Zoetis, Aktie

Zoetis Aktie: Citigroup senkt Kursziel auf 96 Dollar

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 09:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zoetis korrigiert Umsatz- und Gewinnprognose für 2026 deutlich nach unten. Analysten reagieren mit reduzierten Kurszielen, während die Aktie stark unter Druck steht.

Zoetis senkt Jahresziele: Schwache US-Heimtiernachfrage und Wettbewerb belasten
Moderne, sterile Laborumgebung in einem pharmazeutischen Forschungsinstitut mit sanfter, professioneller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Tiergesundheitskonzern Zoetis sieht sich mit einer herausfordernden Geschäftsentwicklung konfrontiert und hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 signifikant nach unten korrigiert.

Als Hauptgründe für diesen Schritt nannte das Unternehmen am vergangenen Donnerstag eine schwächere Nachfrage im Bereich der Heimtiere in den USA sowie einen zunehmenden Wettbewerbsdruck. Die Nachricht löste eine Welle von Kurszielsenkungen durch Analystenhäuser aus und belastete das Papier an den Märkten deutlich.

Schwache US-Nachfrage dämpft Wachstumserwartungen

In der revidierten Jahresprognose geht Zoetis nun von einem Umsatz zwischen 9,12 Milliarden und 9,32 Milliarden US-Dollar aus. Zuvor hatte das Management noch Erlöse in einer Spanne von 9,68 Milliarden bis 9,96 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt.

Auch beim bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie (EPS) musste das Unternehmen seine Erwartungen zurückschrauben: Statt der ursprünglich geplanten 6,85 bis 7,00 US-Dollar werden nun lediglich 6,15 bis 6,25 US-Dollar angestrebt.

Diese Anpassung überschattete die Ergebnisse des zweiten Quartals 2026, die Zoetis ebenfalls am vergangenen Donnerstag vorlegte. Mit einem Umsatz von 2,5 Milliarden US-Dollar verharrte das Unternehmen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Dennoch konnte beim bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie mit 1,87 US-Dollar der Marktkonsens von 1,84 US-Dollar leicht übertroffen werden. Die Anleger reagierten dennoch skeptisch auf den Ausblick, was sich in der Performance widerspiegelt: Mit einem aktuellen Kurs von 64,14 € liegt die Aktie seit Jahresbeginn bereits mit 40 % im Minus.

Analysten reagieren mit deutlichen Kurszielanpassungen

Die Herabstufung der Jahresziele löste in der laufenden Woche zahlreiche Reaktionen bei großen Banken und Analysehäusern aus. Die Experten passten ihre Modelle an die neue Realität des geringeren Wachstums im US-Heintiermarkt an. Die Kurszielspanne der jüngsten Einschätzungen reicht dabei von 80,00 bis 115,00 US-Dollar.

Am Dienstag senkten die Analysten der Citigroup ihr Kursziel für die Aktie von 112,00 auf 96,00 US-Dollar, behielten jedoch ihre Kaufempfehlung bei. Bereits am Montag hatte BNP Paribas Exane das Ziel von 146,00 auf 110,00 US-Dollar reduziert, stuft den Wert aber weiterhin mit „Outperform“ ein.

Medienberichten zufolge wurde das Papier zudem gestern von Zacks Research auf „Strong Sell“ herabgestuft. Das aktuelle Kursniveau verdeutlicht den massiven Druck der vergangenen Monate, wobei der Titel derzeit einen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 53 % aufweist.

Personelle Neuausrichtung und Produktfortschritte

Parallel zu den finanziellen Herausforderungen treibt Zoetis Veränderungen im Management und in der Produktpipeline voran. Jay Saccaro wurde am vergangenen Donnerstag zum neuen Chief Financial Officer und Chief Operating Officer ernannt. Zudem schloss das Unternehmen im Juli die Übernahme von VitalRADS ab, einer Plattform für tierärztliche Teleradiologie-Dienste, um sein Serviceangebot zu erweitern.

In der Produktentwicklung konnte Zoetis zuletzt regulatorische Erfolge erzielen. In den USA erhielt das Parasitenmittel Dectomax-CA1 am vergangenen Donnerstag eine bedingte Zulassung durch die FDA für die Behandlung von Rindern.

In Großbritannien sicherte sich das Unternehmen am 3. August die behördliche Genehmigung für Portela, eine Injektion mit monoklonalen Antikörpern zur Behandlung von Osteoarthritisschmerzen bei Katzen.

Trotz dieser operativen Fortschritte bleibt die kurzfristige Marktstimmung durch die gesenkten Finanzziele geprägt, während Großinvestoren wie BlackRock laut einer Mitteilung von Ende Juli ihre Positionen mit einer Beteiligung von rund 9,0 % hielten.

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