Alzheimer-Medikament, Gehirntraining

Alzheimer-Medikament scheitert, Gehirntraining senkt Demenzrisiko

22.02.2026 - 16:09:12 | boerse-global.de

Ein neues Alzheimer-Medikament erhält keinen Zusatznutzen, während eine Langzeitstudie zeigt, dass gezieltes kognitives Training das Demenzrisiko um 25 Prozent senken kann.

Ein neues Alzheimer-Medikament erhält in Deutschland keinen Zusatznutzen. Fast zeitgleich belegt eine Langzeitstudie: Gezieltes Gedächtnistraining kann das Demenzrisiko um ein Viertel senken. Diese parallelen Entwicklungen markieren einen Wendepunkt im Kampf gegen den geistigen Abbau.

Rückschlag für pharmakologische Alzheimer-Therapie

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bescheinigte dem Antikörper Lecanemab diese Woche keinen belegten Zusatznutzen. Für den Hersteller ist das ein herber Schlag. Die Behandlung kostet über 38.000 Euro pro Jahr und Patient – nun wird der Preis mit den Krankenkassen neu verhandelt.

Neurologen bewerten die Entscheidung als Rückschlag für Betroffene. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Prävention enorm. Da heilende Medikamente weiter auf sich warten lassen, rückt Gedächtnistraining vom Freizeithobby zur dringenden medizinischen Maßnahme auf.

Studie: 25 Prozent weniger Demenz nach Gehirnjogging

Eine bahnbrechende US-Langzeitstudie liefert die wissenschaftliche Grundlage. Forscher werteten Daten von über 2.800 Senioren aus 20 Jahren aus. Das Ergebnis: Teilnehmer eines speziellen kognitiven Speed-Trainings hatten ein um 25 Prozent geringeres Demenzrisiko.

Das Training forderte nicht Wissen, sondern schnelle visuelle Verarbeitung. Am Bildschirm mussten Senioren Objekte identifizieren – die Software passte den Schwierigkeitsgrad automatisch an. Schon fünf bis sechs Wochen mit regelmäßigen Übungseinheiten reichten für den jahrzehntelangen Schutz. Klassische Logikrätsel zeigten diesen Effekt nicht.

So trainieren Senioren ihr Gehirn effektiv

Aus der Studie lassen sich klare Empfehlungen ableiten. Kreuzworträtsel und Sudoku bleiben sinnvoll, doch Experten fordern mehr Dynamik. Im Fokus stehen jetzt Reaktionsgeschwindigkeit und geteilte Aufmerksamkeit.

Hochwirksam ist sogenanntes Dual-Tasking: Dabei kombinieren Senioren körperliche und geistige Aufgaben. Beispiele sind Rechenaufgaben beim Treppensteigen oder das Zählen bestimmter Objekte während eines Spaziergangs. Auch Tanzen gilt als optimal – es verbindet Rhythmus, Orientierung und Sozialkontakt.

Digitale Apps gewinnen an Bedeutung. Programme, die sich automatisch anpassen, verhindern Frust und halten das Gehirn konstant gefordert. Einige zertifizierte Anwendungen werden bereits von Krankenkassen unterstützt.

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Gesundheitsmarkt setzt auf Prävention

Die Entwicklungen verändern den Gesundheitssektor fundamental. Der globale Markt für kognitive Gesundheitsprodukte wächst rasant und erreicht bereits neun Milliarden Dollar. Pflegeeinrichtungen integrieren evidenzbasierte Trainingsmodule in ihren Alltag.

Der Paradigmenwechsel ist vollzogen: Das Gehirn wird wie ein Muskel betrachtet, den man bis ins hohe Alter trainieren muss. Die Ablehnung des Alzheimer-Medikaments dürfte diesen Trend weiter beschleunigen. Gesundheitsökonomen rechnen vor: Schon eine verzögerte Demenz-Erkrankung spart dem System Milliarden.

Gehirnjogging wird medizinischer Standard

In Zukunft wird kognitives Training fester Bestandteil der Altersvorsorge. Experten prognostizieren, dass tägliches Gehirnjogging so normal wird wie Zähneputzen. Der Druck auf Politik und Krankenkassen wächst, solche Präventionsangebote zu finanzieren.

Bald könnten weitere Digitale Gesundheitsanwendungen zur Demenzprävention auf Rezept erhältlich sein. Die Forschung untersucht derzeit optimale Kombinationen aus Bewegung, Ernährung und mentalem Training. Die Botschaft für Senioren ist klar: Es ist nie zu spät zu beginnen. Strukturiertes Training kann die geistige Unabhängigkeit um Jahre verlängern.

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