ACTIVE-Studie: Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
15.02.2026 - 00:00:12Eine bahnbrechende 20-Jahres-Studie zeigt erstmals konkrete Langzeitergebnisse: Gezieltes Speed-of-Processing-Training reduziert das Demenzrisiko erheblich – aber nur unter einer Bedingung.
Die renommierte ACTIVE-Studie (Advanced Cognitive Training for Independent and Vital Elderly) liefert die bisher stärksten Belege dafür, dass Gehirntraining wirklich präventiv wirkt. Forscher verfolgten fast 3.000 gesunde Erwachsene ab 65 Jahren über zwei Jahrzehnte nach ihrer Teilnahme an verschiedenen Trainingsformen. Das überraschende Ergebnis: Nur eine Methode zeigte einen signifikanten Schutzeffekt.
Das Siegertraining: Speed of Processing
Das Erfolgsrezept ist konkret: computergestütztes Speed-of-Processing-Training. Dabei erkennen Nutzer visuelle Informationen auf dem Bildschirm und reagieren auf immer komplexere Aufgaben in kürzerer Zeit. Die ursprüngliche Trainingsphase dauerte fünf bis sechs Wochen mit täglich 60 bis 75 Minuten.
Das beeindruckende Ergebnis: Teilnehmer, die das Training absolvierten und später Auffrischungskurse machten, hatten eine um 25 Prozent niedrigere Quote für Demenzdiagnosen als die Kontrollgruppe.
Ein Detail ist entscheidend: Wer nur trainierte, ohne später zu wiederholen, profitierte deutlich weniger. Das unterstreicht die Wichtigkeit von regelmäßigen Booster-Sitzungen nach einem und drei Jahren.
Die überraschende Grenze
Gedächtnistraining und logisches Denken – häufig beworbene Standard-Programme – zeigten dagegen keinen statistisch signifikanten Langzeiteffekt. Ein Schlag für die Branche der klassischen Gehirnjogging-Apps.
Was heißt das für die Praxis?
Die Ergebnisse werden die digitale Gesundheitslandschaft verändern. Anbieter wie NeuroNation könnten ihre Programme neu ausrichten – weniger breites Potpourri, mehr Fokus auf wissenschaftlich validierte Methoden wie das Geschwindigkeitstraining.
Kritiker hatten lange argumentiert: Apps verbessern zwar die Leistung in einzelnen Übungen, aber ein echter Transfer auf den Alltag bleibe aus. Diese Studie widerlegt diese Skepsis – zumindest für spezifische, wissenschaftlich erprobte Ansätze.
Warum diese Studie so wichtig ist
Das Design ist Goldstandard: randomisierte Kontrollstudie über 20 Jahre mit Daten aus Medicare-Unterlagen von über 2.000 Teilnehmern bis 2019. Die Teilnehmergruppe war divers – etwa drei Viertel waren Frauen, eine Kohorte, die besonders häufig von Alzheimer betroffen ist.
Marilyn Albert, Direktorin des Alzheimer’s Disease Research Center der Johns Hopkins Medicine, fasst die Bedeutung zusammen: Weniger als 24 Stunden Training über drei Jahre verteilt – und der Schutzeffekt hält zwei Jahrzehnte. Das ist bemerkenswert.
Selbst kleine Verzögerungen bei Demenzerkrankungen hätten enorme Auswirkungen auf Gesundheitssysteme und steigende Pflegekosten.
Der nächste Schritt: Personalisierung
Künstliche Intelligenz könnte das Feld verändern. Adaptive Trainings, die Schwierigkeit dynamisch anpassen und optimale Reize setzen – ähnlich wie beim erfolgreichsten Training in der ACTIVE-Studie. Die Forschung dürfte sich verstärkt auf personalisierte Trainingspläne konzentrieren, die auf individuelle kognitive Stärken und Schwächen zugeschnitten sind.
Für alle, die die geistige Fitness erhalten möchten: Es ist nicht zu spät, anzufangen. Und es braucht nicht viel – nur die richtige Methode und regelmäßige Wiederholung.
Wer nach der ACTIVE‑Studie jetzt aktiv werden möchte, findet praxisnahe Unterstützung im kostenlosen PDF‑Ratgeber „Gehirntraining leicht gemacht“. Der Report erklärt sieben leicht umsetzbare Geheimnisse, enthält 11 alltagstaugliche Übungen und einen kurzen Selbsttest — ideal, um Speed‑of‑Processing‑Übungen in den Alltag zu integrieren und mit gezielten Booster‑Sitzungen dran zu bleiben. Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ herunterladen
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