ACTIVE-Studie: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
23.02.2026 - 09:00:12 | boerse-global.deEin spezielles Gehirntraining kann das Demenzrisiko noch Jahrzehnte später deutlich reduzieren. Das belegen neue Langzeitergebnisse der großen ACTIVE-Studie. Demnach senkte ein computergestütztes Geschwindigkeitstraining die Wahrscheinlichkeit einer späteren Diagnose um bis zu ein Viertel.
Die bahnbrechenden Daten wurden kürzlich im Fachjournal „Alzheimer’s & Dementia“ veröffentlicht. Sie stammen aus einer der umfassendsten Untersuchungen ihrer Art, die bereits Ende der 1990er Jahre startete. Fast 3.000 gesunde Teilnehmer ab 65 Jahren wurden damals rekrutiert.
Was macht das Geschwindigkeitstraining so besonders?
Die Studie verglich drei Trainingsarten: Gedächtnis, logisches Denken und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Die ursprüngliche Intervention umfasste bis zu zehn Sitzungen über fünf bis sechs Wochen. Einige Probanden erhielten später Auffrischungskurse.
Die nun vorliegenden 20-Jahres-Daten zeigen ein klares Bild: Nur das Geschwindigkeitstraining zeigte einen signifikanten Langzeitschutz. Teilnehmer dieser Gruppe hatten ein um 25 Prozent geringeres Demenzrisiko als die Kontrollgruppe ohne Training. Besonders profitierten jene mit zusätzlichen „Booster“-Sitzungen.
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Bei den Übungen mussten die Senioren visuelle Informationen auf einem Bildschirm schnell erkennen und darauf reagieren. Die Aufgaben wurden dabei immer komplexer und die Zeitvorgaben kürzer.
Warum schützt gerade dieses Training?
Experten vermuten, dass das Training die kognitive Reserve des Gehirns stärkt. Es geht nicht darum, Fakten zu pauken, sondern die Effizienz der neuronalen Verarbeitung zu verbessern. Das könnte zu physischen Veränderungen führen und neue, stärkere Verbindungen zwischen Nervenzellen fördern.
„Die Ergebnisse sind bemerkenswert“, sagt Studienautorin Marilyn Albert von der Johns Hopkins Medicine. Sie zeigten, dass eine moderate, nicht-medikamentöse Intervention langfristig wirken kann. Schon eine leichte Verzögerung des Demenzbeginns hätte enorme Auswirkungen auf die Volksgesundheit.
Auffällig: Weder Gedächtnis- noch Logiktraining erzielten einen vergleichbaren Effekt. Die Art der trainierten Fähigkeit ist also entscheidend.
Ist Gehirnjogging jetzt die Wunderwaffe?
Trotz der vielversprechenden Ergebnisse betonen Experten einen ganzheitlichen Ansatz. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt zur Demenzprävention auch regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, den Verzicht auf Rauchen und die Kontrolle von Bluthochdruck oder Diabetes.
Geistige Aktivität bleibt ein zentraler Baustein. Das Prinzip „Use it or lose it“ – nutze es oder verliere es – gilt weiterhin. Die ACTIVE-Studie liefert nun den bisher stärksten Beleg, dass gezieltes Geschwindigkeitstraining besonders wirksam sein könnte.
Die neuen Erkenntnisse werfen Fragen auf: Sollten solche Programme künftig standardmäßig für Senioren empfohlen werden? Wie lassen sie sich am besten in die Gesundheitsvorsorge integrieren? Die Forschung muss nun die biologischen Mechanismen genau entschlüsseln.
Eines zeigt die Studie deutlich: Eine überschaubare Investition in die Gehirngesundheit kann einen potenziell jahrzehntelangen Schutz bieten.
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