OSRAM, Aktie

ams OSRAM Aktie: Milliardenaufträge stützen Turnaround

24.03.2026 - 17:00:31 | boerse-global.de

Der Halbleiterkonzern sichert sich Rekordaufträge und fokussiert auf KI-Infrastruktur. Ratingagentur Moody's hebt den Ausblick an, während der Schuldenabbau voranschreitet.

ams OSRAM Aktie: Milliardenaufträge stützen Turnaround - Foto: über boerse-global.de
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Der Technologiekonzern ams OSRAM liefert greifbare Beweise für seinen operativen Fortschritt. Mit vertraglich gesicherten Aufträgen in Milliardenhöhe und einem strategischen Schwenk in Richtung KI-Infrastruktur sammelt das Unternehmen Pluspunkte bei Ratingagenturen. Dennoch bleibt der Weg zur vollständigen Erholung ein bilanzieller Kraftakt.

KI-Fokus und Rekordaufträge

Ein zentraler Baustein der aktuellen Entwicklung ist das Halbleitersegment. Hier verzeichnet das Unternehmen ein Allzeithoch bei den sogenannten Design-Wins von über fünf Milliarden Euro. Diese vertraglich gesicherten künftigen Umsätze sind ein starker Indikator für die zukünftige Marktposition. Gleichzeitig passt das Management seine Technologie für neue Märkte an: Die ursprünglich für Autoscheinwerfer entwickelte MicroLED-Technologie soll künftig als "Optical Interconnect" den hohen Energiebedarf der Datenübertragung in KI-Rechenzentren senken.

Diese operative Neuausrichtung zahlt sich auf der Finanzierungsseite aus. Die Ratingagentur Moody’s hob den Ausblick für das langfristige Emittentenrating von „stabil“ auf „positiv“ an, auch wenn das eigentliche Rating vorerst bei „B3“ bleibt. Hauptgründe für die bessere Einschätzung sind der konsequente Schuldenabbau und die deutlich verringerten Verluste. Im kürzlich abgeschlossenen Geschäftsjahr 2025 schrumpfte der Nettoverlust von 786 Millionen auf 130 Millionen Euro.

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Desinvestitionen sollen Schuldenlast drücken

Um die Zinslast nachhaltig auf unter 150 Millionen Euro pro Jahr zu senken, treibt das Management den Verkauf von Randbereichen voran. Nach dem Verkauf des Lampengeschäfts an Ushio für 114 Millionen Euro steht im zweiten Quartal 2026 der Abschluss des Infineon-Deals an. Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts soll weitere 570 Millionen Euro in die Kassen spülen. An der Börse spiegelt sich dieser Fortschritt momentan nur bedingt wider. Die Aktie notiert aktuell bei 8,77 Euro und verweilt damit leicht unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 9,03 Euro.

Das laufende Jahr 2026 deklariert die Unternehmensführung weiterhin als Übergangsjahr, in dem wegfallende Umsatzanteile durch Spartenverkäufe das Ergebnis kurzfristig beeinflussen werden. Langfristig peilt der Konzern bis 2030 im Halbleitergeschäft eine EBITDA-Marge von mindestens 25 Prozent an. Der nächste konkrete Prüfstein für die Profitabilität der neuen Aufträge folgt am 7. Mai mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal 2026.

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