WIND, Aktie

ABO WIND AG Aktie: Schieflage erreicht?

19.01.2026 - 09:09:30

Der Projektentwickler ABO Energy korrigiert seine Jahresprognose drastisch nach unten und rechnet nun mit einem Verlust von 170 Millionen Euro. Der Aktienkurs fiel um über 40 Prozent.

ABO Energy schockt seine Anleger mit einer verheerenden Gewinnwarnung. Innerhalb weniger Monate muss der Projektentwickler seine ohnehin rote Prognose für 2025 drastisch nach unten korrigieren. Der Kurssturz von über 40 Prozent zeigt deutlich: Das Vertrauen des Marktes ist massiv erschüttert.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Statt des im November avisierten Fehlbetrags von 95 Millionen Euro rechnet der Vorstand nun mit einem Konzernjahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro. Besonders bitter ist der Vergleich zur ursprünglichen Planung, die für 2025 noch einen Gewinn in Aussicht gestellt hatte. Auch die Gesamtleistung schrumpft von 250 auf voraussichtlich 230 Millionen Euro.

Gründe für den Absturz

Verantwortlich für die massive Abweichung sind zwei Hauptfaktoren. Zum einen belasten verschobene Projektverkäufe und verzögerte Abrechnungen das Ergebnis mit rund 40 Millionen Euro. Zum anderen erfordern veränderte Marktbedingungen zusätzliche Wertberichtigungen in Höhe von 35 Millionen Euro.

Die fundamentalen Relationen geraten dabei völlig aus den Fugen: Mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt rund 65 Millionen Euro ist das Unternehmen an der Börse inzwischen weniger wert als der nun prognostizierte Jahresverlust. Der Aktienkurs markierte mit einem Xetra-Schluss von 6,96 Euro am Freitag neue Tiefststände.

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Analysten ziehen Konsequenzen

Die Reaktion der Experten folgte prompt. Das Bankhaus Metzler strich seine Kaufempfehlung, stufte das Papier auf „Hold“ herab und senkte das Kursziel signifikant auf 10 Euro. Die wiederholte Unfähigkeit, eigene Ziele zu erreichen, wirft fundamentale Fragen zur Planungsqualität und Transparenz der Führungsebene auf. Bereits im November musste das Management aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen bei Windauktionen zurückrudern.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die finanzielle Substanz des Unternehmens. Ohne eine erfolgreiche Bilanzsanierung und die strikte Umsetzung des angekündigten Transformationsprogramms bleibt die Lage kritisch. Die angestrebte Rückkehr in die Gewinnzone ab 2026 hängt maßgeblich davon ab, ob das Management die operativen Risiken in den Griff bekommt.

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