Alzheimer-Diagnostik: Bluttest revolutioniert Früherkennung
18.02.2026 - 01:39:12Ein einfacher Bluttest könnte die Alzheimer-Diagnose bald grundlegend verändern. Neue Biomarker wie p-tau217 erkennen die Krankheit Jahre vor den ersten Symptomen – so präzise wie aufwändige Standardverfahren.
Bisher brauchte es für eine sichere Diagnose teure PET-Scans oder eine invasive Nervenwasser-Untersuchung. Der neue Bluttest soll diese Hürden überwinden. Er könnte künftig in jeder Hausarztpraxis durchgeführt werden und ein breites Screening ermöglichen.
Der Schlüssel liegt im Blut
Im Fokus der Forschung steht das Proteinfragment p-tau217. Seine Konzentration im Blut korreliert laut Studien extrem genau mit den Alzheimer-typischen Ablagerungen im Gehirn. Eine große Metaanalyse mit fast 30.000 Teilnehmern bestätigte: p-tau217 ist anderen Blutmarkern in der Vorhersagegenauigkeit überlegen.
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Der Test kann zuverlässig zwischen Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen unterscheiden. Noch entscheidender: Er schlägt bereits im präklinischen Stadium an. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Präventionsstudien und frühe Therapien.
USA preschen vor, Europa hinkt hinterher
Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat bereits im Mai 2025 den ersten Bluttest für die Alzheimer-Diagnostik zugelassen. Der Test von Fujirebio ist für Patienten ab 55 mit kognitiven Beeinträchtigungen gedacht und zeigt eine hohe Übereinstimmung mit etablierten Methoden.
In Europa ist die Lage komplizierter. Zwar tragen einige Tests das CE-Siegel, eine breite Verfügbarkeit oder Kostenübernahme durch die Krankenkassen steht aber noch aus. In Deutschland etwa ist für den Start einer spezifischen Therapie weiterhin ein PET-Scan oder eine Liquoruntersuchung nötig.
Hürden auf dem Weg in die Praxis
Bis der Bluttest flächendeckend beim Hausarzt ankommt, sind noch einige Herausforderungen zu meistern:
* Die Messverfahren müssen standardisiert werden.
* Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist unklar.
* Ärzte benötigen Schulungen für die Interpretation der Ergebnisse und die sensible Patientenberatung.
Denn ein positives Testergebnis hat weitreichende persönliche Konsequenzen – auch wenn noch keine Symptome da sind.
Was kommt nach der Revolution?
Die Forschung steht nicht still. Während sich p-tau217-Tests etablieren, arbeiten Wissenschaftler bereits an der nächsten Diagnostik-Generation. Das EU-Projekt „2D-BioPAD“ setzt auf Graphen-Biosensoren, die mehrere Biomarker gleichzeitig mit hoher Empfindlichkeit nachweisen sollen. Ziel sind Ergebnisse in unter 30 Minuten.
Experten sind überzeugt: Die Bluttests leiten eine neue Ära der personalisierten Medizin ein. Sie ermöglichen es, Risikopersonen früh zu identifizieren und moderne Medikamente genau dann einzusetzen, wenn sie am wirksamsten sind – im allerersten Krankheitsstadium.
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