AMD und Meta schmieren KI-Allianz mit Milliarden-Deal
25.02.2026 - 04:09:52 | boerse-global.deMeta setzt künftig bis zu sechs Gigawatt an AMD-Grafikchips für seine KI-Infrastruktur ein. Die Mega-Partnerschaft soll den Weg zu einer „persönlichen Superintelligenz“ ebnen und den Marktführer Nvidia herausfordern.
Santa Clara/Menlo Park. Der Wettlauf um die beste Hardware für Künstliche Intelligenz hat eine neue Dimension erreicht. Der US-Chipdesigner AMD und der Facebook-Konzern Meta haben ihre strategische Partnerschaft massiv ausgebaut. Kern des am Montag bekanntgegebenen Mehrjahresvertrags: Meta wird bis zu sechs Gigawatt an Leistung für AMDs Instinct™ KI-Beschleuniger in seinen Rechenzentren installieren. Das entspricht dem Strombedarf mehrerer Großstädte und ist einer der größten Infrastruktur-Deals der KI-Ära.
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Der Deal festigt AMDs Position als ernstzunehmender Konkurrent von Marktführer Nvidia. Für Meta ist es ein kalkulierter Schachzug, um sich von einem einzigen Lieferanten unabhängiger zu machen. „Diese Partnerschaft ist zentral für unsere ehrgeizige Roadmap hin zu einer persönlichen Superintelligenz“, ließ Meta-Chef Mark Zuckerberg verlautbaren. Die ersten Systeme sollen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden.
Strategischer Coup im KI-Chipkrieg
Die Ankündigung markiert einen Wendepunkt. Bisher dominierte Nvidia den Markt für Hochleistungs-GPUs, die komplexe KI-Modelle trainieren und ausführen. Große Cloud-Anbieter wie Meta suchen nun gezielt nach Alternativen, um Lieferengpässe zu vermeiden und den Innovationsdruck zu erhöhen.
„Bis zu sechs Gigawatt – das ist eine Hausnummer, die den gesamten Markt in Bewegung bringt“, sagt eine Branchenanalystin. Die erste Ausbaustufe sieht Lieferungen für ein Gigawatt ab Ende 2026 vor. Die Hardware basiert auf einer für Meta maßgeschneiderten Instinct-GPU der MI450-Generation. Sie wird in ein gemeinsam entwickeltes Rack-System integriert, das auf AMDs Helios-Architektur und den kommenden EPYC™-CPUs der sechsten Generation (Codename „Venedig“) aufbaut.
Der Fokus der Zusammenarbeit liegt stark auf KI-Inferenz, also dem Betrieb trainierter Modelle. Hier sind Energieeffizienz und stabile Performance entscheidend. Meta setzt bereits heute Millionen von AMD-CPUs und Tausende Instinct-GPUs der MI300-Serie in seinen Rechenzentren ein.
Aktien-Optionen binden Meta langfristig an AMD
Die Allianz geht weit über einen reinen Kaufvertrag hinaus. Sie hat eine einzigartige finanzielle Komponente: AMD hat Meta eine leistungsgebundene Aktienoption über bis zu 160 Millionen eigene Aktien gewährt.
Diese Option wird schrittweise fällig, sobald Meta bestimmte Einkaufsziele erreicht – beginnend mit dem ersten Gigawatt bis hin zur vollen Auslastung von sechs Gigawatt. Erfüllt Meta alle Meilensteine, könnte es damit rund zehn Prozent der AMD-Aktien halten. Die Ausübung ist zudem an bestimmte Kursziele geknüpft. „Das schafft einen mächtigen Anreiz für den gemeinsamen Erfolg und bindet die Interessen beider Unternehmen auf Jahre“, kommentiert ein Finanzexperte.
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Für AMD bedeutet der Deal einen Vertrauensbeweis und soll das Wachstum im lukrativen Datenzentrumsgeschäft über Jahre antreiben.
Maßgeschneiderte Technik von der Software bis zum Rack
Im Zentrum steht eine komplett gemeinsam entwickelte Plattform. Die maßgefertigte MI450-GPU ist speziell auf Metas rechenintensive KI-Workloads optimiert – ein Schritt weg von der Universallösung hin zur Spezialisierung.
Doch die Partnerschaft umfasst mehr als nur Grafikchips. Meta wird auch Lead-Kunde für zwei kommende EPYC-CPU-Generationen („Venedig“ und „Verano“) sein, die für maximale Leistung pro Watt optimiert werden. Die gesamte Architektur wird durch AMDs offene Software-Plattform ROCm™ zusammengehalten. Diese ganzheitliche Abstimmung vom Chip bis zur Software soll eine der größten KI-Installationen der Welt antreiben.
Ausblick: Ein neues Spiel für die KI-Infrastruktur
Die erweiterte Allianz ist ein Weckruf für die Branche. Für Meta sichert sie die nötige Rechenpower für die nächste Generation von KI-Diensten in Facebook, Instagram und WhatsApp. Die Ausgaben für KI-Infrastruktur sollen in den komm Jahren deutlich steigen.
Für AMD ist es der Durchbruch als Top-Tier-Zulieferer für Hyperscaler. Der Markt honoriert den Coup bereits: Die AMD-Aktie legte nach der Ankündigung im außerbörslichen Handel spürbar zu. Gelingt die Umsetzung, könnte diese tiefe Integration von Hard- und Software zum Blaupause für künftige Allianzen im KI-Zeitalter werden. Die Industrie wird die ersten Installationen ab Ende 2026 genau beobachten.
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