ACTIVE-Studie: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um fast 30 Prozent
23.02.2026 - 02:03:12 | boerse-global.deEine Langzeitstudie zeigt: Spezielles Computertraining kann das Gehirn vor Demenz schützen. Die Ergebnisse einer über 20 Jahre laufenden klinischen Untersuchung liefern nun handfeste Beweise.
Die sogenannte ACTIVE-Studie ergab, dass ältere Erwachsene ihr Demenzrisiko durch ein gezieltes kognitives Training um bis zu 29 Prozent senken konnten. Es handelt sich um die erste randomisierte Studie, die einen solchen Langzeitschutz nachweist. Die Ergebnisse wurden kürzlich veröffentlicht und sorgen für Aufsehen in der Präventionsforschung.
Das Training, das wirklich wirkt
Zwischen 1998 und 1999 starteten Forscher mit 2.802 gesunden Teilnehmern ab 65 Jahren. Sie wurden per Los einer von vier Gruppen zugeteilt: Drei Gruppen absolvierten unterschiedliche Trainings für Gedächtnis, logisches Denken oder Verarbeitungsgeschwindigkeit. Eine vierte Gruppe diente als Kontrolle ohne Training.
Das ursprüngliche Programm umfasste bis zu zehn Sitzungen. Ein Teil der Probanden erhielt nach einem und drei Jahren zusätzliche Auffrischungen. Die Langzeitauswertung nach zwei Jahrzehnten brachte eine klare Erkenntnis: Nur das Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit zeigte einen signifikanten Schutz vor Demenz.
Was ist „Speed of Processing“-Training?
Das erfolgreiche Training ist eine adaptive Computerübung. Sie zielt darauf ab, die Geschwindigkeit und Genauigkeit der visuellen Informationsverarbeitung zu steigern. Nutzer müssen auf dem Bildschirm schnell Objekte identifizieren und auf komplexer werdende Aufgaben reagieren.
Der Clou: Der Schwierigkeitsgrad passt sich automatisch der Leistung an. Das hält das Gehirn kontinuierlich gefordert. Experten vermuten, dass dieses intensive Üben physische Veränderungen im Gehirn bewirkt und neuronale Netzwerke stärkt. Jede zusätzliche Auffrischungssitzung ging mit einer weiteren Risikoreduktion einher.
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Ein Baustein für die Gehirngesundheit
Die Studienergebnisse sind vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie zeigen, dass ein nicht-medikamentöser, vergleichsweise kurzer Eingriff eine jahrzehntelange Schutzwirkung entfalten kann.
Forscher betonen jedoch, dass weitere Untersuchungen nötig sind. Warum schnitten Gedächtnis- und Logiktraining schlechter ab? Welche biologischen Mechanismen stecken genau dahinter? Zukünftige Ansätze werden kognitives Training wahrscheinlich mit anderen Faktoren wie Ernährung und Bewegung kombinieren, um die Prävention zu optimieren.
Der Trend geht zu einem ganzheitlichen Konzept der „kognitiven Langlebigkeit“. Dabei rücken digitale Anwendungen, Achtsamkeit und eine bewusste Lebensführung immer mehr in den Fokus, um das Gehirn bis ins hohe Alter fit zu halten.
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