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AMD Ryzen AI 400: Neuer Maßstab für KI-PCs

25.01.2026 - 16:53:12

AMDs neue Prozessorgeneration mit XDNA-2-KI-Einheit erreicht bis zu 60 TOPS und übertrifft Konkurrenzprodukte in Benchmarks. Die Serie startet im ersten Quartal 2026.

AMD setzt mit seiner neuen Ryzen AI 400-Prozessorserie einen neuen Standard für KI-fähige Laptops. Die auf der Zen-5-Architektur basierenden Chips kombinieren erstklassige KI-Leistung mit deutlichen Sprüngen bei Rechenkraft und Grafik. Sie sollen ab dem ersten Quartal 2026 in Geräten führender Hersteller verfügbar sein.

Kernstück: Die neue XDNA-2-KI-Einheit

Das Herzstück der neuen Serie ist die verbesserte neuronale Verarbeitungseinheit (NPU) XDNA 2. In Top-Modellen wie dem Ryzen AI 9 HX 475 erreicht sie eine Leistung von bis zu 60 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde). Das übertrifft die Vorgängergeneration und setzt AMD im reinen KI-Benchmark vor die Konkurrenz von Intel. Selbst die Einstiegsmodelle der Serie starten bei 50 TOPS.

Diese Leistungsexplosion ist entscheidend, da immer mehr Software auf lokale KI-Verarbeitung setzt – etwa Microsofts Copilot+. Doch der Wettbewerb schläft nicht: Qualcomms angekündigte Snapdragon-X2-Elite-Chips sollen bis zu 80 TOPS bringen. AMD kontert mit einem integrierten Gesamtpaket aus starker CPU, GPU und NPU.

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Mehr Power für Arbeit und Spiele

Neben der KI-Leistung verspricht AMD auch bei der herkömmlichen Rechen- und Grafikperformance deutliche Fortschritte. Laut Herstellerangaben übertrifft die Ryzen-AI-400-Serie einen vergleichbaren Intel Core Ultra 9 288V bei gleicher 30-Watt-Leistungsaufnahme um 10 Prozent.

Für Produktivitätsaufgaben sollen die Gewinne noch größer ausfallen. In Multitasking-Szenarien sei der Ryzen AI 9 HX 470 1,3-mal schneller als Intels „Lunar Lake“-Chip. Ein Praxisbeispiel: Bei einem Microsoft-Teams-Call parallel zu Office-Anwendungen war der AMD-Prozessor im Schnitt 29 Prozent schneller. Content Creator dürften sich über bis zu 70 Prozent mehr Performance in gängigen Benchmarks freuen.

Die integrierte RDNA-3.5-Grafik wurde ebenfalls optimiert. Eine neue FSR-„Redstone“-Technologie verspricht nahezu native Bildqualität auch aus niedrigeren Auflösungen – ein Plus für Gaming und Medienwiedergabe.

High-End-Refresh für Profis und Gamer

Für anspruchsvolle Nutzer kündigt AMD zudem die Ryzen AI Max 400-Serie an. Diese Aktualisierung der „Strix Halo“-Plattform, intern „Gorgon Halo“ genannt, zielt auf Premium-Ultrabooks, Workstations und kompakte Gaming-Systeme.

Es handelt sich laut Leaks vor allem um ein iteratives Update mit leicht erhöhten Taktraten. Das Flaggschiff Ryzen AI Max+ 495 soll seine Zen-5-CPU- und Radeon-8060S-GPU-Kerne jeweils um 100 MHz höher takten. Ein echter Performance-Boost könnte jedoch vom Support für schnelleren Arbeitsspeicher mit bis zu 8.533 MT/s kommen.

Wettlauf um die Vorherrschaft im KI-PC-Markt

Mit der Ankündigung auf der CES 2026 positioniert sich AMD stark im umkämpften Markt für KI-PCs. Der direkte Konkurrent ist Intels neue „Panther Lake“ Core Ultra 300 Serie. Erste unabhängige Benchmarks deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. In einigen Multithreading-Tests soll Intels Core Ultra X9 388H leicht vor einem gemeldeten Ergebnis für den AMD Ryzen AI 9 HX Pro 470 gelegen haben.

Der Marktstart im ersten Quartal 2026 wird den wahren Praxistest bringen. Entscheidend für den Erfolg wird die breite Verfügbarkeit in Laptops von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo sein. Die „Gorgon Halo“-Refresh-Modelle zum Jahresende sollen AMDs Position im High-End-Segment dann weiter festigen. Die Strategie ist klar: Mit einem leistungsstarken, integrierten Gesamtpaket will AMD einen großen Teil des nächsten PC-Zeitalters für sich beanspruchen.

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