ams OSRAM Aktie: Gewinn zurück, Stellen weg
23.03.2026 - 16:00:31 | boerse-global.deDer österreichische Halbleiterkonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Wer nun auf ein Ende der harten Sanierungsmaßnahmen hofft, wird allerdings enttäuscht. Um die Profitabilität langfristig abzusichern, kündigt das Management direkt das nächste Sparprogramm an, das weltweit Tausende Arbeitsplätze kosten wird.
Turnaround auf der ganzen Linie
Nach den massiven Abschreibungen des Vorjahres, insbesondere im Bereich der MicroLED-Strategie, liefert die Bilanz für 2025 deutliche Entspannungssignale. Das Betriebsergebnis (EBIT) nach IFRS drehte von einem Fehlbetrag von 547 Millionen Euro auf einen Gewinn von 102 Millionen Euro. Auch operativ verbesserte sich die Lage: Das bereinigte EBIT kletterte auf 288 Millionen Euro, was einer Marge von 18,3 Prozent entspricht.
Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung war das vorzeitig abgeschlossene Effizienzprogramm. Dieses brachte die anvisierten Einsparungen von 220 Millionen Euro bereits ein Jahr früher als ursprünglich geplant ein.
Neues Sparprogramm und Verkäufe
Gleichzeitig bessert der Konzern seine Bilanz durch den Verkauf von Randbereichen auf, was insgesamt rund 670 Millionen Euro an liquiden Mitteln einbringt:
- Ushio Inc.: Verkauf des Lampengeschäfts für 114 Millionen Euro (Anfang März 2026 abgeschlossen)
- Infineon: Vereinbarte Veräußerung nicht-optischer Sensoren für 570 Millionen Euro in bar
Durch diese Transaktionen sinkt die Pro-forma-Verschuldungsquote auf einen Wert von 2,5. Um auf diesem Niveau auch künftig profitabel zu wirtschaften, zieht der Vorstand die Kostenschraube weiter an. Das neu aufgelegte Transformationsprogramm „Simplify“ zielt darauf ab, bis 2028 zusätzliche 200 Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Weltweit fallen im Zuge dessen rund 2.000 Stellen weg, gut die Hälfte davon an europäischen Standorten.
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Verhaltenes Auftaktquartal
Trotz der bereinigten Bilanz blickt das Management überaus vorsichtig auf die kommenden Monate. Für das laufende erste Quartal 2026 rechnet das Unternehmen aufgrund saisonaler Effekte und der fehlenden Umsätze aus den verkauften Sparten nur noch mit Erlösen um 760 Millionen Euro und einer Marge von etwa 15 Prozent.
Am Aktienmarkt wird diese Zurückhaltung sachlich verarbeitet. Der Titel notiert am Montag bei 8,83 Euro und weist damit auf Sicht von 30 Tagen ein moderates Minus von 5,66 Prozent auf. Der aktuelle RSI-Wert von 30,2 deutet dabei auf eine kurzfristig leicht überverkaufte Situation hin.
Die nächsten detaillierten Einblicke in die operative Entwicklung liefert der Konzern am 7. Mai 2026 mit den Zahlen zum ersten Quartal. Dann muss das Management belegen, dass die neu initiierten Kostensenkungen die schwächere Umsatzprognose im Automobil- und Industriegeschäft zügig kompensieren können.
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