Alstom Aktie: Historischer Auftrags-Berg
20.04.2026 - 04:04:01 | boerse-global.deVolle Auftragsbücher, aber leere Kassen – bei Alstom klaffen industrielle Realität und Börsenbewertung weit auseinander. Während der französische Bahntechnik-Konzern Rekordbestellungen einsammelt, schickt ein radikaler Strategiewechsel die Aktie auf Talfahrt. Der neue CEO Martin Sion zieht die Reißleine bei den bisherigen Finanzzielen.
Auftragsrekord trifft auf Margendruck
Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 zeichnen ein zweigeteiltes Bild. Alstom meldet einen Rekord-Auftragseingang von 27,6 Milliarden Euro. Damit überspringt der gesamte Auftragsbestand erstmals in der Konzerngeschichte die Marke von 100 Milliarden Euro.
Trotz dieser vollen Bücher hinkt die Profitabilität hinterher. Die bereinigte EBIT-Marge sank auf rund sechs Prozent, nachdem im Vorjahr noch 6,4 Prozent erzielt wurden. Damit verfehlte das Unternehmen das eigene Ziel von sieben Prozent deutlich.
Strategischer Kahlschlag unter neuer Führung
Verzögerungen bei mehreren Großprojekten im Bereich Schienenfahrzeuge bremsen die Umwandlung von Aufträgen in Gewinn. CEO Martin Sion reagiert mit einem operativen Umbauplan und streicht die mittelfristigen Finanzziele zusammen. Die bisherige Prognose für einen kumulierten freien Cashflow von 1,5 Milliarden Euro bis März 2027 ist vom Tisch.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alstom?
Parallel dazu verabschiedet sich das Management von der Ambition, bis zum Geschäftsjahr 2026/27 eine Marge von bis zu zehn Prozent zu erreichen. Stattdessen setzt das Unternehmen für das kommende Jahr ein konservativeres Ziel von etwa 6,5 Prozent an.
Liquidität im Fokus
An der Börse lösten diese Nachrichten einen massiven Ausverkauf aus. Die Aktie sackte am Freitag um rund 27 Prozent ab und markierte bei 16,70 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf über 34 Prozent.
Für die kommenden Monate rechnet Alstom mit saisonalen Schwankungen. Im ersten Halbjahr des neuen Geschäftsjahres erwartet der Konzern einen Mittelabfluss von etwa 1,5 Milliarden Euro. Die vorhandene Liquidität von 2,3 Milliarden Euro soll ausreichen, um diese Phase zu überbrücken.
Alstom vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Der Fokus liegt nun auf der Veröffentlichung der geprüften Jahresergebnisse im Mai 2026. Dieser Bericht muss Details zu den problematischen Großprojekten und den Fortschritten der industriellen Restrukturierung liefern.
Alstom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alstom-Analyse vom 20. April liefert die Antwort:
Die neusten Alstom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alstom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alstom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Alstom Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
