Zenatech, Aktie

Zenatech Aktie: Drohnendienste treiben Q2-Umsatz

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 22:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ZenaTechs Erlöse legten im ersten Halbjahr kräftig zu; zugleich belasteten ein Quartalsverlust und Integrationskosten das Ergebnis.

ZenaTech steigert Halbjahresumsatz, Drohnendienste dominieren Geschäft
Moderne Industriedrohne über einem Logistikzentrum bei Sonnenuntergang Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern ZenaTech hat seinen Wachstumskurs in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 massiv beschleunigt. Treiber dieser Entwicklung bleibt die Sparte für drohnenbasierte Dienstleistungen, die das operative Geschäft inzwischen fast vollständig dominiert. Anleger reagieren heute erfreut auf die neuen Geschäftszahlen: Im Handel kletterte der Aktienkurs um 7,4 Prozent auf 1,31 Euro.

Drohnendienste treiben Erlöse rasant an

Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Konzernumsatz um 316 Prozent auf 9,3 Millionen kanadische Dollar. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 weist das Unternehmen Erlöse von 17,7 Millionen kanadischen Dollar aus. Dies entspricht einem Anstieg von 425 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Den überwiegenden Teil dieser Zuwächse steuert das Dienstleistungssegment Drone-as-a-Service bei. Allein im zweiten Quartal generierte dieser Bereich 8,1 Millionen kanadische Dollar und machte damit fast 93 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die klassische Unternehmenssoftware trug im selben Zeitraum lediglich 1,2 Millionen kanadische Dollar bei.

Das Management setzt bei seiner Expansion stark auf Zukäufe spezialisierter Dienstleister in Nordamerika. Im abgelaufenen Quartal integrierte der Konzern vier weitere Firmen in seine operative Struktur. Damit summierte sich die Zahl der bisherigen Transaktionen auf insgesamt 29 Übernahmen.

Hohe Verluste begleiten den Expansionskurs

Weitere Akquisitionen befinden sich bereits in der Vorbereitung. Unterzeichnete Angebote für Unternehmen in den USA, Kanada und Australien stehen derzeit vor dem Abschluss. Nach Vollzug sollen diese Einheiten binnen zwölf Monaten einen zusätzlichen Dienstleistungsumsatz von rund 40 Millionen kanadischen Dollar liefern.

Das aggressive Tempo hinterlässt allerdings deutliche Spuren im operativen Ergebnis. Für das zweite Quartal fiel ein Nettoverlust von 22,5 Millionen kanadischen Dollar an. Die Kosten für die Integration der Neuerwerbungen und der Ausbau des Vertriebsnetzes belasten die Ertragskraft spürbar.

Zugleich hat sich die finanzielle Basis des Unternehmens gegenüber dem Jahresende 2025 verbessert. Der Bestand an liquiden Mitteln stieg zum Stichtag Ende Juni auf 12,2 Millionen kanadische Dollar. Zusammen mit gehaltenen Wertpapieren verfügt der Konzern über ein liquides Polster von 34,6 Millionen kanadischen Dollar.

Behördentests und neue Patente

Auf der Produktseite treibt das Unternehmen behördliche Zulassungen für den US-Markt voran. Für das Drohnenmodell IQ Quad reichte der Konzern Unterlagen zur offiziellen Blue-UAS-Zertifizierung ein. Parallel dazu durchlaufen Systeme wie der Interceptor P-1 sowie das Modell IQ Aqua praktische Testreihen und Feldversuche.

Zusätzliche Marktchancen sucht das Management im Bereich des Katastrophenschutzes. Das Unternehmen reichte in den USA fünf vorläufige Patente für die Brandbekämpfung und die Lagebeurteilung bei Waldbränden ein. Die Softwareplattform ZenaWorx verzeichnete zudem ihren ersten zahlenden Kunden. Bereits im Juni erfolgte zudem die Aufnahme der Aktie in den Russell-3000-Index.

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