ABO Energy: Abstimmung entscheidet
02.03.2026 - 16:27:08 | boerse-global.deAm 9. März 2026 kommt es zum entscheidenden Moment für ABO Energy: In Wiesbaden stimmen die Anleihegläubiger erneut über die Restrukturierung der Anleihe 2024/2029 ab. Diesmal mit deutlich gesenkter Hürde – beim ersten Versuch scheiterte die Abstimmung nicht an fehlender Zustimmung, sondern an zu geringer Beteiligung. Parallel meldet der Projektierer operative Erfolge im Solargeschäft, während das Unternehmen die schwerste Krise seiner Geschichte durchlebt.
Zweiter Anlauf mit niedrigerer Schwelle
Beim ersten Versuch stimmte die Mehrheit der Gläubiger für die Beschlussvorschläge – doch mit 38 Prozent Beteiligung wurde die notwendige Schwelle von 50 Prozent verfehlt. Bei der Präsenzversammlung in der IHK Wiesbaden genügen nun 25 Prozent.
Die geplanten Änderungen sollen den finanziellen Spielraum erweitern: Vorgesehen ist der Verzicht auf die Negativverpflichtung, die aktuell neue Garantien und Bürgschaften erschwert. Kündigungsrechte werden befristet bis Ende Mai ausgesetzt. Ein gemeinsamer Vertreter soll künftig die Interessen der Anleihegläubiger bündeln.
Historischer Verlust von 170 Millionen Euro
Für 2025 erwartet die Geschäftsführung einen Jahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro – das erste Minus in knapp 30 Jahren Unternehmensgeschichte. Die Konzerngesamtleistung liegt voraussichtlich bei 230 Millionen Euro.
Überzeichnete Wind-an-Land-Auktionen in Deutschland mit deutlich reduzierten Einspeisevergütungen, verschobene Windprojekte ins Jahr 2026 sowie Wertberichtigungen im Umfang von 35 Millionen Euro belasten das Ergebnis massiv.
Die Reaktion am Kapitalmarkt fiel entsprechend hart aus: Die Anleihe 2024 notiert bei etwa 16 Prozent des Nennwerts, die Aktie verlor innerhalb von drei Monaten mehr als 80 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch lag im Juli 2025 bei 45,20 Euro, das Tief im Februar dieses Jahres bei 4,25 Euro.
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Erfolge bei Solar-Ausschreibungen
Trotz der angespannten Lage meldet ABO Energy Zuschläge für drei Solarparks mit zusammen rund 50 MW in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Baubeginn ist ab Herbst geplant. Insgesamt erhielt das Unternehmen 2025 in allen drei Solar-Ausschreibungen Zuschläge für rund 107 MW.
Der aktuelle Projektblock ist Teil eines Hybrid-Portfolios mit acht Standorten, 100 MWp Solarkapazität und rund 80 MW Batteriespeicher. Das Unternehmen verweist auf seine Projektpipeline mit einer Gesamtkapazität von rund 30 Gigawatt.
Umbau zum Betreibermodell
Das Effizienz- und Transformationsprogramm soll bereits im Geschäftsjahr 2026 wieder zu einem positiven Konzernergebnis führen. Teil der Strategie ist die Umstellung auf ein Betreibermodell als Independent Power Producer. Für die operative Umsetzung wurde Hübner Management als CRO-Team eingebunden.
Mit dem gesenkten Quorum steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Abstimmung am 9. März beschlussfähig wird. Der Jahresabschluss 2025 ist für den 22. Juni geplant, die Hauptversammlung für den 13. August 2026.
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