Abnehmspritzen: Jojo-Effekt droht nach Absetzen
31.03.2026 - 07:18:45 | boerse-global.deDie beliebten GLP-1-Medikamente gegen Übergewicht zeigen eine gefährliche Kehrseite. Neue Studiendaten belegen: Wer die Spritzen absetzt, nimmt oft rapide wieder zu. Gleichzeitig berichten Prominente wie Ottfried Fischer von ihren Erfolgen – und lenken den Blick auf den notwendigen Mix aus Medizin und Lebensstil.
Der gefürchtete Rückfall in alte Muster
Jüngste Auswertungen der SURMOUNT-4-Studie schlagen Alarm. Setzten Probanden das Mittel Tirzepatid nach einer Abnehmphase ab und erhielten ein Placebo, kehrte im Schnitt über 80 Prozent des verlorenen Gewichts innerhalb eines Jahres zurück. Oft verschlechterten sich auch Blutdruck und Blutzuckerwerte wieder.
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Diese Ergebnisse stellen eine grundlegende Frage: Muss Adipositas wie eine chronische Krankheit dauerhaft medikamentös behandelt werden? Der Körper wehrt sich nach starkem Gewichtsverlust unbewusst. Er fährt den Energieverbrauch herunter und schüttet mehr Hungerhormone aus – der perfekte Nährboden für den Jojo-Effekt.
Doch die Realität in Arztpraxen sieht etwas anders aus. Eine Analyse der Cleveland Clinic mit fast 8.000 Patienten zeigt ein nuancierteres Bild. Viele Betroffene beginnen nach einer Pause erneut mit einer Therapie oder wechseln das Medikament. Das bremst den erneuten Gewichtsanstieg deutlich. Entscheidend ist also eine fortlaufende, individuelle Betreuung.
Prominente als Vorreiter: Fischer verliert 80 Kilo
Kabarettist Ottfried Fischer steht exemplarisch für den kombinierten Ansatz. Medienberichten zufolge hat er in den letzten Jahren 80 Kilogramm abgenommen. Seit 2025 nutzt er in Absprache mit seinem Arzt sogenannte Abnehmspritzen.
„Die Spritze hat meinen Appetit reduziert“, so Fischer. Dadurch konnte er Mahlzeiten auch mal stehen lassen – eine neue Erfahrung für ihn. Parallel stellte er seine Ernährung um und isst heute mehr Salat und Gemüse. Sein Fazit: Er fühle sich „rundherum wohl“. Seine Geschichte unterstreicht: Die Medikamente wirken am besten als Teil eines Gesamtpakets.
Was bleibt, wenn die Spritze weg ist?
Die Diskussion um den Rückfall lenkt den Fokus auf nachhaltige Strategien. Experten betonen: Adipositas ist komplex und braucht mehr als nur ein Medikament.
Die Ernährung ist ein zentraler Pfeiler. Aktuelle Trends wie „Fibermaxxing“ setzen auf ballaststoffreiche, pflanzenbasierte Kost und fermentierte Lebensmittel. Das Ziel: Die Darmgesundheit und das Sättigungsgefühl verbessern. Auch die Stiftung Warentest hält fest, dass bei leichtem Übergewicht Ernährungsumstellung und Bewegung erste Wahl bleiben.
Bewegung ist der zweite Schlüssel. Krafttraining erhält Muskelmasse, Ausdauersport kurbelt den Stoffwechsel an. Beides ist essenziell, um das Gewicht langfristig zu halten.
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Zunehmend wichtig werden verhaltenspsychologische Ansätze. Sie helfen, emotionale Essmuster zu durchbrechen. Denn Abnehmen beginnt im Kopf – und langfristiger Erfolg baut auf neuen Gewohnheiten.
Ein heißer Markt lockt schwarze Schafe an
Die hohe Nachfrage nach GLP-1-Medikamenten verändert den Markt. Der Anbieter Hims & Hers Health kündigte etwa an, Wegovy und Ozempic zu vertreiben und spezielle Abonnements anzubieten. Gleichzeitig arbeiten Pharmafirmen an bequemeren Alternativen, wie Tabletten statt Spritzen.
Doch der Boom lockt auch unseriöse Anbieter an. Die US-Arzneimittelbehörde FDA verschickte kürzlich Dutzende Abmahnungen an Telemedizin-Firmen, die irreführend für nachgemischte GLP-1-Produkte werben. Hersteller Eli Lilly warnte sogar vor Verunreinigungen in solchen Mitteln. Der Appell der Behörden ist klar: Patienten sollten nur zugelassene Medikamente und den Rat eines Arztes nutzen.
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