schadsoftware wird ihr Verhalten immer dynamischer anpassen, um einer Entdeckung zu entgehen.

Für Nutzer bedeutet das: Die installation einer verifizierten, kostenlosen Antivirus-App schließt wichtige Lücken von Google Play Protect. Doch das eigene Verhalten bleibt der entscheidende Sicherheitsfaktor. Downloads aus inoffiziellen Quellen vermeiden, App-Berechtigungen kritisch hinterfragen und Systemupdates zeitnah installieren – diese Maßnahmen kann keine Software ersetzen.

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