Aluminium: Produktion vor Totalausfall
11.04.2026 - 08:43:35 | boerse-global.deRaketenangriffe auf wichtige Schmelzhütten in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben den Aluminiummarkt am Freitag in Alarmbereitschaft versetzt. Durch die gleichzeitige Blockade der Straße von Hormus ist fast ein Zehntel der weltweiten Primärproduktion faktisch vom Weltmarkt abgeschnitten. Anleger befürchten nun ein strukturelles Defizit, das die Preise langfristig auf Rekordniveau halten könnte.
Zerstörte Kapazitäten in den Emiraten
Berichte über katastrophale Schäden an den Anlagen von Emirates Global Aluminium (EGA) dominierten das Handelsgeschehen. In den Werken Al Taweelah und Jebel Ali führten massive Stromausfälle nach Raketeneinschlägen zum sogenannten „Einfrieren“ der Elektrolysezellen. Dieser Vorgang ist in der Branche gefürchtet: Marktbeobachter warnen, dass diese Kapazitäten für Jahre ausfallen könnten, da die Instandsetzung der Schmelzöfen technisch extrem komplex und zeitaufwendig ist.
Die geopolitische Lage verschärft den Druck auf die Versorgungskette zusätzlich. Über die Straße von Hormus werden normalerweise rund neun Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion verschifft. Die aktuelle Blockade sorgt für einen massiven Anstieg der Frachtkosten, die für europäische Abnehmer zeitweise um 250 Prozent in die Höhe schnellten. Gleichzeitig schrumpfen die Lagerbestände an der London Metal Exchange (LME) kontinuierlich weiter und fielen am Freitag auf unter 400.000 Tonnen.
Gewinner und Verlierer der Krise
Die Aktienkurse der Aluminiumproduzenten reagierten sehr unterschiedlich auf die Eskalation, wobei vor allem die geografische Lage der Standorte entscheidend war. Während indische Produzenten von den steigenden Weltmarktpreisen profitierten, gerieten Verarbeiter unter Druck.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Aluminum?
Die wichtigsten Kursbewegungen im Sektor:
* Power Mech Projects: +10,60 %
* Vedanta Ltd: +3,15 %
* Rio Tinto Group: +1,16 %
* Century Aluminum: +0,98 %
* Alcoa Corp: -0,33 %
Der US-Riese Alcoa konnte trotz der Preisrallye nicht profitieren, da hohe Wartungskosten an nordamerikanischen Standorten die Bilanz belasten. Der Verarbeiter Tecnoglass verlor zudem 1,20 Prozent an Wert. Hier drückten neue US-Zölle in Höhe von zehn Prozent auf fertige Aluminiumprodukte, die das Weiße Haus erst vor wenigen Tagen angekündigt hatte, auf die Stimmung.
Technischer Ausbruch gelungen
Aus technischer Sicht hat der Aluminiumpreis mit dem Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 3.500 US-Dollar ein bullisches Signal geliefert. Damit rückt das bisherige Jahreshoch bei 3.542 US-Dollar in greifbare Nähe. Die aktuelle Dynamik wird durch massive Käufe institutioneller Fonds gestützt, was sich in einer Jahresrendite von über 46 Prozent für das Industriemetall widerspiegelt.
Aluminum vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Sollte die Blockade der Straße von Hormus in der kommenden Woche bestehen bleiben, halten Analysten einen schnellen Test der Marke von 3.700 US-Dollar für wahrscheinlich. Am Montag wird der Markt besonders sensibel auf diplomatische Signale zwischen den USA und dem Iran reagieren. Ein weiteres Absinken der LME-Lagerbestände unter die Marke von 390.000 Tonnen könnte zudem eine Welle von Eindeckungskäufen auslösen und den Preis in Richtung des Allzeithochs von 2022 treiben.
Aluminum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aluminum-Analyse vom 11. April liefert die Antwort:
Die neusten Aluminum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aluminum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Aluminum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Aluminium Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.

