Alcoa Aktie: Verkaufsoffensive läuft
24.02.2026 - 18:43:11 | boerse-global.deDie Aktie von Alcoa legte am Dienstag um 4 Prozent zu. Grund: Das Unternehmen kündigte konkrete Pläne an, zehn stillgelegte oder gedrosselte Produktionsstandorte an die Rechenzentrumsbranche zu verkaufen. CEO Bill Oplinger rechnet bis Ende Juni mit dem ersten Abschluss.
Die Aluminiumindustrie kämpft seit Jahren mit einem Problem: Rechenzentren wetteifern mit energieintensiven Schmelzanlagen um begrenzte Stromkapazitäten. Doch was zunächst nach Konkurrenz aussah, wird nun zur Chance. Alcoa will aus der Not eine Tugend machen und Standorte nahe großer Energiequellen zu Geld machen.
Bis zu 1 Milliarde Dollar im Visier
Auf der BMO-Konferenz in Florida präzisierte Oplinger die Strategie: Das Unternehmen peilt Erlöse zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Dollar an. Nach dem ersten Deal könnten zeitnah zwei weitere Verkäufe folgen. Der Fokus liegt dabei auf Standorten mit Nähe zu Ballungszentren, niedrigen Temperaturen und vorhandener Infrastruktur – alles Faktoren, die für Rechenzentrumsbetreiber entscheidend sind.
Die Verkaufsoffensive ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung. Alcoa steht trotz starker Aluminiumpreise unter Druck: Der Aluminiumoxid-Markt zeigt sich schwach, rund 50 Prozent der weltweiten Raffinerien schreiben rote Zahlen. Die Gesellschaft selbst betreibt kosteneffiziente Anlagen und will daher nicht drosseln – andere Marktteilnehmer könnten jedoch gezwungen sein, Kapazitäten vom Netz zu nehmen.
Spanien läuft, Brasilien kämpft
Operativ läuft es unterschiedlich: Das Werk in Spanien arbeitet mittlerweile mit 80 Prozent Auslastung. In Brasilien dagegen sorgten Stromausfälle im Dezember für Instabilität. Die Anlage, die in der zweiten Jahreshälfte 2025 erstmals profitabel wurde, fiel auf 80 Prozent zurück. Die Mannschaft arbeitet daran, die Produktion wieder hochzufahren.
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Für 2026 zeigt sich Oplinger optimistisch: Die Bilanz sei robust, die Verschuldung liege im Zielkorridor. Starke Cashflows aus 2025 ermöglichen weiteren Schuldenabbau und könnten Raum für Wachstumsinvestitionen oder Aktionärsausschüttungen schaffen. Bei letzterem diskutiert das Management intern zwischen Aktienrückkäufen und Sonderdividenden – eine Entscheidung steht noch aus.
Der Aluminiummarkt selbst bleibt angespannt: Nordamerika und Europa zeigen stabile Nachfrage, besonders bei Verpackungen. Schwäche herrscht im Automobilsektor. China hält bislang an der 45-Millionen-Tonnen-Produktionsgrenze fest, was die Preise stützt. Indonesien baut jedoch Kapazitäten aus – 450.000 Tonnen sollen 2026 hinzukommen.
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