Adobe, Anthropic

Adobe und Anthropic starten die Ära der autonomen KI-Agenten

01.02.2026 - 12:22:12

Adobe integriert KI-Agenten in Acrobat für automatische Präsentationen und Podcasts, während Anthropic autonome Langzeit-Assistenten ankündigt. Diese Entwicklung markiert den Übergang zu einer neuen Stufe der KI-gesteuerten Produktivität.

Adobe verwandelt PDFs per Sprachbefehl in Präsentationen und Podcasts. Parallel skizziert Anthropic in einem neuen Report die nächste Stufe: KI-Agenten, die Aufgaben über Tage hinweg eigenständig bearbeiten. Diese Woche markiert den Startschuss für echte „Hands-free“-Produktivität.

Vom PDF-Reader zum Content-Creator

Adobe hat Acrobat und Express ein massives Update verpasst. Die neue „Generate Presentation“-Funktion wandelt komplexe PDF-Berichte allein durch Sprachbefehle in gestaltete Präsentationen um. Der KI-Agent analysiert das Dokument, erstellt eine Gliederung und generiert automatisch Folien – manuelles Kopieren entfällt.

Noch futuristischer ist die „Generate Podcast“-Funktion. Sie verwandelt dichte Textdokumente wie Geschäftsberichte in ansprechende Audioformate. Nutzer können während der Wiedergabe Fragen stellen, die der Agent direkt in den Audio-Stream einfließen lässt.

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KI-Agenten mit neuer Ausdauer

Anthropic veröffentlichte einen Trendreport zur nächsten Evolutionsstufe der „Agentic AI“. Demnach werden 2026 die „Long-Running Agents“ kommen. Diese KI-Assistenten können Aufgaben nicht nur in Minuten, sondern autonom über mehrere Tage abarbeiten.

Das betrifft besonders Softwareentwicklung und Datenanalyse. Der Nutzer wird vom Mikro-Manager zum Supervisor: Er gibt ein Ziel vor und der Agent meldet sich erst zurück, wenn das Ergebnis vorliegt oder eine kritische Entscheidung nötig ist.

Vom Chatten zum Handeln: Die Etablierung von „Level 3“

Diese Entwicklung baut auf Fundamente wie OpenAIs „Operator“ von 2025. Branchenbeobachter sehen uns nun fest in Phase „Level 3“: Agenten, die handeln, nicht nur chatten. Ihre Integration in Standardsoftware wie Microsoft Copilot und Adobe Acrobat zeigt: Die Technologie verlässt die Nische.

Die Fähigkeit, Bildschirminhalte zu „sehen“ und Eingaben zu simulieren, ermöglicht eine Bedienung ohne Hände, die weit über reine Sprachsteuerung hinausgeht.

Das Ende des Prompt Engineerings?

Experten deuten diese Wende als Anfang vom Ende des klassischen Prompt Engineering. In der neuen „Agent-Mode“-Welt zählt nicht mehr die perfekte Frage an die KI, sondern die klare Definition von Geschäftszielen. Der Fokus verschiebt sich von technischen Befehlen zur strategischen Delegation.

Die Implikationen sind weitreichend:
* Routinearbeiten wie Meeting-Zusammenfassungen oder Daten-Extraktion laufen unsichtbar im Hintergrund.
* Das schafft Raum für strategisches Denken, birgt aber auch Risiken.
* Sicherheitsforscher warnen: Mit mehr Autonomie wächst die Gefahr unentdeckter Fehler in ganzen Prozessketten.

Was 2026 noch bringen wird

Für das restliche Jahr erwarten Analysten eine tiefere Integration der Agenten direkt in die Betriebssysteme. Gerüchten zufolge arbeiten Google und Apple an systemweiten „Agent-Mode“-Updates.

Das Ziel ist ein vorausschauendes Betriebssystem, das den Nutzerkontext versteht und proaktiv Hilfe anbietet – ohne expliziten Befehl. Die Updates dieser Woche sind somit der Startschuss für eine Arbeitsweise, in der der Dialog mit Dokumenten zur Regie wird.

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