Zscaler Aktie: Führungsriege trennt sich von Aktien
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 01:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zwei weitere Führungskräfte bei Zscaler haben in dieser Woche Aktienpakete verkauft — ausgerechnet nachdem der Kurs kräftig zugelegt hat. Angesichts starker Quartalszahlen und einer Serie angehobener Kursziele wirkt das auf den ersten Blick widersprüchlich. Ein Blick auf die Details zeigt aber: Es handelt sich um planmäßige, langfristig angelegte Transaktionen.
Chief Legal Officer Robert Schlossman verkaufte am 21. September 5.394 Aktien zu je 200 Dollar, insgesamt 1,08 Millionen Dollar. Ihm verbleiben danach noch gut 61.000 Aktien im Direktbesitz, dazu einige wenige Anteile im Depot seiner Ehefrau.
Chief Product Officer Adam Geller trennte sich am selben Tag von 661 Aktien zum gleichen Kurs, ein Volumen von 132.200 Dollar. Er hält danach weiterhin über 38.000 Aktien.
Rule-10b5-1-Pläne als Erklärung
Beide Verkäufe liefen über sogenannte Rule-10b5-1-Handelspläne — Schlossman hatte seinen bereits im Juli 2025 aufgesetzt, Geller im März 2026. Solche Pläne legen Verkaufszeitpunkte und -mengen im Voraus fest, oft Monate bevor die tatsächliche Transaktion stattfindet. Das nimmt den Verkäufen die Brisanz, die spontane Insiderverkäufe häufig auslösen.
Der Zeitpunkt fällt dennoch in eine Phase, in der die Aktie deutlich gestiegen ist. Seit den Verkäufen legte der Kurs um rund acht Prozent zu und notiert nun bei über 207 Dollar.
Analysten sehen weiter Potenzial
Grundlage für den positiven Trend sind die jüngsten Quartalszahlen. Der Umsatz kletterte im vierten Fiskalquartal 2026 auf 898,2 Millionen Dollar, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr und über den Erwartungen des Marktes. Die organische annualisierte wiederkehrende Umsatzbasis wuchs um mehr als 20 Prozent.
Mehrere Analysehäuser reagierten mit angehobenen Kurszielen. Die Spanne reicht von 190 Dollar bei FBN Securities bis 225 Dollar bei Stephens, während JPMorgan, Stifel und Mizuho ihre Ziele zwischen 200 und 215 Dollar bestätigten — durchweg mit Kaufempfehlungen. Als Begründung nennen die Häuser übereinstimmend die breite Nachfrage über das gesamte Produktportfolio hinweg.
Die Kombination aus starkem Wachstum und planmäßigen Insiderverkäufen dürfte den Kurs kurzfristig kaum belasten. Entscheidend wird sein, ob Zscaler das Tempo bei der wiederkehrenden Umsatzbasis auch im laufenden Fiskaljahr hält.
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