AMD Aktie: Neuer Finanzkniff
24.02.2026 - 04:23:04 | boerse-global.deAMD greift zu einem ungewöhnlichen Mittel, um seine KI-Chips schneller in Rechenzentren zu bringen. Statt nur zu verkaufen, stützt der Konzern nun offenbar auch die Finanzierung auf Kundenseite. Die Botschaft dahinter: In der KI-Infrastruktur entscheidet nicht nur die Technik, sondern auch, wer die Hardware überhaupt bezahlt bekommt.
Kreditgarantie für KI-Chips
Laut einem Bericht, der zuerst von The Information publik gemacht und anschließend breit aufgegriffen wurde, sichert AMD einen Kredit über 300 Millionen US-Dollar ab. Der Kredit stammt demnach von Goldman Sachs und soll dem Cloud-Startup Crusoe ermöglichen, AMDs KI-Beschleuniger für ein Rechenzentrum in Ohio zu kaufen und auszurollen. Entwickelt wird die Anlage von 5C, einem kanadischen Projektentwickler, der von Brookfield unterstützt wird.
Der Clou liegt im Risikoteilen: Sollte Crusoe keine ausreichenden Kunden finden – etwa KI-Entwickler, die die Rechenleistung buchen –, will AMD die eigenen Chips laut Bericht zurückleasen. Diese Absicherung soll Crusoe zudem geholfen haben, einen Zinssatz von rund 6% zu bekommen – deutlich günstiger, als es ohne Garantie wahrscheinlich gewesen wäre.
Solche Konstruktionen sind an der Börse nicht ganz frei von Diskussionen. Der Ansatz erinnert an Modelle, die Nvidia in ähnlicher Form genutzt hat. Genau diese „Finanzierungs-Deals“ stehen teils in der Kritik, weil sie den Eindruck von Kreislauffinanzierung im KI-Sektor erzeugen können.
Konkurrenzdruck durch Nvidia nimmt zu
Parallel verschärft sich der Wettbewerb, und zwar nicht nur bei KI-GPUs. Nvidia hat nach Berichten eine mehrjährige Rechenzentrumsvereinbarung mit Meta ausgeweitet, die Metas erste größere Nutzung von Nvidias Grace-Servern ohne GPU umfasst. Damit bewegt sich Nvidia direkter in den klassischen CPU-Markt hinein, der traditionell von Intel und AMD geprägt ist.
Technologisch setzt Nvidia dabei auf Arm-Architektur, während AMDs EPYC-Prozessoren auf x86 basieren. Hintergrund ist ein Trend bei großen Cloud-Anbietern: Für bestimmte Anwendungen – etwa kleinere Modelle oder „agentische“ KI-Workloads – wird CPU-basiertes Inferencing stärker geprüft. Genau das eröffnet Nvidia eine zusätzliche Angriffsfläche.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?
Und es bleibt nicht beim Rechenzentrum: Berichte deuten zudem darauf hin, dass Nvidia auch Chips für Consumer-Laptops vorbereitet. Das könnte perspektivisch Druck auf AMDs PC-Geschäft ausüben.
Warum der Markt nervös bleibt
Der Schritt kommt in einer Phase, in der die Aktie nach den jüngsten Quartalszahlen unter Druck steht. Zwar übertraf AMD beim Gewinn je Aktie im vierten Quartal 2025 die Erwartungen deutlich, doch ein Punkt belastete die Stimmung: Das Wachstum im Rechenzentrum lag laut Bericht unter dem Tempo, das das Management zuvor als Zielgröße in Aussicht gestellt hatte.
Zuletzt spiegelte sich die Skepsis auch im Kursbild. Auf 30-Tage-Sicht liegt die Aktie mit -21,22% klar im Minus – ein Hinweis, dass Anleger die kurzfristige Dynamik im KI- und Datacenter-Geschäft kritischer bewerten.
Unterm Strich zeigt die Kreditabsicherung vor allem eins: AMD will mehr KI-Hardware in den Markt drücken und ist bereit, dafür finanzielle Hebel einzusetzen. Der nächste harte Prüfstein ist bereits terminiert: Am 5. Mai 2026 legt AMD die nächsten Zahlen vor.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.


