Alibaba Aktie: Vollgas in die KI-Ära
20.03.2026 - 03:37:36 | boerse-global.deAlibaba hat heute Quartalszahlen vorgelegt – und das Bild ist auf den ersten Blick widersprüchlich. Der Nettogewinn brach im dritten Fiskalquartal um 67 Prozent ein, während das Cloud-Geschäft gleichzeitig so stark wächst wie selten zuvor. Der Konzern investiert massiv in KI, und die Kosten dafür sind nun klar in der Bilanz sichtbar.
Cloud wächst, Gewinn schrumpft
Die Cloud Intelligence Group erzielte ein Umsatzwachstum von 36 Prozent – getrieben vor allem durch die steigende Nachfrage nach KI-Diensten. KI-bezogene Produktumsätze legten bereits das zehnte Quartal in Folge dreistellig zu. Der Gewinnrückgang geht hingegen auf hohe Investitionen in Quick Commerce, Technologie und das hart umkämpfte Liefergeschäft zurück.
Passend dazu hat Alibaba Cloud die Preise für KI-Rechen- und Speicherprodukte um bis zu 34 Prozent angehoben. Als Begründung nennt der Konzern die weltweit steigende Nachfrage nach KI-Kapazitäten sowie höhere Lieferkettenkosten. Betroffen sind unter anderem KI-Beschleunigerkarten der T-Head-Reihe sowie Speicherprodukte für KI-Workloads.
Wukong als nächste Ausbaustufe
Bereits zwei Tage vor den Quartalszahlen hatte Alibaba die Plattform „Wukong" vorgestellt – ein KI-Agentensystem für Unternehmenskunden, das komplexe Geschäftsprozesse automatisieren soll. Die Plattform befindet sich noch in einer geschlossenen Betaphase, ist aber bereits mit DingTalk verknüpft, das über 20 Millionen Unternehmensnutzer zählt. Mittelfristig sollen Anbindungen an Slack, Microsoft Teams und WeChat folgen.
Wukong soll Alibabas eigenes Ökosystem – von Taobao über Alipay bis zur Cloud – als modulare KI-Bausteine zusammenführen und so einen Marktplatz für KI-Fähigkeiten entstehen lassen.
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Fünf-Jahres-Ziel: 100 Milliarden Dollar
Das langfristige Ziel ist ambitioniert: Alibaba will die kombinierten Erlöse aus KI und Cloud in den nächsten fünf Jahren auf über 100 Milliarden US-Dollar steigern. Die hauseigenen T-Head-Chips, die KI-Workloads unterstützen, befinden sich bereits in der Massenproduktion und werden von mehr als 400 Unternehmenskunden eingesetzt. CEO Eddie Wu bekräftigte, KI bleibe die zentrale Wachstumsquelle des Konzerns.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 19 Prozent verloren und notiert aktuell deutlich unter ihrem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt – der Markt scheint die hohen Investitionskosten vorerst stärker zu gewichten als die Wachstumsperspektive im Cloud-Geschäft.
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