ACTIVE-Studie, Gehirntraining

ACTIVE-Studie: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

17.02.2026 - 06:02:12

Eine Langzeitstudie belegt, dass gezieltes Geschwindigkeitstraining das Demenzrisiko bei Senioren um 25 Prozent reduziert. Andere kognitive Übungen zeigten diesen langfristigen Schutzeffekt nicht.

Eine Langzeitstudie liefert den bisher stärksten Beleg: Spezielles kognitives Training kann ältere Menschen noch nach 20 Jahren vor Demenz schützen. Entscheidend ist die Art des Trainings.

Die Ergebnisse der ACTIVE-Studie sind ein Durchbruch für die Demenzprävention. Die jetzt veröffentlichte 20-Jahres-Auswertung zeigt: Ältere Erwachsene, die ein computergestütztes Geschwindigkeitstraining absolvierten, hatten ein um 25 Prozent geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Andere Trainingsformen zeigten diesen langfristigen Effekt nicht.

Drei Methoden, ein klarer Sieger

An der ursprünglichen Studie nahmen knapp 3.000 kognitiv gesunde Senioren teil. Sie wurden in vier Gruppen eingeteilt:
* Drei Gruppen erhielten unterschiedliches kognitives Training.
* Eine Gruppe diente als Kontrollgruppe ohne Training.

Getestet wurden Gedächtnisstrategien, logisches Denken und das computergestützte Geschwindigkeitstraining. Letzteres schult die schnelle und präzise Verarbeitung visueller Informationen. Die Teilnehmer absolvierten bis zu zehn Einheiten. Einige bekamen in den Folgejahren Auffrischungssitzungen.

Das überraschende Ergebnis nach zwei Jahrzehnten: Nur das Geschwindigkeitstraining führte zu signifikant weniger Demenzfällen. Gedächtnis- und Logiktraining zeigten diesen langanhaltenden Schutzeffekt nicht – trotz kurzfristiger Erfolge.

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Warum gerade Schnelligkeit das Gehirn schützt

Forscher führen den Erfolg auf das Prinzip der Neuroplastizität zurück. Das ist die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Lernen neu zu vernetzen. Das intensive Geschwindigkeitstraining könnte grundlegende neuronale Verarbeitungswege effizienter und widerstandsfähiger gemacht haben.

Diese gestärkte „Hardware“ scheint altersbedingte Abbauprozesse besser zu kompensieren. Die Studie legt nahe: Für den langfristigen Schutz ist nicht jede Art von geistiger Herausforderung gleichwertig. Die Effizienz der Informationsverarbeitung spielt eine Schlüsselrolle.

Gehirntraining ist nur ein Baustein

Experten betonen: Kognitives Training allein reicht nicht. Es ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes für gesundes Altern. Entscheidend sind weitere Faktoren:
* Körperliche Aktivität für eine gute Durchblutung des Gehirns.
* Aktives Sozialleben gegen Isolation, einen bekannten Risikofaktor.
* Gesunde Ernährung, etwa mediterrane Kost.
* Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck.

Was bedeuten die Ergebnisse für die Zukunft?

Die Studie könnte den Weg für wissenschaftlich validierte Präventionsprogramme ebnen. Statt unspezifischer Gehirnjogging-Apps könnten künftig klinisch erprobte Trainingsmethoden zur Verfügung stehen. Die Forschung will nun die genauen Mechanismen entschlüsseln und prüfen, wie sich solche Interventionen gut in den Alltag integrieren lassen.

Die klare Botschaft: Fordern Sie Ihr Gehirn gezielt heraus, bleiben Sie in Bewegung und pflegen Sie soziale Kontakte. Die Fähigkeit, ein Leben lang zu lernen, ist der beste Schutz für ein vitales Alter.

@ boerse-global.de

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