Amazon-Kunden im Visier: Neue Phishing-Welle lockt mit 130 Euro
09.02.2026 - 19:23:12Verbraucherschützer warnen vor einer raffinierten Phishing-Welle, die gezielt Amazon-Kunden angreift. Die Betrüger versprechen eine angebliche Rückerstattung von 129,89 Euro, um an sensible Kontodaten zu gelangen. Der Trick: Künstlich erzeugter Zeitdruck soll die Empfänger zu schnellen, unüberlegten Klicks verleiten.
So sieht der Betrug aus
Die gefälschten E-Mails tragen Betreffzeilen wie „Rückerstattung erfolgreich!“. Sie informieren den Kunden, dass eine Gutschrift von 129,89 Euro zur Auszahlung bereitstehe. Um das Geld zu erhalten, müsse der Empfänger nur seine Zahlungsinformationen über einen beigefügten Link „bestätigen“.
Phishing-Angriffe wie im Artikel beschrieben funktionieren oft über künstlichen Zeitdruck und täuschend echte Login‑Seiten. Ein kostenloses Anti‑Phishing‑Paket erklärt in vier klaren Schritten, wie Sie gefälschte Seiten erkennen, Links sicher prüfen und Kontozugänge wirksam schützen. Mit praktischen Beispielen und einer Checkliste für sofort umsetzbare Maßnahmen — ideal für Amazon-Kunden und alle, die sich online schützen wollen. Jetzt Anti-Phishing-Guide herunterladen
- Dieser Link führt jedoch nicht zu Amazon, sondern auf eine täuschend echte gefälschte Login-Seite.
- Dort abgefragte Daten wie Passwort, Bank- oder Kreditkartendaten landen direkt bei den Kriminellen.
- Diese können dann das Konto übernehmen, Bestellungen tätigen oder die Daten im Darknet verkaufen.
Daran erkennen Sie die Falle
Trotz professionellem Auftreten verraten sich die Phishing-Mails durch klare Warnsignale:
- Unpersönliche Anrede: „Guten Tag“ statt Ihres vollen Namens.
- Fragwürdiger Absender: Die E-Mail-Adresse stammt nicht von einer offiziellen Amazon-Domain.
- Erzeugte Dringlichkeit: Die Betrüger setzen eine sehr kurze Frist von oft nur wenigen Tagen.
- Amazon fragt niemals sensible Daten wie Passwörter oder vollständige Kreditkartendetails per E-Mail ab.
So schützen Sie sich wirksam
Die erste Verteidigungslinie ist Ihre eigene Skepsis. Klicken Sie niemals auf Links in unerwarteten E-Mails. Prüfen Sie den Status von Bestellungen oder Rückerstattungen ausschließlich, indem Sie sich manuell in der offiziellen Amazon-App oder -Website einloggen.
Experten raten zudem dringend zur Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für Ihr Amazon-Konto. Selbst wenn Kriminelle Ihr Passwort erbeuten, können sie sich ohne den zweiten Sicherheitscode nicht anmelden.
Sollten Sie Opfer eines solchen Angriffs geworden sein, handeln Sie sofort: Ändern Sie alle betroffenen Passwörter und informieren Sie Ihre Bank, um Karten sperren zu lassen. Verdächtige Nachrichten gehören direkt in den Spam-Ordner.


