ABBA-Comeback-Fieber, ABBA

ABBA-Comeback-Fieber: Was jetzt wirklich läuft

19.02.2026 - 08:34:30

ABBA sind wieder überall Thema – von Hologramm-Show bis Fan-Gerüchte. Was bedeutet das für Deutschland und neue Musik?

ABBA sind 2026 wieder komplett im Gespräch – obwohl die vier selbst kaum auf Bühnen stehen. Zwischen Hologramm-Revolution in London, Streaming-Rekorden, Jubiläen und immer neuen Fan-Gerüchten ist der ABBA-Hype so groß wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Besonders in Deutschland fragen sich viele: Kommt da noch mehr als "Voyage" – vielleicht neue Songs, eine Deutschland-Show oder wenigstens ein großes Jubiläums-Projekt?

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Während die Kult-Hits wie "Dancing Queen", "Mamma Mia" oder "The Winner Takes It All" jeden Party-Algorithmus dominieren, kochen in Foren und auf TikTok die Spekulationen: Wird die Londoner ABBA-Voyage-Show verlängert oder sogar nach Deutschland gebracht? Droht ein Abschied auf Raten – oder plant die Band zum 55-jährigen Jubiläum (ABBA entstand Anfang der 70er) noch einen letzten großen Move?

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Um den aktuellen Zustand von ABBA zu verstehen, musst du zwei Ebenen auseinanderhalten: die echte Band – also Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad – und das gigantische Multimedia-Projekt ABBA Voyage in London. Persönlich touren ABBA schon seit Jahrzehnten nicht mehr, aber mit der hochgezüchteten Avatar-Show haben sie das Live-Geschäft komplett umgekrempelt.

Seit dem Start von ABBA Voyage 2022 in London laufen die Shows fast durchgehend vor ausverkauftem Haus. Die Produktion ist auf ein eigenes Venue zugeschnitten, das "ABBA Arena"-Zelt in Stratford. In Branchen-Interviews hieß es früh, dass die Show technisch so geplant wurde, dass sie theoretisch auch an andere Orte "umziehen" kann – nur eben mit hohem Aufwand. Genau da setzt die aktuelle Diskussion an: In Fan-Kreisen kursieren Hinweise, dass die London-Produktion länger laufen soll als ursprünglich geplant, parallel aber intensiv an einem Export-Modell gearbeitet wird.

Offiziell bestätigen ABBA und das Produktionsteam bislang nur Erweiterungen und Terminblöcke für London. Trotzdem wird von Leuten aus dem Umfeld immer wieder betont, wie wichtig für ABBA der deutschsprachige Markt war und ist: Deutschland gehörte in den 70ern zu den stärksten Territorien für Single- und Albumverkäufe, TV-Shows wie die "Disco" oder die ZDF-Hitparaden hatten massiven Einfluss auf den damaligen Erfolg.

Musikalisch gilt das 2021 erschienene Album "Voyage" weiterhin als das große Comeback-Dokument, und bis jetzt gibt es keine harte Bestätigung für ein weiteres Studioalbum. In mehreren Gesprächen nach dem Release betonten Björn und Benny, dass "Voyage" als eine Art runder Kreis gedacht sei – ein letztes Kapitel, das die Geschichte abschließt, ohne sie mit einem abrupten Ende zu versehen. Gleichzeitig fielen immer wieder Sätze im Stil von: "Sag niemals nie" und "Wenn uns ein Song einfällt, der geschrieben werden will, werden wir ihn schreiben" – genau an diesen Halbsätzen hängen sich Fans jetzt auf.

Für deutsche Fans haben diese Entwicklungen zwei direkte Folgen: Erstens ist ein klassisches ABBA-Konzert hierzulande weiterhin extrem unwahrscheinlich. Niemand aus der Band hat Lust, wieder das alte Tourleben zu führen. Zweitens steigt aber die Chance, dass eine Variante von ABBA Voyage – ob als komplette Show, als temporäre Installation oder als Special-Event in Kooperation mit einem deutschen Veranstalter – irgendwann doch Realität wird. Veranstalter in Deutschland beobachten den Londoner Erfolg sehr genau, weil das Konzept ein komplett neues, lukratives Premium-Segment verspricht, das zwischen Musical, Konzert und Tech-Event liegt.

Dazu kommt der algorithmische Nachbrenner: Auf Spotify, Apple Music & Co. erleben ABBA Jahr für Jahr neue Peaks – angetrieben von TikTok-Sounds, Film- und Serien-Usages und der nie endenden Party-Playlist-Kultur. Besonders "Gimme! Gimme! Gimme!", "Chiquitita", "Slipping Through My Fingers" und "Lay All Your Love On Me" tauchen immer wieder in Trends auf. Je sichtbarer ABBA dort sind, desto höher die Motivation von Labels, Rechteinhabern und Partnern, weitere Projekte zu pushen – von Deluxe-Reissues bis zu neuen Doku-Formaten.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Wer heute über ABBA live spricht, meint in 99 Prozent der Fälle die ABBA-Voyage-Show in London. Und die hat eine Setlist, die so sehr "Best Of" schreit, dass du schon beim Lesen mitsingst. Typisch sind um die 20 Songs, die in knapp 90 Minuten durchgezogen werden. Die konkreten Reihenfolgen wurden immer wieder leicht angepasst, die Kerntracks bleiben konstant.

Zu den Fixpunkten gehören natürlich "The Winner Takes It All", "Dancing Queen", "Mamma Mia", "Waterloo" und "Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)". Dazu kommen Fan-Favoriten wie "SOS", "Knowing Me, Knowing You", "Chiquitita", "Fernando", "Voulez-Vous" und "Take A Chance On Me". Auch die neueren Stücke aus "Voyage" tauchen auf – etwa "I Still Have Faith In You" und "Don’t Shut Me Down" – als Statement, dass ABBA sich nicht allein auf Nostalgie reduziert.

Spannend ist, wie die Show aufgebaut ist: Die digitalen "ABBAtare" performen mit einer realen Liveband auf der Bühne. Die Avatare basieren auf Motion-Capture-Aufnahmen, bei denen die Original-Mitglieder mit modernen Anzügen jede Bewegung eingespielt haben. Optisch siehst du aber ABBA in ihrer späten 70er-Frische – also genau in dem Look, der dein inneres Karaoke-Hirn am meisten triggert.

Die Setlist folgt dem Prinzip: sofort Vollgas, dann Emotion, dann Party-Finale. Ein Beispiel für einen typischen Ablauf sieht ungefähr so aus (Reihenfolge kann leicht variieren):

  • "The Visitors" – als düsterer, spannungsgeladener Einstieg
  • "Hole in Your Soul"
  • "SOS"
  • "Knowing Me, Knowing You"
  • "Chiquitita"
  • "Fernando"
  • "Mamma Mia"
  • "Does Your Mother Know"
  • "Eagle" oder ein anderer Deep Cut als Fanservice
  • "Lay All Your Love On Me"
  • "Summer Night City"
  • "Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)"
  • "Voulez-Vous"
  • "When All Is Said And Done"
  • "I Still Have Faith In You"
  • "Don’t Shut Me Down"
  • "Thank You For The Music"
  • "The Winner Takes It All"
  • "Take A Chance On Me"
  • "Super Trouper"
  • "Dancing Queen" als oft letzter, kompletter Abriss

Gerade in der zweiten Hälfte merkst du, wie konsequent ABBA auf kollektives Mitsingen setzen. "Dancing Queen" in dieser Hightech-Umgebung zu erleben, ist für viele ein Gänsehautmoment, obwohl die Band physisch nicht im Raum ist. In Fan-Reviews liest man ständig, dass die Kombination aus perfektem Sound, gigantischen Screens, Lichtshow und Bewegungen der Avatare emotionaler wirkt als manch echtes Nostalgie-Konzert.

Für deutsche Fans, die rüber nach London fliegen, gehört zur Experience meistens ein kompletter Trip: Billigflug oder Zug, eine Nacht in der Stadt, ABBA-Merch am Arena-Stand, dazu oft vorheriges Aufwärmen mit ABBA-Playlists im Hotelzimmer. In Social Media Clips siehst du ganze Reisegruppen aus Deutschland, die in glitzernden Outfits und 70s-Plattformschuhen anmarschieren. Dass die Setlist praktisch nur Hits und ausgewählte Deep Cuts enthält, macht es leicht, Freund:innen mitzuziehen, die ABBA eigentlich nur so halb kennen – du erwischst alle Generationen gleichzeitig.

Musikalisch glänzt vor allem die Liveband: Die Arrangements halten sich zwar eng an die Originale, bekommen aber an mehreren Stellen mehr Druck und moderne Klarheit – etwa im Bass von "Voulez-Vous" oder im Synth-Brett bei "Lay All Your Love On Me". Damit fühlt sich die Show nicht wie ein Museumsbesuch an, sondern wie ein durchproduziertes, heutiges Pop-Spektakel, das zufällig mit Songs aus den 70ern arbeitet.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wenn du in 2026 "ABBA" auf Reddit oder TikTok suchst, bekommst du nicht nur nostalgische Edits, sondern eine komplette Gerüchtewolke. Drei Themen tauchen immer wieder auf: Deutschland-Shows, neue Musik – und die Frage, wie lange die Band das Avatar-Konzept noch fahren will.

In mehreren Subreddits wird seit Monaten diskutiert, ob eine temporäre ABBA-Voyage-Arena in Berlin, Hamburg oder München realistisch ist. Argument eins der Fans: Deutschland ist historisch eine ABBA-Hochburg, viele könnten sich London schlicht nicht leisten, und die Ticketnachfrage wäre brutal. Argument zwei: Tech- und Live-Branche suchen gerade nach Formaten, die über das klassische Touren hinausgehen – ABBA wäre dafür das perfekte Zugpferd.

Kontra-Argument, das genauso oft fällt: Die komplette Show ist extrem komplex und teuer, die London-Arena wurde exakt auf die Inszenierung zugeschnitten. Ein 1:1-Export wäre nur mit massiven Investitionen machbar, außerdem würde man den "Pilgerort"-Charakter von London verwässern. In manchen Diskussionen heißt es sogar, Björn und Benny seien eher Fans davon, einen einzigartigen Ort zu behalten, statt ein globales Franchise aufzuziehen.

Nächstes Dauer-Thema: weitere Songs oder ein ganzes neues Album. Auf TikTok kursieren immer wieder vermeintliche "Leaks", bei denen angeblich bisher unveröffentlichte ABBA-Demos zu hören sind. In den Kommentaren wird dann heiß spekuliert, ob die Band im Hintergrund noch an einem letzten Paket arbeitet – etwa unveröffentlichte 80er-Demos, neu arrangiert, plus einzelne frische Songs im Stil von "Don’t Shut Me Down". Bisher gibt es dafür keine soliden Beweise, aber es ist bekannt, dass es in den Archiven noch Material aus der Spätphase der Band gibt.

Teil der Gerüchte ist auch der Wunsch nach einer Art "German Special" – zum Beispiel einer limitierten Edition mit Fokus auf den deutschen Markt, inklusive der deutschsprachigen Versionen wie "Wer im Wartesaal der Liebe steht" (deutsche Version von "Another Town, Another Train") oder den deutschen TV-Auftritten aus den 70ern. Solche Compilations wären aus Rechte- und Lizenzsicht aufwendig, aber nicht unmöglich. In den Kommentaren liest man oft: "Wenn schon kein neues Album, dann wenigstens ein fettes Archiv-Projekt für Hardcore-Fans".

Dritter Brennpunkt: Ticketpreise und Zugang. Viele jüngere Fans fühlen sich von den teils hohen Preisen für London-Voyage ausgeschlossen. Gerade auf TikTok und Insta kursieren Clips, in denen Leute ihre komplette Kostenrechnung posten – Flug, Hotel, Tickets, Merch, Essen – und dann diskutieren, ob sich das für eine nicht-physische Band überhaupt lohnt. Die einen sagen: absolut, weil es ein einmaliges, technisch irre Erlebnis ist; andere empfinden es als zu elitär.

Spannend ist, dass genau aus dieser Kritik neue Community-Ideen entstehen: Watchpartys mit hochwertigem Sound, ABBA-Themenabende in Clubs, bei denen die Voyage-Show visuell zitiert wird, oder lokale Tribute-Bands, die die London-Setlist so originalgetreu wie möglich umsetzen. In deutschen Städten wie Berlin, Köln oder Hamburg gibt es längst ABBA-Partys, die auf TikTok viral gehen, weil das Publikum Generationen mischt: U40-Disco-Kinder, Gen-Z-ABBA-TikTok-Fans und Boomer, die die Singles im Original gekauft haben.

All diese Fanspekulationen zeigen, wie lebendig die Marke ABBA 2026 noch ist. Es geht längst nicht mehr nur um Nostalgie, sondern um die Frage, wie Pop-Ikonen im digitalen Zeitalter weiterexistieren können – ohne sich selbst zu verraten.

Alle Daten auf einen Blick

Jahr / DatumEvent / ReleaseOrt / MarktHinweis für deutsche Fans
1974Eurovision-Sieg mit "Waterloo"Brighton, UKStartschuss für den ABBA-Hype, auch in Deutschland laufen die ersten TV-Auftritte
1976–1981Hochphase mit Alben wie "Arrival", "Voulez-Vous", "Super Trouper", "The Visitors"WeltweitZahlreiche Nummer-1-Hits in Deutschland, massive Präsenz in Shows und Radio
1982Faktische Auflösung der BandStockholmKeine neuen Alben mehr, aber anhaltende Katalogverkäufe
1992Release "ABBA Gold"GlobalWird auch in Deutschland eines der meistverkauften Best-of-Alben überhaupt
2008Filmstart "Mamma Mia!"InternationalNeuer ABBA-Boom, besonders bei einer jüngeren Zielgruppe
2021Album "Voyage"GlobalComeback-Album, steigt in Deutschland direkt hoch in die Charts ein
2022Start der ABBA-Voyage-ShowLondon, ABBA ArenaAb da pilgern Fans aus Deutschland regelmäßig nach London
2024–2026Laufende ABBA-Voyage-ShowsLondonKein offizieller Deutschland-Ableger, aber anhaltende Gerüchte über Expansion
laufendStreaming & Social-Media-HypesGlobalTikTok- und Insta-Trends sorgen dafür, dass ABBA-Tracks auf Partys und Playlists bleiben

Häufige Fragen zu ABBA

Um den Dauerhype um ABBA einzuordnen, hier die Antworten auf die Fragen, die sich deutsche Fans gerade am häufigsten stellen.

1. Wird ABBA jemals wieder ein richtiges Konzert in Deutschland geben?

Ehrlich: Die Chance ist extrem gering. Alle vier Mitglieder sind inzwischen im Seniorenalter und haben in Interviews mehrfach betont, dass sie das Tourleben nicht noch einmal auf sich nehmen wollen. Der Aufwand, ein klassisches ABBA-Konzert auf Weltniveau zu liefern, wäre riesig: Proben, Reisen, Promo, körperliche Belastung. Dazu kommt, dass ABBA ihren eigenen Mythos sehr bewusst schützen. Eine lauwarme, halbherzige Tour würde dem Legacy schaden – und genau das wollen sie vermeiden.

Was realistischer ist: spezielle Events rund um ABBA Voyage oder größere Tribute-Produktionen, die offiziell abgesegnet werden. Dass Björn und Benny komplett kategorisch Nein zu allen Live-Formaten sagen, stimmt so nicht – sie haben ja mit den Avataren bereits bewiesen, dass sie neue Wege gehen. Aber die Form, in der du tatsächlich die vier Originale gemeinsam auf einer Bühne in Deutschland siehst, ist Stand jetzt kaum vorstellbar.

2. Kommt die ABBA-Voyage-Show nach Deutschland?

Offiziell gibt es aktuell keine bestätigten Pläne für eine deutsche Version von ABBA Voyage. Trotzdem halten viele Kenner:innen es für möglich, dass in den nächsten Jahren eine Art Tourversion, ein temporäres "Pop-up" oder eine abgespeckte Fassung in anderen Ländern getestet wird – und Deutschland wäre ein logischer Kandidat, weil der Markt stark ist und viele Fans nicht extra nach London reisen wollen.

Entscheidend ist die Wirtschaftlichkeit: Die original London-Show ist extrem teuer produziert, mit einer komplizierten Technik-Infrastruktur. Für Deutschland müsste entweder eine neue, modulare Arena gebaut oder ein bestehender Raum massiv umgerüstet werden. Solange London voll läuft, ist für die Produzenten kein unmittelbarer Druck da, das Risiko eines zweiten Standorts einzugehen. Aber je länger der Run erfolgreich ist, desto attraktiver wird das Franchise-Modell – und genau hier steigen die Chancen für Berlin, Hamburg, München oder eine andere Großstadt.

3. Gibt es Pläne für ein neues ABBA-Album nach "Voyage"?

Offiziell wurde "Voyage" immer als eine Art Abschlussprojekt kommuniziert. In Interviews sagten Björn und Benny sinngemäß, dass sie nicht planen, wieder regulär Alben zu veröffentlichen. Viele Fans deuten das als "letzte Platte". Gleichzeitig sind die beiden Songwriter-Typen, die sich schwer damit tun, ein endgültiges Ende auszurufen. Formulierungen wie "Man soll niemals nie sagen" halten die Spekulationen am Leben.

Realistischer als ein komplett neues Studioalbum wäre eine Sammlung aus Archivmaterial, eventuell neu überarbeitet und ergänzt durch einzelne, frische Stücke. Denkbar wäre ein Projekt, das alte Demos aus den frühen 80ern mit moderner Produktion kombiniert oder Songs, die nie fertig wurden, endlich vervollständigt. Bisher gibt es dazu aber keine bestätigten Pläne, nur immer wieder Andeutungen, dass im Archiv noch Schätze liegen.

4. Warum ist ABBA bei Gen Z plötzlich wieder so groß?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Einmal funktionieren viele ABBA-Hooks zeitlos gut: Die Melodien sind sofort im Kopf, die Refrains sind auf Mitsingen ausgelegt, die Harmonien haben eine emotionale Direktheit, die perfekt zu TikTok-Clips passt. Songs wie "Chiquitita" oder "The Winner Takes It All" eignen sich ideal für melancholische Edits, während "Dancing Queen" oder "Voulez-Vous" pure Partyenergie liefern.

Dazu kommt der Meme-Faktor: Szene-Ausschnitte aus Filmen wie "Mamma Mia!" oder alte TV-Auftritte von ABBA werden ironisch, aber gleichzeitig liebevoll geremixt. Gen Z hat kein Problem damit, etwas "Kitschiges" zu feiern, solange es ehrlich ballert. In vielen Kommentarspalten liest du Dinge wie: "Warum macht heute niemand mehr so kranke Refrains?" oder "Dieser Song klingt wie drei Refrains in einem" – und genau das ist das ABBA-Rezept.

5. Wie unterscheidet sich die ABBA-Voyage-Show von einer klassischen Tribute-Band?

Der größte Unterschied liegt in der Konsequenz der Inszenierung. Tribute-Bands – auch die richtig guten – setzen auf Live-Musiker:innen und Performer:innen, die optisch und stimmlich möglichst nah rankommen. Das kann super funktionieren und macht auf Club- oder Hallen-Niveau richtig Spaß, bleibt aber immer eine Nachbildung.

ABBA Voyage ist dagegen ein technisches Großprojekt auf Blockbuster-Niveau. Die Bewegungen der Avatare basieren auf den echten ABBA-Mitgliedern, die in Motion-Capture-Anzügen performt haben. Jede Geste, jede Drehung, jedes Mikro-Handling wurde eingespeist. Zusammen mit der Liveband, den gigantischen Screens und dem durchkomponierten Lichtdesign entsteht ein Hybrid aus Konzert, Film und Theater, der näher an einer eigenen Kunstform als an einem simplen Tribute-Abend ist.

Für viele Fans ist genau dieser Mix der Reiz: Du bekommst die Aura der echten ABBA (in verjüngter Form), aber mit einem modernen, bombastischen Setting, das klassische Konzerte so kaum bieten. Andere finden das unheimlich oder zu künstlich – die Diskussion darüber ist Teil des kulturellen Werts der Show.

6. Wo kann ich mich am besten über offizielle ABBA-News informieren?

Als erste Anlaufstelle empfiehlt sich die offizielle Bandseite, dazu kommen die Kanäle der beteiligten Labels und die Social-Media-Auftritte der Voyage-Produktion. Fanforen, Reddit-Threads und TikTok sind super, um Stimmungen und Gerüchte einzufangen – aber dort wird viel spekuliert, ohne dass immer klar ist, was wirklich stimmt.

Für deutsche Fans lohnt sich auch ein Blick auf große Musikportale, Ticketanbieter und lokale Veranstalter, die frühzeitig Signale senden würden, wenn sich rund um ABBA hierzulande etwas Konkretes tut. Sobald es etwa um Vorverkaufsstarts, Sonder-Events oder exklusive Screenings geht, tauchen die Infos in der Regel zuerst dort auf – lange bevor der hundertste "Leak" auf TikTok landet.

7. Was macht ABBA musikalisch so einzigartig?

Ein wichtiger Punkt ist die Kombination aus extrem starken Melodien und einer Produktion, die ihrer Zeit weit voraus war. Benny und Björn schrieben Songs, die gleichzeitig eingängig und harmonisch überraschend sind – viele ABBA-Hits wechseln innerhalb weniger Takte die Tonart oder bauen zusätzliche Hook-Linien ein, wo andere Bands längst aufgehört hätten. Dazu kommen die charakteristischen zweistimmigen Vocals von Agnetha und Anni-Frid, die zusammen einen ganz eigenen Klang ergeben.

Auch textlich lagen ABBA oft näher an melancholischen Alltagsbeobachtungen als an reinem Party-Pop: Scheidung, Einsamkeit, verpasste Chancen – vieles davon steckt unter der glänzenden Oberfläche. Dieser Kontrast zwischen euphorischem Sound und bittersüßen Inhalten wirkt heute moderner denn je und erklärt, warum Songs wie "The Winner Takes It All" Generationen berühren, die die 70er nur aus Erzählungen kennen.


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