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AKAD und Flughafen München starten ersten „Wechseljahremanager“-Kurs

19.03.2026 - 00:00:21 | boerse-global.de

Ein neues Hochschulzertifikat bereitet Personaler auf den Umgang mit der Menopause am Arbeitsplatz vor. Ziel ist es, die Bindung von Millionen betroffenen Arbeitnehmerinnen zu stärken und wirtschaftliche Schäden zu reduzieren.

AKAD und Flughafen München starten ersten „Wechseljahremanager“-Kurs - Foto: über boerse-global.de
AKAD und Flughafen München starten ersten „Wechseljahremanager“-Kurs - Foto: über boerse-global.de

Die AKAD University und die Flughafen München GmbH starten die erste akademische Weiterbildung zum „Wechseljahremanager“. Das Online-Programm beginnt am 1. April 2026 und soll das Thema Menopause in die Personalarbeit integrieren. Ziel ist es, Unternehmen beim Umgang mit dieser Lebensphase ihrer Mitarbeiterinnen zu unterstützen.

Vorbild ist ein preisgekröntes Praxisprojekt

Der Flughafen München bringt sein ausgezeichnetes Projekt „Wechseljahre am Arbeitsplatz“ in die Kooperation ein. Für dieses Konzept erhielt das Unternehmen erst kürzlich den Corporate Health Award 2025. Diese Praxis wird nun als Fallstudie wissenschaftlich aufbereitet und fließt direkt in den Lehrplan ein.

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Die AKAD University bietet den Kurs als reines Online-Fernstudium an. Berufstätige aus Personalabteilungen, dem Gesundheitsmanagement oder Interessenvertretungen können das Hochschulzertifikat in bis zu vier Monaten erwerben. Das Format soll maximale Flexibilität ermöglichen.

Millionen Arbeitnehmerinnen sind betroffen

Hinter der Initiative stehen handfeste wirtschaftliche Gründe. In Deutschland befinden sich derzeit etwa neun Millionen Frauen in den Wechseljahren, davon sind 7,3 Millionen erwerbstätig. Ihre spezifischen Bedürfnisse werden im Arbeitsalltag jedoch oft übersehen.

Die Folgen sind gravierend: Unbeachtet können hormonelle Veränderungen zu Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen und einem erhöhten Krankheitsrisiko führen. Experten schätzen den volkswirtschaftlichen Schaden durch Fehlzeiten oder vorzeitigen Ausstieg auf rund 9,4 Milliarden Euro jährlich. Die Weiterbildung setzt hier an, um präventiv gegenzusteuern.

Was lernen die künftigen Manager?

Das Curriculum vermittelt zunächst medizinisches und psychologisches Grundwissen. Die Teilnehmer lernen die typischen Symptome und deren Auswirkungen auf den Job kennen. Darauf aufbauend entwickeln sie konkrete betriebliche Maßnahmen.

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Dazu zählen die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, die Einrichtung von Ruheräumen oder die Schulung von Führungskräften. Ein zentrales Ziel ist es, das Tabu zu brechen und offene Gespräche zu ermöglichen. Die Fallstudie des Flughafens München zeigt, wie solche Konzepte in großen und kleinen Unternehmen funktionieren können.

Vom Tabu zum Wettbewerbsvorteil

Bislang waren die Wechseljahre am Arbeitsplatz ein absolutes Tabuthema. Die Schaffung einer zertifizierten Rolle für dieses Thema markiert einen Paradigmenwechsel. Aus einem ignorierten Risiko kann so ein echter Vorteil im Kampf um Fachkräfte werden.

Unternehmen, die das Thema offen adressieren, positionieren sich als moderne und fürsorgliche Arbeitgeber. In Zeiten des Fachkräftemangels wird die Bindung erfahrener Mitarbeiterinnen immer wichtiger. Die gezielte Unterstützung fördert nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Motivation und Produktivität.

Startschuss für eine neue Art der Weiterbildung

Der Start des Programms im April könnte eine Trendwende einläuten. Bildungsforscher erwarten, dass solche hochspezialisierten Gesundheitsqualifikationen künftig fester Bestandteil der Personalstrategie werden.

Für HR-Fachleute eröffnen sich damit neue Karrierewege. Unternehmen, die jetzt investieren, profitieren langfristig von einer stabileren und leistungsfähigeren Belegschaft. Die Kooperation zeigt, wie praxisnahe Weiterbildung die Arbeitswelt von morgen aktiv mitgestaltet.

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